Review Round-up Radeon RX 6800 (XT): AMD schliesst auf
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Review Round-up Radeon RX 6800 (XT): AMD schliesst auf

Kevin Hofer
Kevin Hofer
Zürich, am 18.11.2020
Ab heute gibt’s die Radeon RX 6800 und 6800 XT zu kaufen, wenn du denn eine ergattern kannst. Die Verfügbarkeit ist nämlich äusserst knapp. Damit du dir die Wartezeit damit versüssen kannst, zu lesen wie schnell die Karte sein wird, habe ich dir hier einige Reviews zusammengefasst.

2020 ist das Jahr von AMD. Mit den Ryzen 5000 und jetzt Radeon 6000 schliesst Team Red zu Intel und Nvidia auf. Leider ist 2020 auch das Jahr der schlechten Verfügbarkeit von PC-Hardware. Ich konnte mir noch keine Radeon RX 6800 oder 6800 XT zum Testen ergattern. Deshalb muss ich dir hier vorerst die Daten von anderen Reviewern abliefern.

Die Karten

Die Radeon RX 6800 XT und RX 6800 basieren auf dem 7 nm Navi 21 RDNA2-Silizium. Die bietet 80 Prozent mehr Recheneinheiten gegenüber der RX 5700 XT. Jede dieser RDNA2-Computereinheiten verfügt zudem über Raytracing-Hardware und AMD verdoppelt die Speichermenge auf 16 GB, obwohl der Speicherbus immer noch 256 Bit beträgt.

Die RDNA2-Grafikarchitektur steckt nicht nur auf Grafikkarten der Radeon RX 6000-Serie, sondern auch die GPUs in den Spielkonsolen der nächsten Generation. Big Navi besteht aus einem massiven 519,8 mm²-Die mit 26,8 Milliarden Transistoren, womit es ungefähr in der gleichen Liga spielt wie NVIDIAs 8 nm GA102 mit 28,3 Milliarden Transistoren auf einem 628,4 mm²-Die. Die Zahlen lassen viel Power vermuten.

Das sagt die Fachpresse

Laut Techpowerup hat AMD das Undenkbare möglich gemacht: Mit Big Navi schliesst Team Red zu Nvidia mit der RTX-30-Serie auf. Die Radeon RX 6800 XT sei fast doppelt so schnell wie die Radeon RX 5700 XT. Das ist ein enormer Leistungszuwachs zur Vorgängergeneration. Auch im Vergleich zu Nvidia stehe die Karte sehr gut da: Die RX 6800 XT liegt nur 6 Prozent hinter der RTX 3080 und damit 16 Prozent hinter der RTX 3090.

Bei aktiviertem Raytracing liege AMD jedoch hinten. Dennoch sei das Ergebnis respektabel. Die 6800 XT sei bei Raytracing etwa auf dem Niveau der RTX 2080 Ti. Bei künftigen Titeln habe AMD aber ein Ass im Ärmel: Da auch die neuen Konsolen Raytracing unterstützen, würden Entwickler die Titel auf die entsprechende Hardware von AMD ausrichten.

Computerbase wiederum schreibt, dass die Radeon RX 6800 im Vergleich zur GeForce RTX 3070 7 bis 9 Prozent mehr FPS in Ultra-HD liefert. In WQHD seien es 3 bis 6 Prozent. Die GeForce RTX 2080 Ti läge ebenso hinten. Im Vergleich zur grösseren Schwester sei die 6800 17 Prozent langsamer. Den Vorgänger 5700 XT schlägt die Karte um fast 90 Prozent.

Golem schreibt, dass die App-Performance mau ausfällt. Das sei primär auf die fehlende Software-Unterstützung zurückzuführen, wo Nvidia mit der CUDA-Schnittstelle dominiere. Bei klassischen Rasterization-Spielen sei AMD jedoch wieder eine Konkurrenz für Nvidia.

Zu guter Letzt schreibt Igor’sLab, dass die technische Umsetzung der Radeon-Karten im Referenzdesign sehr gut sei. Die Leistungsaufnahme bei den Radeon-Karten überzeug mehr als bei Nvidia. Auch die Kühlperformance und Geräuschentwicklung sei sehr gut, wobei die RX 6800 XT gar noch besser sei. Die RX 6800 bezeichnet Igor als Kauftipp, weil die Karte derzeit keine Gegenspielerin habe.

Sobald ich eine in die Finger kriege, mache ich meine eigenen Benchmarks. Um das nicht zu verpassen, folgst du am einfachsten meinem Autorenprofil und kriegst eine E-Mail, sobald der Test online ist.

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Kevin Hofer
Kevin Hofer

Editor, Zürich

Technologie und Gesellschaft faszinieren mich. Die beiden zu kombinieren und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, ist meine Leidenschaft.

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