

Was hilft gegen Einsamkeit? Eine ungruselige Gespenstergeschichte ab 3 Jahren
Das kleine Gespenst lädt zur Schlossparty, aber alle sagen ab. Wie umgehen mit der Enttäuschung? Ein Kinderbuch für alle ab drei Jahren über Einsamkeit, Mut und Freundschaft.
Das kleine Gespenst lebt in einem Schloss, das nachts genau das ist, was Schlösser eben sind: groß, still und ein wenig unheimlich.Besonders, wenn man dort allein umhergeistert. Die Einsamkeit zu vertreiben ist in der Theorie ganz einfach: Das Gespenst braucht Gesellschaft. Aber wie findet man Freunde, wenn man sich einsam fühlt?
Worum es geht: Einsamkeit, Absagen und trotzdem weitermachen
Um nicht länger allein durch die leeren Hallen zu spuken, schmiedet das Gespenst einen Plan: Es will eine Übernachtungsparty veranstalten und lädt dazu die Tiere der Umgebung ein. Doch Maus, Schnecke, Frosch und Co. haben alle schon etwas vor. Eine Absage folgt der nächsten und das Gespenst verliert langsam den Mut. Es zweifelt an sich selbst und wird immer frustrierter. Die kleinen Zuhörerinnen und Zuhörer spüren mit: Das unangenehme Gefühl, abgelehnt zu werden, bekommt Raum, wird ernst genommen, aber nicht dramatisiert.

Dann wendet sich das Blatt. Wie genau, bleibt hier ein Geheimnis. Nur so viel: Am Ende findet die Party statt und das Gespenst erkennt, dass aus kleinen, mutigen Schritten etwas Großes entstehen kann.
Niedlich statt gruselig: ideal fürs Abendritual
Das Buch eignet sich als Vorlesegeschichte ab drei Jahren. Ein Gespensterbuch vor dem Schlafengehen? Klingt riskant, ist es aber nicht. Dieses Gespenst ist alles andere als furchteinflößend. Die kleine, liebenswerte Figur ist kein Gruselmeister, sondern ein Charakter, den Kinder sofort ins Herz schließen. Sie erkennen Enttäuschung, Hoffnung und Erleichterung in seiner Mimik und fiebern mit – ohne Angst zu haben.
Die 32 Seiten bieten für ein Vorlesebuch ab drei Jahren relativ viel Text. Es kann also passieren, dass die eine oder der andere schon vor dem Ende der Geschichte einschläft.
Unabhängig lesbar: Band 2 funktioniert auch ohne Band 1
«Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte» ist der zweite Teil einer Kinderbuchreihe. Der erste Band («Vom Gespenst, das nicht schlafen konnte») behandelt ein anderes Thema, das viele Kinder beschäftigt: Was tun, wenn der Kopf abends nicht zur Ruhe kommt und das Einschlafen einfach nicht klappen will?

Beide Bücher stehen für sich und können unabhängig voneinander gelesen werden.
Fazit
Ein Bilderbuch über Einsamkeit, das berührt
Pro
- liebevolle Gestaltung
- Gespenstergeschichte ohne Gruselfaktor
- eine Geschichte, die Mut macht
Contra
- für kleine Kinder etwas viel Text
Wissenschaftsredakteurin und Biologin. Ich liebe Tiere und bin fasziniert von Pflanzen, ihren Fähigkeiten und allem, was man daraus und damit machen kann. Deswegen ist mein liebster Ort immer draußen – irgendwo in der Natur, gerne in meinem wilden Garten.
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