Trailer Tuesday: James Bond, Wonder Woman 1984, Ghostbusters: Afterlife

Trailer Tuesday: James Bond, Wonder Woman 1984, Ghostbusters: Afterlife

Luca Fontana
Luca Fontana
Zürich, am 10.12.2019

Was für eine Woche. Sieben – sieben! – neue Trailer habe ich für dich im Köcher. Na, wenn das mal kein Trailer-Tuesday-Feuerwerk gibt. Mein persönlicher Trailer-Favorit steht übrigens gar nicht im Titel da oben: «Togo».

Es gibt Wochen, da gibt es kaum nennenswerte Trailer. Oder nur so richtig miese. Diese Woche ist keine davon. Diese Woche ist der Jackpot aller Trailer-Tuesday-Wochen. Sieben Stück habe ich für dich ausgewählt.

Ein Trailer besser als der andere.

Togo

Es ist 1925. In Nome, einem kleinen Ort im Westen Alaskas, bricht Diphtherie aus: Eine hochansteckende Infektionskrankheit, die sich rasend schnell verbreitet und vor allem Kinder innert Tagen in den Tod reisst. Das Gegenmittel ist gefunden. Wartet in Anchorage – über 1600 Kilometer entfernt.

Strassen zwischen Anchorage und Nome gibt es keine. Einer der fürchterlichsten Winterstürme der damaligen Zeit macht den Einsatz von Flugzeugen unmöglich. Eine Schlittenhundestaffette soll die Rettung bringen. Von Nome nach Anchorage und wieder zurück – in nur fünf Tagen. Togo, der mittlerweile 12-jährige Schlittenhund des Mushers Leonard Seppala (Willem Dafoe), steht das längste und schwierigste der insgesamt 20 Teilstücke bevor.

Der Stafettenlauf, der als Serum Run to Nome in die Geschichte eingeht, kennt in den USA jedes Kind. Disney hat einen Film daraus gemacht und bringt ihn auf seine neue Streamingplattform. Die Bilder sind episch. Die Musik auch. Togo, der Schlittenhund, ist nicht computeranimiert – gottseidank. Und um zu wissen, dass Oscarpreisträger (Pardon: Oscarnominierter) Willem Dafoe grossartig sein wird, braucht es keinen Wahrsager. Ich bin verdammt gespannt auf den Film.

Startdatum: 20. Dezember 2019, Disney+

Mulan

Beim ersten Teaser-Trailer hatte ich noch ein etwas komplizierteres Verhältnis zum Live-Action-Mulan-Remake: Ich mochte die Idee nicht, dass die Live-Action-Version auf die Songs seiner 1998er-Zeichentrick-Vorlage verzichtet. Und noch weniger das Fehlen ikonischer Charaktere wie etwa Drache Mushu und Generalssohn Li Shang.

Ich meine: «Mulan» ohne «I'll Make A Man Out Of You»? Nein, danke.

Aber: Wenn sich die bisherigen Live-Action-Verfilmungen Disneys etwas vorwerfen lassen müssen – so gut sie handwerklich auch gemacht sind –, dann Einfallslosigkeit. «The Lion King» etwa glich in vielen Kameraeinstellungen einer 1:1-Verfilmung des oscarprämierten Zeichentricks. Fragt sich, wo da der Mehrwert bleibt. Live-Action-Mulan hingegen versucht, sich vom Zeichentrick abzugrenzen und soll laut Regisseurin Niki Caro mehr aufs alte, chinesische Volksgedicht als auf Disneys Version basieren. Als «anmutiges, mädchenhaftes Martial-Arts-Epos» hat sie den Film bezeichnet.

Dazu braucht es Mut. Wäre es nun fair, dem Film genau das vorzuwerfen, was ich und so viele andere Fans in anderen Live-Action-Remakes vermisst haben? Wohl kaum. Darum will ich dem neuen «Mulan» eine faire Chance geben. Kritisieren kann ich danach immer noch.

Kinostart: 27. März 2020

James Bond: No Time to Die

Zwei Sekunden. Eine Note – zweimal hintereinander gespielt. Das «James Bond»-Fieber packt mich. Der Aston Martin – spätestens seit «Skyfall» sowas wie Bonds Lieblingsvehikel – und die beiden Gatling Guns, die zum Schluss aus dessen Scheinwerfern kommen, helfen.

Daniel Craig wird wohl zum letzten Mal in die Rolle des Doppel-Null-Agenten schlüpfen. Hoffen wir, dass es ein würdiger Abschluss eines Bond-Darstellers wird, der anfangs kaum umstrittener, aber zum Ende hin nicht minder weniger gefeiert hätte sein können.

Kinostart: 2. April 2020

Wonder Woman 1984

Ah, Retro: Man nehme einen 1980er-Jahre Song, unterlegt ihn einem eigentlich generischen Trailer und voilà – Level of Awesomeness over 9000. Marvel hat’s mit «Thor: Ragnarok» und Immigrant Song von Led Zeppelin vorgemacht (okay, ein 1970er-Jahre-Song). DC zieht mit «Wonder Woman 1984» und Blue Monday von New Order nach. Und weisst du was? Ich bin total Fan davon. Oder Opfer des Systems. Such dir was aus.

Kinostart: 5. Juni 2020

Free Guy

Ryan Reynolds und Taika Waiti. Kommt mir bekannt vor. Haben die nicht irgendwo schon mal zusammen gespielt? Falls ja, dann muss das ein verdammt guter Film gewesen sein. Zwei total talentierte Schauspieler im gleichen Film – da kann nichts falsch laufen.

Entsprechend gespannt bin ich auf «Free Guy». Reynolds spielt da einen Banker, der herausrausfindet, dass er ein Nichtspieler-Charakter (NPC) in einem Open-World-Videospiel ist. Also beschliesst er, selbst der Held seiner Geschichte zu werden. Der Trailer sieht schonmal witzig aus.

Kinostart: 3. Juli 2020

Ghostbusters: Afterlife

Viel zeigt der Teaser-Trailer ja nicht. Ausser, dass die neuen Ghostbusters nun Kinder sind. Das Ganze versprüht so ein bisschen den Vibe von «The Goonies» oder ein etwas kinderfreundlicheres «It: Part 1».

Ganz ehrlich? Ich mag das. Erinnert mich an Steven-Spielberg-Filme der 1980er-Jahre. An meine Kindheit. Und dass Jason Reitman, auf dessen Konto «Thank You for Smoking», «Juno» und «Up in the Air» gehen, das Drehbuch geschrieben und selbst Regie geführt hat, beruhigt mich. Irgendwie.

Kinostart: 8. Juli 2020

The Boys: Staffel 2

Ich kannte «The Boys» nicht, als die erste Staffel vergangenen Juli auf Amazon Prime Video ausgestrahlt worden ist. Da geht’s im Wesentlichen um Superhelden, die genauso vom Rampenlicht, Gewalt und Alkohol korrumpiert sind wie in Orgien-Skandale verwickelte Rockstars oder drogensüchtige Schauspieler. Aber wenn die Superhelden zu sehr über die Stränge schlagen, dann rücken «The Boys» aus.

Die erste, grandiose Staffel endete mit einem Cliffhanger. Laut Teaser-Trailer geht’s 2020 weiter – vermutlich ebenfalls im Juli. Ob das Tempo, mit der die zweite Staffel nachgereicht wird, ein gutes oder schlechtes Zeichen ist? Phuh. Mir wäre lieber, die Macher liessen sich etwas mehr Zeit um eine zweite, genau so geile Staffel zu produzieren wie die erste. Aber was der Teaser-Trailer da zeigt – irgendwie sieht’s eben schon mega cool aus.

Startdatum: Irgendwann 2020, Amazon Prime

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Luca Fontana
Luca Fontana

Editor, Zürich

Abenteuer in der Natur zu erleben und mit Sport an meine Grenzen zu gehen, bis der eigene Puls zum Beat wird — das ist meine Komfortzone. Zum Ausgleich geniesse ich auch die ruhigen Momente mit einem guten Buch über gefährliche Intrigen und finstere Königsmörder. Manchmal schwärme ich für Filmmusik, minutenlang. Hängt wohl mit meiner ausgeprägten Leidenschaft fürs Kino zusammen. Was ich immer schon sagen wollte: «Ich bin Groot.»

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