Nachhaltigkeit auch auf dem Trail

Patrick Bardelli
Patrick Bardelli
Zürich, am 29.01.2022

Experten aus der Schweizer Bike-Szene wollen den Mountainbike-Tourismus ökologischer entwickeln. Dafür haben sie eine Wissensplattform ins Leben gerufen, die Interessengruppen zusammenbringen soll.

Mountainbiken als Freizeitsport entwickelt sich in der Schweiz rasant. Die Schweizer Sektion der «International Mountain Bicycling Association» (IMBA) hat nun den Entwicklungskompass «Mountainbike und Umwelt» geschaffen, um «das gegenseitige Verständnis der unterschiedlichen Stakeholder auf Basis wissenschaftlicher Fakten und damit auch den zielgerichteten Austausch» zu fördern, wie sie auf ihrer Webseite schreibt. Ziel der Schweizer IMBA-Sektion ist es, einen umfassenden Überblick zum Thema «Mountainbike-Infrastruktur und Umwelt» zu geben. Ausserdem wolle die 30-köpfige Expertengruppe aufzeigen, dass ein «gut geplantes und unterhaltenes sowie offizielles, attraktives und sicheres Wegnetz» umweltverträglich sei.

Konkret richtet sich der Kompass an Fachleute und Laien, die im Bereich der Mountainbike-Entwicklung tätig sind. Dazu gehören: Mountainbike-Vereine und Organisationen, Trailbauer, Trailplaner, Akteure im Tourismus und der Gemeinden als auch Fachleute der NGOs und der Umweltschutzorganisationen.

Boomender Mountainbike-Tourismus

Mountainbiken ist gemäss IMBA in den letzten Jahren stetig populärer geworden. Es hat sich vom Nischensport zum boomenden Freizeitsport entwickelt. In der Schweiz fahren knapp 7,9 Prozent der Gesamtbevölkerung, rund 550’000 Personen, Mountainbike. Trotz Corona kam es 2020 bei den Bikes zu einem Verkaufsboom (+37,4 %). Auch im Tourismus spiele das MTB eine immer wichtigere Rolle, schreibt die IMBA. Das zahlungsstarke Segment unterstütze den Ganzjahrestourismus und rücke verstärkt in den Fokus von Destinationen unter 2.000 M. ü. M., die sich klimawandelbedingt strategisch neu ausrichten müssten.

Fotos: Shutterstock

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Patrick Bardelli

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