Acer Swift 1 im Test: Und der Akku hält und hält und hält

Acer Swift 1 im Test: Und der Akku hält und hält und hält

Jan Johannsen
Hamburg, am 10.12.2019

Dir ist die Akkulaufzeit wichtiger als die Rechenleistung? Dann könnte das Acer Swift 1 das richtige Notebook für dich sein. Wie lange das Notebook in welchem Tempo durchhält, erfährst du im Test.

Keine Angst, auch wenn das Swift 1 kein Leistungsmonster ist, bietet sein stromsparender Chipsatz genug Power, um im Internet zu surfen, Mails zu schreiben und Office-Anwendungen sowie einfache Spiele zu nutzen.

Swift 1 – SF114-32-P3H1 (14 ", Intel Pentium N5000, 8 GB, 512 GB)
Acer Swift 1 – SF114-32-P3H1
14 ", Intel Pentium N5000, 8 GB, 512 GB
1

Die technischen Daten im Überblick:

  • Chipsatz: Intel Pentium Silver N5000
  • Grafikchip: Intel UHD Graphics 605
  • Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
  • Speicher: 512 GB SDD
  • Display: 14 Zoll Full-HD-Display (IPS, entspiegelt)
  • Akku: Lithium-Ionen, 54 Wh
  • Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung
  • Windows 10 Home

Flaches Aluminiumgehäuse und viele USB-Anschlüsse

Edel und schlicht wirkt das einwandfrei verarbeitete Aluminiumgehäuse des Acer Swift 1. Zusammengeklappt ist das Notebook nur 1,49 Zentimeter dick und bringt – ohne Ladegerät – 1,4 Kilogramm auf die Waage. Damit ist es weder das dünnste noch das leichteste Notebook, bietet sich mit diesen Werten aber trotzdem an, täglich im Rucksack oder in der Laptoptasche herumgetragen zu werden.

Anschlüsse links.
Anschlüsse links.
Anschlüsse rechts.
Anschlüsse rechts.

Trotz der dünnen Bauweise erwarten dich viele Anschlüsse. Auf der rechten Seite befinden sich ein SD-Kartenslot, ein 3,5-mm-Audioanschluss sowie ein USB-2.0-Anschluss. Dieser ist bei der Datenübertragung langsamer als die zwei USB-3.0-Buchsen – zu erkennen an den blauen Bauteilen im Inneren – und der USB-C-Anschluss auf der linken Seite. Dazu gesellt sich noch eine HDMI-Anschluss, um externe Bildschirme anzuschließen.

Full-HD-Display

Mit seiner Displaygröße von 14 Zoll ist das Acer Swift 1 ein sehr durchschnittliches Notebook. Das ist aber kein Nachteil, sondern ein guter Kompromiss zwischen einem möglichst großen Bildschirm und einem kleinen Gehäuse. Klar, die Ränder könnten noch schmaler sein, aber dann müsstest du auch mehr bezahlen. Nur der untere Rand ist ziemlich breit, aber ohne ihn würden Tastatur und Touchpad noch weiter schrumpfen.

14 Zolll und ein breiter Rand unterm Display.
14 Zolll und ein breiter Rand unterm Display.

Die Full-HD-Auflösung mit 1920×1080 Pixel sorgt für ein scharfes Bild. Das entspiegelte IPS-Display trägt seinen Teil zu einer guten Erkennbarkeit bei. Die Farben wirken natürlich und sind angenehm fürs Auge.

Tastatur und Touchpad

Auf dem Acer Swift 1 kannst du sehr bequem schreiben. Ich finde die Handballenablage angenehm groß. Die einzelnen Tasten der Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung weisen einen kurzen Hub sowie klare, knackige Druckpunkte auf. Für einen Nummernblock reichte der Platz allerdings nicht mehr. Dafür ist ein Fingerabdrucksensor vorhanden, mit dem sich der Laptop zuverlässig und schnell entsperren lässt.

Tastatur und Touchpad.
Tastatur und Touchpad.

Das Touchpad ist groß genug, um mit Standardeinstellungen den Cursor ohne den Finger anzuheben über den gesamten Bildschirm zu bewegen. Der oder die Finger – schließlich gibt es Steuergesten mit mehreren Fingern – gleiten ungehindert über das Touchpad, das im unteren Bereich klare Druckpunkte hat.

Fingerabdrucksensor.
Fingerabdrucksensor.

Stereosound

Auf der Unterseite des Swift 1 befinden sich zwei Lautsprecher, die für einen Stereosound sorgen. Dieser fällt für ein Notebook ordentlich aus, allerdings sind die Erwartungen an die Mini-Lautsprecher in den flachen Laptops auch nicht besonders hoch. Das Notebook kommt zwar ohne Lüfter aus und könnte deswegen auch auf weichen Untergründen – Kissen, Sofa, Bettdecke – stehen, aber dann sind die Lautsprecher verdeckt und du hörst nichts mehr, bzw. nur noch sehr dumpf.

Der Akku hält ewig

Der Lithium-Ionen-Akku des Swift 1 bietet mit 54 Wh etwas mehr Leistung als das Acer Aspire 5 und stellt dank seines stromsparenden Chipsatzes dessen Akkulaufzeit von sechs Stunden in den Schatten. Acer verspricht beim Swift 1 bis zu 17 Stunden. Ich habe unter nicht ganz idealen Bedingungen – alle Stromsparoptionen ausgeschaltet und die Bildschirmhelligkeit auf 100 Prozent – Youtube-Videos in Dauerschleife laufen lassen. Den Test musste ich nach einem achtstündigen Arbeitstag mit der Auskunft des Rechners, dass er noch vier Stunden kann, unterbrechen. Am nächsten Morgen wieder eingeschaltet, konnte ich noch drei Stunden lang Videos schauen. Insgesamt komme ich so auf eine Akkulaufzeit von 11 Stunden – mit etwa 15 Stunden im Ruhezustand dazwischen.

Das Display lässt sich fast 180 Grad aufklappen.
Das Display lässt sich fast 180 Grad aufklappen.

Mit Anpassungen an den Einstellungen, kannst du die Akkulaufzeit noch verlängern. Ob bis zu den versprochenen 17 Stunden, weiß ich nicht. Aber selbst so ist die Akkulaufzeit beeindruckend lang und ein großes Argument für das Swift 1. Da können nur wenige Notebooks mithalten.

Leistung

Intel hat den Pentium Silver N5000, den Acer im Swift 1 verbaut, vor etwa zwei Jahren mit dem Ziel konstruiert, möglichst wenig Strom zu verbrauchen. Dass dies gelungen ist, zeigt der Akkutest. Im Gegenzug kannst du keine Spitzenwerte bei der Leistung erwarten, aber für die meisten alltäglichen Anwendungen hat das Notebook, in dem acht Gigabyte Arbeitsspeicher verbaut sind, genug Power. Ein Browser mit etlichen geöffneten Tabs, das E-Mail-Programm, Spotify und Dropbox zum Beispiel sind in zeitgleicher Nutzung kein Problem. Bei großen Excel-Dateien kann es dagegen hakelig werden und bei Spielen solltest du nicht mehr als «Casual Games» spielen wollen. Egal was du dem Swift 1 abverlangst, das Notebook bleibt ruhig. Der Pentium Silver N5000 ist passiv gekühlt und kommt ohne Lüfter aus.

Ein paar Zahlen für die Vergleichbarkeit: Beim CPU-Test von Geekbench 5 schafft das Swift 1 im Single-Core-Modus 450 Punkte und im Multi-Core-Modus 1371 Punkte. Damit erreicht es nur jeweils etwa halb so viele Punkte wie der aktuelle Core i5 im Acer Aspire 5. Im Cinebench R20 reicht es beim Swift 1 für magere 462 Punkte. Die Grafiktests OpenCL und Vulkan bei Geekbench 5 schließt das Swift 1 mit 1821 und 1325 Punkten ab.

Fazit: Marathon statt Sprint

Das Acer Swift 1 ist mehr Marathonläufer als 100-Meter-Sprinter. Es haut seine Power nicht in kurzer Zeit raus und kann dann nicht mehr, sondern teilt seine Kräfte so ein, dass sie möglichst lange halten. Die Akkulaufzeit ist das größte Argument sich das Notebook zuzulegen. Bei der Verarbeitung, beim Display und den Anschlüssen sowie bei Tastatur und Touchpad hat Acer die Hausaufgaben solide erledigt. Da gibt es nichts zu kritisieren, aber auch nichts besonders hervorzuheben. Klar, die Hardware ist schwach, aber eben für viele Dinge doch ausreichend. Ein Langstreckenläufer ist ja schließlich auch flotter als ein Fußgänger. Texte schreiben und im Netz surfen sind kein Problem. Für Spiele oder die Bearbeitung großer Dateien – egal ob Grafiken, Excel-Tabellen oder Videos – solltest du dir ein anderes Notebook zulegen.

  • ReviewComputing

    Acer Aspire 5 im Test: Gelungenes Allround-Notebook

1 Person gefällt dieser Artikel.


User Avatar
User Avatar

Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Galaxus.de. 


Diese Beiträge könnten dich auch interessieren

  • Skeleton Loader

    Skeleton Loader

  • Skeleton Loader

    Skeleton Loader

  • Skeleton Loader

    Skeleton Loader