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Kreativer Still-Hack: Britischer Vater überlistet Baby mit Mama-Maske

Katja Fischer
Katja Fischer
Zürich, am 08.02.2022

Das Video sorgt für Schmunzeln: Weil seine Tochter nur die Milch von seiner Mutter akzeptiert, imitiert ein britischer Vater seine Frau. Kann dieser Still-Trick tatsächlich funktionieren?

Die elf Monate alte Celine aus London weiss genau, was sie will: von ihrer Mutter gestillt werden. Und zwar ausschliesslich. Den Schoppen mit Muttermilch verweigert das kleine Mädchen hartnäckig – ein Thema, das viele Eltern von Stillkindern kennen.

Celines Vater Irvin Mavromara schafft es aber dank eines Hacks, den er laut britischer «Daily Mail» im Netz findet, sein Mädchen zu überlisten. Er druckt ein Bild seiner Frau aus, setzt es als Maske auf sein Gesicht, schneidet ein Loch in sein T-Shirt und befestigt die Flasche an seiner Brust. Es klappt: Tatsächlich trinkt seine Tochter genüsslich daraus, wie er in einem kurzen Video demonstriert.

Videoclip geht viral

Mutter Rania hält die skurrile Szene schmunzelnd fest. «Ich fand es urkomisch», wird sie zitiert. Jetzt sorgt die Familie mit dem Clip weltweit für Lacher – das Video geht seit Veröffentlichung Ende Januar viral, Medien berichten darüber.

Alles nur Fake? Oder einfach ein Glücksfall? Nicht unbedingt. «Das kann durchaus funktionieren», sagt Stillberaterin Annette Saloma von La Leche League (LLL) Schweiz. Trotzdem sei der Clip mit Vorsicht zu geniessen – weil wenig über die Hintergründe bekannt sei. «Ich glaube nicht, dass das Kind nur dank der Maske trinkt», sagt die Expertin. «Vielleicht hatte es einfach grossen Hunger und hat darum nachgegeben.» Mama-Foto hin oder her.

Das Kind checke vermutlich schon, dass es sich nicht um seine Mutter handelt, sagt Annette Saloma weiter. Denn Faktoren wie der Geruch oder die Stimme spielten beim Stillen eine grosse Rolle. «Deshalb raten wir in der Stillberatung davon ab, die Mutter zu imitieren.»

Grosses Thema, viele Möglichkeiten

Laut der Expertin gibt viele andere Möglichkeiten, wenn das Kind den Schoppen verweigert. Die Milch in einem Becher zu geben zum Beispiel, mit Löffel oder Spritze. Wegen einer möglichen Saugverwirrung oder Schoppenpräferenz rät sie davon ab, das Trinken aus der Babyflasche zu üben. Man müsse Geduld haben und dürfe sich nicht stressen lassen. «Dass Kinder den Schoppen verweigern, ist nicht ungewöhnlich und ein grosses Thema. Aber man sollte es nicht zum Problem machen.»

Denn meistens klappe es im Ernstfall dann plötzlich doch, wenn die Mutter ausser Haus sei. «Es ist noch kein Kind in der Fremdbetreuung verhungert.» Der Still-Trick der britischen Familie sei in ihren Augen jedenfalls nicht empfehlenswert. Auch wenn er durchaus kreativ sei.

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Katja Fischer

Anna-und Elsa-Mami, Apéro-Expertin, Gruppenfitness-Enthusiastin, Möchtegern-Ballerina und Gossip-Liebhaberin. Oft Hochleistungs-Multitaskerin und Alleshaben-Wollerin, manchmal Schoggi-Chefin und Sofa-Heldin.


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