Faszinierende Bilder von zehn Jahren Sonnenaktivität
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Faszinierende Bilder von zehn Jahren Sonnenaktivität

David Lee
David Lee
Zürich, am 02.07.2020
Ein Video der NASA zeigt, was die letzten zehn Jahre auf der Sonne los war. Es sind faszinierende Bilder, eingefangen vom Satelliten SDO.

Das SDO (Solar Dynamics Observatory) kreist seit zehn Jahren um die Sonne und hat dabei 425 Millionen Bilder aufgenommen. Dabei fielen 20 Millionen GB (20 Petabyte) Daten an. Die NASA zeigt die zehn Jahre in einem einstündigen Zeitraffervideo. Es geht heiss her, mit vielen parallelen Eruptionen. Aufgrund des elfjährigen Sonnenfleckenzyklus verändert sich das Gesamtbild im Lauf der Jahre. Im Februar 2014, dem Sonnenflecken-Maximum, siehst du deutlich mehr Action als 2020.

Eine Stunde ist lang, wenn du nicht meditieren willst. Kein Problem: In der Beschreibung auf Youtube findest du die Highlights der zehn Jahre. Zum Beispiel, wenn die Venus vor der Sonne durchläuft. Ein extrem seltenes Ereignis, das erst 2117 wieder eintreffen wird. Bei den Highlights linkt die NASA nicht bloss auf die richtige Stelle im Zeitraffervideo, sondern auch auf ein separates Video, welches das Ereignis länger, grösser und besser zeigt. Hier zum Beispiel eine Eruption vom 31. August 2012, die auch von anderen Satelliten eingefangen wurde.

Was im Zeitraffervideo gezeigt wird, sind keine sichtbaren Lichtwellen, sondern extremes Ultraviolett. Das ist Ultraviolett mit sehr kurzen Wellenlängen, die auf der Erde natürlicherweise gar nicht vorkommen. Damit lassen sich Aktivitäten der äussersten Atmosphärenschicht der Sonne abbilden.

Das SDO kann neben dem extremen Ultraviolett zwölf weitere Wellenlängenbereiche einfangen. Jede Wellenlänge dient einem anderen Zweck und wird zur Verdeutlichung mit einer anderen Farbe dargestellt. Das ist der Grund, warum die Sonne im Video in Senfgelb dargestellt wird. Mehr Infos dazu findest du auf dieser Seite der NASA.

Quelle: NASA
Quelle: NASA

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David Lee
David Lee

Senior Editor, Zürich

Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere.

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