Fototipp: Einstellungen auf SD-Karte speichern

Fototipp: Einstellungen auf SD-Karte speichern

David Lee
David Lee
Zürich, am 23.06.2020
An einer Kamera kannst du sehr vieles einstellen und verstellen. Spätestens wenn du anfängst, Tasten und Menüs individuell anzupassen, wäre es praktisch, das komplette Set auf die SD-Karte zu schreiben. Bei einigen Geräten geht das.

Bei meiner Nikon D7500 kann ich die Kameraeinstellungen auf die SD-Karte abspeichern. Leiht jemand meine Kamera aus und stellt alles um, muss ich hinterher nicht jeden Menüpunkt kontrollieren. Ich lade meine Einstellungen von der Karte und weiss, dass wieder alles so ist, wie es für mich passt. Ich könnte die Karte auch in einer anderen D7500 einschieben und dort sofort mit meinen persönlichen Einstellungen loslegen.

An meiner eigenen Kamera benötige ich diese Funktion sehr selten. Auf der Redaktion jedoch teilen sich 16 Personen zwei Kameras. Jeder hat andere Vorstellungen, wie das Gerät eingestellt sein muss.Ich fotografiere meistens mit ISO-Automatik, scheine damit aber weit und breit der einzige zu sein. Es ist zwar keine grosse Arbeit, das umzustellen, doch das Problem ist, dass es ganz viele Einstellungen gibt und man ziemlich sicher eine davon vergisst.

Seit kurzem weiss ich: Auch unsere beiden Sony a6400 können Einstellungen auf die Karte speichern. Fortan verwende ich nur noch meine eigene Karte und lade meine Einstellungen von dort.

Nicht sehr verbreitet

Leider ist die praktische Funktion keineswegs Standard. Ausser bei Sony, dort können es so ziemlich alle Systemkameras. Bei Nikon können es alle bis auf Einsteigermodelle (D5600) und ganz alte Geräte. Das Feature ist zum Beispiel bei der Nikon D7000 bis D7500, D850, D750, Z6 und Z7 enthalten.

Einstellungen speichern mit der Nikon D7500
Einstellungen speichern mit der Nikon D7500

Bei anderen Marken gibt’s die Funktion entweder gar nicht oder nur bei wenigen Modellen. Canon ermöglicht das Abspeichern auf der Karte bei den absoluten Spitzenmodellen EOS 1D und 1D X. Bei Panasonic können es zumindest die Modelle Lumix GH5, GH5s und G9.

Fujifilm-Kameras können die Einstellungen nicht auf die SD-Karte speichern. Ein Backup auf dem PC ist aber mit Hilfe der Software X Acquire möglich.

So funktioniert es bei Nikon

Bei Nikon kannst du nur ein Einstellungs-Set pro Kameramodell und Karte speichern. Es werden sämtliche Einstellungen gesichert, also zum Beispiel auch veränderte Tastenbelegungen oder Copyright-Infos in den Exif-Daten.

Gehe ins Systemmenü (das mit dem Schraubenschlüssel) und blättere bis zum Eintrag «Einst. auf Speicherkarte». Er ist ziemlich am Ende des Menüs.

Speichere dann die Einstellungen mit dem Befehl «Einstellungen speichern». Es gibt keine Rückmeldung. Auf der Karte wird eine Datei gespeichert, die je nach Kameramodell ein wenig anders heisst, aber etwas in der Art von «ncsetup.bin». Die Datei darf nicht umbenannt werden.

Am gleichen Ort im Menü kannst du die Einstellung wieder laden.

Einstellungen speichern bei Sony

Im Gegensatz zu Nikon speichert Sony nur die Aufnahmedaten ab. Systemeinstellungen werden nicht geändert. Pro Kamera kannst du bis zu vier Einstellungs-Sets auf der Karte speichern.

Im Kamera-Menü klickst du dich zu «MR Speicher» und dann die OK-Taste. Nun siehst du alle aktuellen Einstellungen. Wichtig ist, dass du einen der Speicherplätze auswählst, die mit «M» beginnen. Also nicht 1, 2 oder 3, sondern M1, M2, etc. Ansonsten werden die Einstellungen im internen Memory der Kamera gespeichert.

Canon und Panasonic

Dieser Support-Eintrag beschreibt auf Englisch, wo du die Funktion in der Canon EOS 1D, 1D X, 1D X Mark III etc. aktivierst. Kurz gesagt: Schraubenschlüssel-Tab, Seite 4.

Das Video erklärt (ebenfalls auf englisch), wie das Speichern und Laden bei Panasonic funktioniert. Hier lassen sich bis zu 10 Sets mit beliebigen Dateinamen speichern. Laut Benutzerhandbuch werden Datum und Uhrzeit sowie persönliche Daten wie WLAN-Passwort und Daten zur Gesichtserkennung nicht gespeichert.

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David Lee
David Lee

Senior Editor, Zürich

Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere.

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