Bissell CrossWave Pet Pro im Test: Staubsaugen und dabei den Boden wischen

Bissell CrossWave Pet Pro im Test: Staubsaugen und dabei den Boden wischen

Jan Johannsen
Hamburg, am 19.12.2019

Staubsaugen und dabei gleichzeitig den Boden wischen: Das klingt deutlich komfortabler als mein bisheriger Ablauf aus Saugen müssen, um Wischen zu können. Deswegen habe ich mir den Bissel CrossWave Pet Pro direkt geschnappt, als er bei uns im Büro angekommen ist.

Warum die Haustierversion? Es gilt nicht nur die Fliesen vor der Küchenzeile zu wischen und Krümel vom Teppich zu entfernen, sondern auch die Haare von Bürohund Willi verschwinden zu lassen.

Schneller Zusammenbau

Du kannst mit dem CrossWave nicht direkt loslegen. Du brauchst knapp fünf Minuten Vorbereitungszeit. Der Handgriff muss eingesteckt – dauert wenige Sekunden – und der Wasserbehälter gefüllt werden. Eine Packung Reinigungsmittel ist bereits im Lieferumfang enthalten. Erschließen sich dir die Montage oder die Aufstellung der Bodenplatte nicht direkt, hilft ein kurzer Blick in die ausgiebig bebilderte Bedienungsanleitung.

Welcher Untergrund soll gesaugt werden?
Welcher Untergrund soll gesaugt werden?
Der Wassertank.
Der Wassertank.

Der Handgriff des Bissell CrossWave Pet Pro liegt angenehm in der Hand und ist keine Ausrede, nicht zu putzen. Drei Tasten sind an ihm bequem erreichbar. Auf der Oberseite wählst du aus, ob ein Teppich oder eine harte, glatte Fläche gereinigt wird. Über den Knopf im Griff gibst du Wasser auf die Rollenbürste, die mit 3000 Umdrehungen in der Minute rotiert. Knapp zehn Sekunden musst du den Knopf drücken, um die Bürste richtig nass zu bekommen und dann Fliesen, Laminat und ähnliches beim Saugen nebenbei zu wischen. Wenn dein Teppich robust und für eine feuchte Reinigung geeignet ist, kannst du nahtlos wechseln. Hast du einen sehr empfindlichen Teppich, solltest du ihn immer zuerst saugen. Sobald du die Rollenbürste nass gemacht hast, dauert es bis sie wieder komplett trocken ist. Ohne Wartezeit läufst du Gefahr deinen Teppich ungewollt feucht zu machen.

Manchmal braucht der CrossWave zwei Versuche um den gesamten Dreck weg zu bekommen.
Manchmal braucht der CrossWave zwei Versuche um den gesamten Dreck weg zu bekommen.

Die Saugleistung des CrossWave überzeugt mich. Er zieht zwar keine Schneise der Sauberkeit durch unseren Testbereich, aber Staub und anderer Dreck verschwinden spätestens nach den zweiten drüber gehen vom Teppich und die Haare von Willi sind ebenfalls weg. Sein Frauchen ist entzückt, das schafft ihr Staubsauger zuhause nicht. Das Wischergebnis kann sich ebenfalls sehen lassen. Die Fliesen erstrahlen in neuem Glanz. Aber Achtung, der CrossWave ist nur dafür gedacht, sein eigenes Wischwasser wieder aufzunehmen. Bei verschütteten Flüssigkeiten musst du weiterhin zu Wischlappen greifen – und kannst dann anschließend mit dem Nasstrockensauger sauber machen.

Ein Sieb filtert groben Dreck aus dem Wasser

Neben Staub und anderem Dreck saugt der CrossWave auch einen Teil des Wassers wieder ein. Das Gemisch landet in einem Auffangbehälter, der sich unkompliziert entfernen lässt und durch die Feuchtigkeit kommt dir dabei keine Staubwolke entgegen. Ein nasser Dreckklumpen ist allerdings auch nicht der schönste Anblick. Eine Sieb trennt den gröbsten Dreck vom Wasser. Es lässt sich herausnehmen, damit du den Dreck einfach in den Mülleimer umfüllen kannst. Das solltest du regelmäßig machen, da mit zunehmender Menge die Gefahr steigt, dass Dreck an der Seite herunter fällt. Das dreckige Wasser schüttest du anschließend weg. Den Behälter spülst du jedes Mal kurz aus, damit nichts antrocknet. So gut die Kombi beim Saugen und Wischen ist, die Reinigung des Auffangbehälters ist ein Wermutstropfen. Die Bürste musst du zwar auch Reinigen, aber nicht so oft. Du kannst wählen, ob du sie in der kleinen Vertiefung der Bodenplatte im Wasser drehen lässt oder ausbaust und unter den Wasserhahn hälst.

Der CrossWave parkt auf seiner Bodenplatte.
Der CrossWave parkt auf seiner Bodenplatte.
Der «Wischmob kommt nicht ganz an die Fußleiste heran.»
Der «Wischmob kommt nicht ganz an die Fußleiste heran.»

Es gibt noch mehr Dinge, die mir beim CrossWave Pet Pro nicht gefallen und verhindern, ihn als perfekt anzusehen. Er ist ziemlich laut. Das stört selbst dann, wenn fälschlicherweise die Lautstärke als Hinweis auf die Saugkraft gedeutet wird. Und bei der Leistung liegt der CrossWave mit 560 Watt am unteren Ende der durchschnittlichen Leistung der Staubsauger in unserem Sortiment. Das Kabel ist 7,62 Meter lang und damit für einen Raum in der Regel ausreichend. In vielen Wohnungen wirst du nicht mit einer Steckdose auskommen, sondern wirst das Kabel umstecken müssen. Es gibt keine Kabeltrommel, du kannst das Kabel nur um eine Halterung an der Haltestange herum aufwickeln. Beim Saugen wirst du es aber meist komplett abnehmen und dann liegt es im Weg. Mich hat das Kabel bereits nach wenigen Minuten so gestört, dass für mich nur die kabellose Variante in Frage kommt. Die gibt es allerdings nicht als Haustiervariante.

Das Kabel nervt.
Das Kabel nervt.

Die ganze Technik, die du bei anderen Staubsaugern hinter dir herziehst, hängt beim CrossWave Pet Pro an der Stange. Insgesamt wiegt er fast 4,9 Kilogramm und da kommen noch bis zu 820 Millimeter Wasser im Tank dazu. Ein Gewicht, das du beim Saugen nach kurzer Zeit im Arm merkst und das dafür sorgt, dass der Staubsauger nicht besonders wendig ist und du ihn schwerfällig durch die Gegend bewegst. Zum Vergleich: Die meisten kabellosen Staubsauger wiegen mit Akku und ohne Wischfunktion weniger als 3,5 Kilogramm.

Fazit: Gutes Prinzip noch nicht perfektioniert

Das Prinzip aus Saugen und Wischen in einem Gerät gefällt mir und klappt beim Bissel CrossWave Pet Pro sehr gut. Seine Reinigungsleistung überzeugt mich und kommt sogar mit Haustierhaaren zurecht. Mich stören allerdings das hohe Gewicht und das nervige Kabel. Die Säuberung des Auffangbehälters löst keine Begeisterung aus, ist bei Reinigungsgeräten dieser Art aber immer noch ein notwendiges Übel.

Hast du kein haarendes Haustier, kannst du mit dem herkömmlichen CrossWave etwas Geld sparen. Um das nervige Kabel loszuwerden, musst du für den CrossWave Cordless dagegen tiefer in die Tasche greifen.

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Jan Johannsen
Jan Johannsen

Content Development Editor, Hamburg

Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Galaxus.de.

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