Kaufratgeber

Das sind die Unterschiede zwischen dem Surface Pro 7 und Surface Pro X

Jan Johannsen
Hamburg, am 22.10.2019

Beim Surface Pro 7 und Surface Pro X gibt es natürlich äußerliche Unterschiede, aber die nicht identischen inneren Werte sind bei der Wahl des richtigen Windows-Tablets mindestens genauso wichtig.

Anmerkung im Herbst 2020
Dieser Beitrag bezieht sich auf die erste Generation des Pro X von 2019. Während die grundsätzlichen Unterschiede geblieben sind, gibt es technisch einige Veränderungen. So heißt der ARM-Chipsatz zum Beispiel inzwischen «SQ2».
Ende

Die Wahl zwischen Intel-Prozessor und ARM-Chipsatz ist nicht nur für Technik-Nerds interessant, sondern hat reale Auswirkungen auf die Nutzung des Surface. Welche das sind, erkläre ich hier.

Mobiler Chipsatz für ein mobiles Gerät

Im Surface Pro 7 stehen dir verschiedene Prozessoren von Intel zur Auswahl. Das war bereits bei den Vorgängern so und ist keine Besonderheit. Ob du dich für einen Core i3, i5 oder i7 entscheidest, hängt davon ab, wie viel Power dein Surface haben soll.

Im Surface Pro X steckt dagegen ein sogenannter ARM-Chipsatz, der auf einer anderen Architektur basiert als die Intel-Chips. Die findest du auch in Notebooks und PCs, ARM-Chips stecken dagegen vor allem in Smartphones. Wenig überraschend stammt der «Microsoft SQ1»-ARM-Chip dann auch von Qualcomm, deren Snapdragon-Chipsätze in den meisten Android-Geräten stecken.

Den ausklappbaren Standfuß haben beide Surface-Varianten.
Den ausklappbaren Standfuß haben beide Surface-Varianten.

Ich kann dir vorab noch nicht verraten, wie viel Rechenkraft der SQ1 im Vergleich zu den Core i-Chips hat, aber angesichts dessen was ich beim Ausprobieren des Surface Pro X gesehen habe und der Leistungsfähigkeit der Smartphone-Prozessoren, dürfte es für viele Anwendungen genug sein. Microsoft erhofft sich von der ARM-Architektur zudem eine längere Akkulaufzeit. 13 Stunden statt 10,5 Stunden beim Surface Pro 7.

Beim installierten Windows musst du von der Benutzung her keine Abstriche machen, die ist bei beiden Tablets identisch. Wichtige Unterschiede kann es aber bei den Programmen geben. Aufgrund der ARM-Architektur können einige Windows-Anwendungen nicht auf dem Surface Pro X laufen. Zurzeit betrifft dies sämtliche 64-Bit-Software. Beispielsweise die aktuelle Version von Adobe Photoshop läuft daher nicht. 32-Bit-Programme, die ursprünglich für die X86-Architektur geschrieben wurden sollten aber problemlos laufen. Diese werden mit einer Software im Hintergrund auf der ARM-Architektur emuliert. Wenn du also auf Adobe CS angewiesen bist, musst du aktuell zum Surface Pro 7 greifen.

Den Stift nicht verlieren

Einen Eingabestift gibt es für beide Tablets. Er gehört aber wie die Anstecktastatur nicht zum Standard-Lieferumfang. Beim Surface Pro 7 hält ein Magnet ihn an der linken Seite des Gehäuses fest. Da ist er immer erreichbar, kann sich aber auch lösen und verloren gehen – und das nicht nur in deiner Tasche. Beim Surface Pro X hat der Surface Pen dagegen einen festen Platz in der Anstecktastatur. Dort wird er nicht nur von einem Magneten festgehalten, sondern befindet sich auch in einer verschlossenen Tasche, wenn du die Tastatur zuklappst.

Beim Surface Pro X ist der Stift gut aufgeboben.
Beim Surface Pro X ist der Stift gut aufgeboben.
Beim Surface Pro 7 hält der Stift auch ohne Tastatur.
Beim Surface Pro 7 hält der Stift auch ohne Tastatur.

Display, Anschlüsse und mehr

Obwohl der Gewichtsunterschied zwischen dem Surface Pro 7 und Pro X nur wenige Gramm beträgt, fühlt sich das Pro X deutlich leichter an. Das dürfte an dem etwas größeren Display – 13 Zoll gegenüber 12,3 Zoll – und dem dünneren Gehäuse – 7,3 gegenüber 8,5 Millimeter – liegen. Das sind aber insgesamt nur kleine Unterschiede. Ebenso dürfte die Tatsache, dass beim Surface Pro X der interne Speicher maximal 512 Gigabyte und beim Surface Pro 7 bis zu einem Terabyte groß sein kann, nur selten das Ausschlaggebende Kriterium sein.

Die Anschlüsse befinden sich jeweils an der Seite des Tablets.
Die Anschlüsse befinden sich jeweils an der Seite des Tablets.

Damit das Surface Pro X so dünn sein kann, verzichtet Microsoft bei ihm auf den klassischen USB-A-Anschluss. Stattdessen gibt es zwei USB-C-Buchsen. Herkömmliche USB-Stecker passen dafür immer noch in das Surface Pro 7, das jetzt aber auch eine USB-C-Buchse hat und auch immer noch über einen Kopfhöreranschluss und ein microSD-Kartenlesegerät verfügt. Außerdem unterstützt es mit WLAN 6 einen schnelleren Standard für drahtlose Netzwerke. Das Pro X unterstreicht seinen Anspruch als besonders mobiles Gerät dagegen mit einem Steckplatz für eine Nano-SIM-Karte und geht über diese direkt per LTE online.

Fazit: Wie mobil soll es sein

Mit der längeren Akkulaufzeit und seiner besseren Stift-Aufbewahrung sowie der Möglichkeit eine SIM-Karte einzulegen, ist das Surface Pro X eindeutig das mobilere der beiden neuen Tablets von Microsoft. Abstriche musst unter Umständen du nur bei der Software-Kompatibilität machen, wenn das Pro X in der zweiten Novemberhälfte in den Handel kommt.

Microsoft Surface Pro X (13 ", Microsoft SQ1, 8 GB, 128 GB)
Notebook
1116,33

Microsoft Surface Pro X

13 ", Microsoft SQ1, 8 GB, 128 GB

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Das Surface Pro 7 hält mit einem niedrigeren Einstiegspreis, mehr Power und Anschlüssen sowie keinen Einschränkungen bei der Software dagegen.

Microsoft Surface Pro 7 (12.30 ", Intel Core i3-1005G1, 4 GB, 128 GB)
Notebook

Microsoft Surface Pro 7

12.30 ", Intel Core i3-1005G1, 4 GB, 128 GB

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Microsoft Surface Pen
Stylus
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Jan Johannsen
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jan.johannsen@galaxus.de

Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Galaxus.de. 


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