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Jan Johannsen
Product test

Xiaomi 17 Ultra im Test: Eine Kamera weniger und trotzdem besser

Das Xiaomi 17 Ultra muss mit einer Telekamera weniger auskommen, diese bietet dafür einen echten optischen Zoom.

Neues Design, eine Telekamera ersetzt zwei Linsen, mehr Power und ein größerer Akku kommen hinzu. Nur die Frontkamera hält bei den vielen Verbesserungen gegenüber dem Vorgängermodell nicht mit.

Weniger Rundungen

Beim Blick auf das Xiaomi 17 Ultra fällt mir sofort auf, dass seine Kanten weniger abgerundet sind als bei seinem Vorgänger. Dadurch wirkt es kompakter und gefällt mir optisch besser. Mit 8,29 Millimetern (mm) und einem Gewicht von 219 Gramm ist es das bisher dünnste und leichteste Ultra-Modell von Xiaomi. Im Gegenzug ist es breiter und länger geworden. Halte ich beide Smartphones in der Hand, fallen mir die 1,11 mm bis 2,3 mm aber nicht auf. Zumal der Kamerabuckel unverändert massiv bleibt – auch wenn er optisch weniger wuchtig wirkt.

Das Display ist flacher geworden.
Das Display ist flacher geworden.

Xiaomi verbaut im 17 Ultra ebenfalls ein flaches AMOLED-Display ohne abgerundete Kanten. Mit 6,9 Zoll fällt es etwas größer aus und nimmt mit 92,3 Prozent einen höheren Anteil der Fläche des Smartphones ein. Beim Xiaomi 15 Ultra sind es 6,73 Zoll und 89,7 Prozent. Die Auflösung reduziert der Hersteller auf 2608 × 1200 Pixel, aber die Pixeldichte von 461 ppi genügt immer noch für eine scharfe Darstellung.

Die Bildwiederholrate passt sich dynamisch von 1 bis 120 Hertz an den Bildschirminhalt an. Das funktioniert gut und sieht angenehm aus. Die Helligkeit von etwa 1300 Nits reicht für die Nutzung bei Sonnenschein. Xiaomi gibt nur die Spitzenhelligkeit von 3500 Nits an. Diese erreicht das 17 Ultra allerdings nur kurzzeitig mit HDR-Inhalten und nicht im Standardbetrieb.

Das Xiaomi 17 Ultra ist weniger rund als sein Vorgänger.
Das Xiaomi 17 Ultra ist weniger rund als sein Vorgänger.

Beim Schutzglas setzt der Hersteller auf das Xiaomi Shield Glass 3.0 aus eigener Produktion. Das soll 30 Prozent resistenter gegen Stürze sein als die Version 2.0 des Vorgängers. Genauer wird Xiaomi nicht. Das gesamte Gehäuse des 17 Ultra ist nach IP68 wasser- und staubdicht. Zur Not kann das Smartphone bis zu 30 Minuten in 1,5 Meter tiefem und sauberen Süßwasser überstehen.

Nur noch eine Telekamera, die dafür mit optischem Zoom

Xiaomi stattet das 17 Ultra mit einer Telekamera aus. Das Vorgängermodell, das Xiaomi 15 Ultra, verfügte über zwei Telekameras mit Brennweiten von 70 und 100 Millimetern. Ein Rückschritt ist das nicht. Denn die Periskoptelekamera des Xiaomi 17 Ultra umfasst einen Brennweitenbereich von 75 bis 100 Millimetern. Der Bereich dazwischen nutzt einen optischen, keinen digitalen Zoom. Im Vergleich zur Hauptkamera entspricht die Telekamera einem Zoomfaktor von 3,2× bis 4,3×. Ein besonderes Augenmerk hat Xiaomi auf die Reduzierung von Rot- und Grünstichen am Bildrand gelegt und dafür eine APO-Zertifizierung von Leica erhalten.

Auch mit einer Kamera weniger wird die Kameraerhebung nicht kleiner.
Auch mit einer Kamera weniger wird die Kameraerhebung nicht kleiner.

Die weiteren Änderungen am Kamerasystem betreffen die Haupt- und die Frontkamera. Bei der Hauptkamera lässt eine neue Linsenstruktur mehr Licht auf den Sensor fallen. Dieser bleibt ein Zoll groß und ist mit dem Light Fusion 1050L ein neueres Modell als beim Vorgänger-Smartphone. Die Blende ist zudem minimal kleiner geworden. Die Frontkamera verfügt über eine höhere Auflösung, einen größeren Sensor und eine kleinere Blende als beim 15 Ultra.

Eine Telekamera ersetzt zwei Telelinsen

Den Bereich der Telekamera hebt Xiaomi in der Kamera-App optisch hervor. Bei der Nutzung der verschiedenen Zoomstufen fällt aber kein Unterschied zum Vorgänger auf. Beim Fotografieren profitiere ich auch bei den kleineren Brennweiten ab 75 mm von dem größeren Bildsensor, muss aber zeitgleich mit weniger Licht durch die kleinere Blende zurechtkommen.

Bei Tageslicht zeigen sich farbliche Unterschiede, vor allem am roten Backstein auf dem Beispielbild. Das Xiaomi 17 Ultra hat etwas mehr Gelb im Bild, die Aufnahme wirkt dadurch wärmer. Das mag schicker aussehen, die Farbwiedergabe des Xiaomi 15 Ultra passt aber besser zu dem bewölkten und kalten Tag.

Im Nachtmodus tendiere ich klar zum Xiaomi 17 Ultra. Die Farben wirken etwas intensiver, die Aufnahme enthält weniger Rot. Zudem weist sie bis zum Haus im gegenüberliegenden Hinterhof eine höhere Schärfe auf.

Hauptkamera mit neuem Sensor

Der 1-Zoll-Sensor der Hauptkamera ist neu, die wichtigsten Parameter ändern sich aber nicht. Bei Tageslicht sehe ich keine qualitativen Unterschiede zum Vorgänger. Farblich wirkt das Xiaomi 17 Ultra etwas heller und intensiver. Wie bei der Telekamera erkenne ich etwas mehr Gelb im Bild.

Bei Dunkelheit sehe ich im Nachtmodus dezente Unterschiede. Die Bilder des Xiaomi 17 Ultra fallen etwas heller aus. Ich habe keinen eindeutigen Favoriten, tendiere aber zum 15 Ultra.

Ultraweitwinkelkamera ohne Änderungen

Bei der unveränderten Ultraweitwinkelkamera erwarte ich keine Unterschiede. Bei Tageslicht bestätigt sie meine Einschätzung. Sobald es dunkel wird, liefert der Nachtmodus im Vergleich zum Xiaomi 15 Ultra ein helleres Bild, in dem einige Bereiche überbelichtet sind. Mir gefällt die Aufnahme des älteren Smartphones besser.

Eine ganz neue Frontkamera

Die Frontkamera des Xiaomi 17 Ultra ist komplett neu und hat bei Dunkelheit Probleme. Hätte ich das Glas über ihr nicht selbst sauber gewischt, würde ich behaupten, da liegt ein Fettfilm drauf. Die Belichtung im Nachtmodus ist gut, aber die Schärfe lässt sehr zu wünschen übrig.

Viel Power und lange Akkulaufzeit

Bei der Leistung des 17 Ultra wagt Xiaomi keine Experimente und verbaut mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 den aktuell leistungsfähigsten Chipsatz von Qualcomm. Ihm stehen 16 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite. Ich konnte noch nicht alle unsere üblichen Benchmarktests durchführen. Bei den bisher durchgeführten liegt das Xiaomi 17 Ultra mit anderen Smartphones mit dem Chipsatz gleichauf. Namentlich sind das unter anderem das OnePlus 15, das Realme GT8 Pro oder das Honor Magic 8 Pro – und das Xiaomi 17.

Den Silizium-Kohlenstoff-Akku des Xiaomi 17 Ultra erweitert Xiaomi um 590 mAh. Mit 6000 mAh bleibt seine Kapazität in der globalen Version 800 mAh geringer als im chinesischen Modell. Mit 20:41 Stunden misst der Batterietest von PCMark Work 3.0 bei halber Displayhelligkeit eine Laufzeit, mit der du problemlos über den Tag kommst.

Geladen wird über USB-C oder kabellos.
Geladen wird über USB-C oder kabellos.

Beim Laden nimmt das Xiaomi 17 Ultra über die Hypercharge-Schnellladetechnologie bis zu 90 Watt entgegen. Dafür braucht es, wie beim drahtlosen Laden mit bis zu 50 Watt, ein passendes Ladegerät.

HyperOS 3 mit KI, Interkonnektivität und jahrelangen Updates

Ab Werk läuft Android 16 auf dem Xiaomi 17 Ultra. Der Hersteller versieht das Betriebssystem mit seiner Oberfläche HyperOS 3. Neben optischen Anpassungen und Apps von Xiaomi bringt sie eine Reihe an KI-Tools. Sie ergänzen den KI-Assistenten Gemini von Google. Zur Xiaomi HyperAI gehören mehrere Übersetzungstools und generative Werkzeuge für Bilder und Texte.

Xiaomi verbindet immer mehr Geräte mit seinem Smartphone.
Xiaomi verbindet immer mehr Geräte mit seinem Smartphone.

Die Interkonnektivität von HyperOS erweitert Xiaomi um immer weitere Funktionen und Geräte. Mit einem Xiaomi-Account lassen sich mehrere Geräte verbinden und übergreifend nutzen – und das umfasst auch Produkte anderer Hersteller und mit anderen Betriebssystemen als Android.

Mein größter Kritikpunkt an HyperOS bleiben die vielen vorinstallierten Apps. Neben den üblichen von Google kommen teilweise funktionale Dopplungen von Xiaomi und Apps von Drittanbietern hinzu.

Die vorinstallierten Apps von Dritten nerven, lassen sich aber entfernen.
Die vorinstallierten Apps von Dritten nerven, lassen sich aber entfernen.

Xiaomi will das Ultra 17 fünf Jahre lang mit Android-Updates versorgen. Sicherheitsaktualisierungen soll das Smartphone sechs Jahre lang erhalten. Das sind weiterhin nicht die sieben Jahre von Google und Samsung, ein langer Zeitraum bleibt es dennoch.

In a nutshell

Hervorragendes Kamera-Smartphone

Xiaomi liefert mit dem 17 Ultra wieder ein hervorragendes Kamera-Smartphone. Seine Kameras bieten Optionen für verschiedene Motive und überzeugen mit guter Bildqualität. Im Vergleich zum Vorgänger weist vor allem die neue Telekamera Verbesserungen auf. Die Frontkamera schert überraschenderweise aus und hat bei Dunkelheit starke Probleme mit der Schärfe. Wenn du viele Selfies machen willst, würde ich warten, bis Xiaomi den Mangel auf Softwarebene behoben hat.

Ich mag das neue Design des Xiaomi 17 Ultra ohne abgerundete Kanten. Sein Display sieht schön aus, die Rechenleistung ist top und die Akkulaufzeit sehr lang. Auf KI-Tools musst du nicht verzichten und kannst andere Gadgets mit dem Smartphone verbinden. Die vielen vorinstallierten Apps ärgern mich.

Am Ende bleibt der Preis des Xiaomi 17 Ultra trotz all des Lobes sehr hoch, ist aber nicht überteuert. Die Verbesserungen gegenüber dem günstigeren Xiaomi 15 Ultra als Vorgänger summieren sich, bleiben je nach Preisunterschied aber überschaubar.

Pro

  • hervorragende Kameras auf der Rückseite
  • lange Akkulaufzeit
  • flaches Design

Contra

  • unscharfe Frontkamera bei Dunkelheit
  • viele vorinstallierte Apps
Header image: Jan Johannsen

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As a primary school pupil, I used to sit in a friend's living room with many of my classmates to play the Super NES. Now I get my hands on the latest technology and test it for you. In recent years at Curved, Computer Bild and Netzwelt, now at Digitec and Galaxus. 


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