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Apple klärt auf: «Ted Lasso»-Star Nick Mohammed in Kurzfilm zum Datenschutz

Martin Jungfer
24.01.2023

Mit dem Thema Datenschutz versucht Apple sich seit einigen Jahren gegenüber der Konkurrenz zu profilieren. Dass die Privatsphäre bei ihnen besser geschützt ist, soll ein neuer Kurzfilm zeigen. Und ein neues Angebot in den Apple Stores.

Diese Januar-Woche steht bei Apple ganz im Zeichen der Privatsphäre für Nutzerinnen und Nutzer – und dem Schutz ihrer Daten. Das Unternehmen hat iOS und iPadOS 16.3 vorgestellt. Darin enthalten ist zum ersten Mal die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Sie schützt Fotos in der Cloud oder die iCloud-Backups besser vor unbefugtem Zugriff. Allerdings muss diese zusätzliche Sicherheit manuell in den iCloud-Einstellungen aktiviert werden.

Neu bietet Apple an, Sicherheitsschlüssel als zweiten Faktor einzusetzen. Damit können Hardware Keys mit der Apple ID verknüpft werden. Du brauchst diesen dann, um dich an deinem Apple-Gerät zu authentifizieren. Solche Hardware Keys gibt es auch bei uns im Shop.

Kurzfilm und Kurse sollen sensibilisieren

Apple investiert also in konkrete Features, und auch in Massnahmen, um mehr Nutzerinnen und Nutzer für Datenschutz und Privatsphäre zu sensibilisieren. So stellt der Konzern einen kurzen Film vor. Hauptdarsteller ist Nick Mohammed, der durch die Apple-TV-Serie «Ted Lasso» bekannt wurde. Bei «Ein Tag im Leben der Daten eines Durchschnittstypen» erfährst du als Zuschauer oder Zuschauerin, wo im Alltag deine Privatsphäre konkret in Gefahr ist – und natürlich, was du dagegen tun kannst. Mit Apple-Features natürlich. Trotzdem fühlen sich die knapp sechs Minuten nicht nach platter Werbung an.

Den Kurzfilm gibt es auch in deutscher Synchronisation (hier), in Italienisch (hier) und in Französisch (hier).

Wenn du mehr Zeit hast, vielleicht sogar ein Apple Store in deiner Nähe ist, dann könnte ein neuer Kurs für dich interessant sein. Bei den «Today at Apple Sessions» erklären Expertinnen und Experten, wie die Datenschutzeinstellungen am iPhone funktionieren und angepasst werden können. Die Kurse sind kostenlos und werden in allen Apple Stores weltweit angeboten. Einen Überblick findest du hier.

Schutz innerhalb des Apple-Universums

Mit der neuen Privatsphäre-Offensive arbeitet Apple weiter in Richtung der 2021 gestarteten Funktion «App Transparancy Tracking» (ATT). Sie ermöglichte Nutzerinnen und Nutzern, das Tracking von Apps für personalisierte Werbung zu verbieten. Wohlgemerkt in erster Linie bei Apps von Drittanbietern. Diese verloren dadurch die Möglichkeit, personalisierte Werbung zu verkaufen. Laut Recherchen der «Washington Post» soll allein Meta, Mutterkonzern von Facebook, dadurch 2022 Umsatz in Höhe von über 14 Milliarden Dollar verloren haben.

Für Apple selbst, bisher im Werbemarkt trotz [fünf Milliarden Dollar Umsatz im Jahr 2022](https://www.netzoekonom.de/2022/09/22/apple-30-mrd-dollar-werbeumsatz-in-4-jahren/ eher eine kleine Nummer, hat der verstärkte Datenschutz kaum negative Auswirkungen. Aber der Konzern kann seine Position verbessern, weil er exklusiv auf die Nutzungsdaten in den eigenen Apps zugreifen kann – auf die sogenannten First Party Cookies. Über eigene Pläne zum Ausbau des Werbegeschäfts wurde bei der Bekanntgabe der Privatsphäre-Offensive jedoch kein Wort verloren.

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Journalist seit 1997. Stationen in Franken, am Bodensee, in Obwalden und Nidwalden sowie in Zürich. Familienvater seit 2014. Experte für redaktionelle Organisation und Motivation. Thematische Schwerpunkte bei Nachhaltigkeit, Werkzeugen fürs Homeoffice, schönen Sachen im Haushalt, kreativen Spielzeugen und Sportartikeln. 


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