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Produkttest

Meine Sukkulenten testen das Solarium

Ab auf die Sonnenbank: Das habe ich für meine Sukkulenten beschlossen und sie unter Pflanzenlampen gesetzt. Dabei erlebte ich nicht ganz die erwünschte Erleuchtung.

Die Tage werden wieder heller – nur mein Wohnzimmer nicht. Die Sonne steht noch zu niedrig und kurz am Himmel, damit meine Pflanzen genug Licht abbekommen. Einige Sukkulenten-Stängel sind schon etwas lang und schrumpelig und einzelne Blätter fallen ab.

Höchste Zeit, Pflanzenlampen zu testen. Und zwar solche, die ich nicht aufstellen muss, sondern die ich platzsparend anklipsen kann: die Sansi LED-Pflanzenlampen.

Einfache Installation, aber Kabelsalat

Drei Stück sind in der Packung enthalten. Das sind rund 40 Franken pro Lampe – nicht gerade günstig. Immerhin überzeugt mich die Qualität beim Auspacken: Lampenclip, -hals und -kopf wirken stabil und hochwertig. Und angebracht sind sie im Handumdrehen.

Montage

Ich lasse auf jeder Etage des Regals einen Clip zuschnappen. An den Topfrändern würden sie auch halten. Das gefällt mir optisch aber weniger, da die Clips an den kleinen Töpfen etwas klobig wirken.

Klappe zu, Regal nicht tot: Hier hält alles.
Klappe zu, Regal nicht tot: Hier hält alles.

Ausrichtung

Ich richte die drei Schwanenhälse auf meine Sukkulenten aus. Welchen Abstand ich einhalten muss und welche Breite das Licht abdeckt, ist im Benutzerhandbuch nicht aufgeführt. Ich halte mich an 20 bis 40 Zentimeter Abstand und 20 bis 35 Zentimeter Abdeckung von vergleichbaren Pflanzenlampen. Dass sich die Lampen um 360 Grad drehen lassen, ist sehr praktisch. Dadurch kann ich sie so zurechtbiegen, damit sie – wie laut Sicherheitshinweis – keinem Menschen oder Tier direkt in die Augen strahlen.

Kopfüber: Die Pflanzenlampe lässt sich in alle Richtungen drehen.
Kopfüber: Die Pflanzenlampe lässt sich in alle Richtungen drehen.

Stromanschluss

Ich schliesse die drei Netzschalter an die jeweiligen Netzstecker an (ein Kabel ist jeweils etwa drei Meter lang) und stecke alles in einen Dreifachstecker – weil die Netzstecker nebeneinander keinen Platz haben.

Was für ein Kabelsalat: Die drei separaten Stecker sind etwas störend.
Was für ein Kabelsalat: Die drei separaten Stecker sind etwas störend.

Die drei separaten Stecker führen zu einem ziemlichen Chaos – schade, dass sich die einzelnen Anschlüsse nicht auf einen einzigen Stecker bündeln lassen. Auch die drei Einschaltknöpfe muss ich alle einzeln drücken. Naja: Es werde Licht!

So lange und hell, wie's geht!

Aber wie lange und wie stark? Das kann ich nun an den zwei Schaltern über dem Einschaltknopf festlegen.

  • Mit der Zeitschaltuhr kann ich die Beleuchtungsdauer auf drei, sechs oder zwölf Stunden einstellen. Ich entscheide mich für die längste Option, die nun jeden Tag zur gleichen Zeit startet. Bei drei 10-Watt-Lampen ergibt das täglich 360 Wattstunden – der Stromverbrauch bleibt einigermassen überschaubar, zumal ich nur einzelne Pflanzen gezielt beleuchte.
  • Mit dem +/- regle ich die Helligkeit. Vier Stufen stehen mir zur Verfügung: 25 Prozent, 50 Prozent, 75 Prozent und 100 Prozent Leuchtkraft. Auch hier wird im Benutzerhandbuch nicht ersichtlich, welche Stufe für welche Situation geeignet ist. Ich wähle die höchste.
Am Steuerelement kann ich Beleuchtungszeit (oben) und Helligkeit (Mitte) festlegen.
Am Steuerelement kann ich Beleuchtungszeit (oben) und Helligkeit (Mitte) festlegen.

Wow, das ist wirklich hell! Kein Wunder: Die drei Pflanzenlampen bieten ein Vollspektrumlicht. Vereinfacht gesagt: Sie geben nicht nur einzelne Lichtanteile ab, sondern die ganze Bandbreite, die Pflanzen für Photosynthese, Wachstum und Blattbildung brauchen. Diese reicht von Blau (fördert das Blattwachstum) über Grün (unterstützt die Pflanzengestalt) bis hin zu Rot und Fernrotlicht, das knapp jenseits des roten sichtbaren Lichts liegt (fördert Blüte und Fruchtbildung). Also so, als würden sie draussen im Tageslicht stehen.

Das ist schon etwas gewöhnungsbedürftig. Da ich im Wohnzimmer sonst überall warmes Licht verwende, blenden die Pflanzenlampen mit 4000 Kelvin Farbtemperatur (neutralweiss) ziemlich. Man muss schon ein grosser Pflanzenfan sein, um darüber hinwegzusehen. Oder eine tiefere Helligkeitsstufe wählen. Mache ich aber – vorerst – nicht. Ich möchte das Maximum herausholen ...

Da tut sich was

Nach zwei Wochen kann ich die erste Veränderung wahrnehmen. Mein Pachyphytum oviferum hat schon etwas vollere Blätter und sich in Richtung der Lampe gedreht. Und auch die Crassula ovata scheint sich etwas aufgerichtet zu haben. In ein paar weiteren Wochen kann ich mehr sagen. Bis jetzt bin ich ganz zufrieden, auch wenn ich mit Fragen zur Lichtabdeckung und den optimalen Abständen zurückbleibe.

Dem Geldbaum gefällt die Beleuchtung. Ob bald 100-Franken-Noten spriessen?
Dem Geldbaum gefällt die Beleuchtung. Ob bald 100-Franken-Noten spriessen?

Mittlerweile sitze ich sogar neben den Pflanzenlampen auf dem Lesesessel und verschlinge – im Vollspektrumlicht – einen interaktiven Krimi. Ich muss schliesslich genau hinsehen, wer der Mörder sein könnte. Und dass ich nicht über die drei Kabel stolpere ...

Welche Erfahrungen hast du mit Pflanzenlampen gemacht? Schreibe es in die Kommentare.

Fazit

Viel Licht und Kabel, zu wenige Infos

Die anklippbaren LED-Pflanzenlampen sind platzsparend, schnell installiert und lassen sich flexibel in alle Richtungen drehen. Die Verarbeitung ist hochwertig und das Vollspektrumlicht deckt alle Pflanzenbedürfnisse ab. Was Chaos verursacht, sind jedoch die Stecker. Jede Pflanzenlampe hat einen separaten Stromanschluss. Ein integrierter Verteiler wäre praktischer. Ausserdem wäre es wünschenswert, dass im Benutzerhandbuch aufgeführt wird, welcher Abstand zu den Pflanzen eingehalten werden sollte und welchen Lichtbereich die Lampen abdecken.

Pro

  • platzsparend, da anzuklippen
  • flexibel (durch 360 Grad drehbare Schwanenhälse)
  • einfache Installation
  • umfangreiches Vollspektrumlicht
  • hochwertige Verarbeitung

Contra

  • Kabelchaos durch drei separate Stecker
  • unklare Abdeckungsbereiche und Abstände zu Pflanzen

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Ich liebe alles, was vier Beine oder Wurzeln hat – besonders meine Tierheimkatzen Jasper und Joy sowie meine Sukkulenten-Sammlung. Am liebsten pirsche ich auf Reportagen mit Polizeihunden und Katzencoiffeurinnen umher oder lasse in Gartenbrockis und Japangärten einfühlsame Geschichten gedeihen. 


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