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Schutzschirmverfahren eingeleitet: Devolo stellt sich neu auf

Jan Johannsen
Hamburg, am 08.02.2022

Devolo hat ein Schutzschirmverfahren begonnen. Klingt beunruhigend, die Firma selber schaut aber entspannt in ihre Zukunft.

Bei Devolo sind die Lager voll. Das führt zu Liquiditätsproblemen. Von einer Zahlungsunfähigkeit sei das Unternehmen aber weit entfernt. Die Restrukturierung soll nur wenige Monate dauern.

Kunden sollen nichts merken

Im Kundensupport und bei Softwareupdates soll es keine Veränderungen und keine Verzögerungen geben. «Der Geschäftsbetrieb der Devolo AG läuft während des gesamten Restrukturierungsprozesses in vollem Umfang weiter», erklärt Pressesprecher Marcel Schüll auf Anfrage.

Die Sanierung soll in wenigen Monaten abgeschlossen sein. «Unser Kerngeschäft sowie das operative Business sind gesund. Zudem sind die Marktaussichten positiv», zeigt sich Heiko Harbers, der Vorstand der Devolo AG, optimistisch. Mittel- bis langfristig rechnen die Verantwortlichen bei Devolo mit positiven Geschäftsaussichten. Im Powerline-Bereich sei man Marktführer und das Interesse an Smarthome-Technologien werde weiter wachsen.

Viel bestellt, aber nicht alles verkauft

Das sogenannte Schutzschirmverfahren ist Teil des deutschen Insolvenzrechts. Devolo legt Wert darauf, keine Insolvenz angemeldet zu haben. Und genau die soll das Schutzschirmverfahren auch verhindern. Es soll – vereinfacht gesagt – Restrukturierungen ermöglichen, wenn sich Zahlungsprobleme andeuten, aber noch nicht auftreten.

Im Fall von Devolo sind es die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Chip-Krise. So musste die Firma nach eigenen Angaben frühzeitig Ware bestellen, um nicht von Lieferengpässen betroffen zu sein. Allerdings entwickelte sich der Absatz ab dem zweiten Quartal 2021 nicht so wie erwartet. Die Leute kauften weniger ein und Anfang 2022 verfügte das Unternehmen über einen hohen Lagerbestand, der wiederum zu einem Liquiditätsengpass führte. Zudem habe der Chipmangel dafür gesorgt, dass Produkte für Projektgeschäfte mit Netzbetreibern nicht verfügbar waren.

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Jan Johannsen
Content Development Editor
jan.johannsen@galaxus.de

Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Galaxus.de. 


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