AMD Radeon RX 7600: Ein kleiner Entwicklungsschritt in der Einsteigerklasse
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AMD Radeon RX 7600: Ein kleiner Entwicklungsschritt in der Einsteigerklasse

Kevin Hofer
25.5.2023

AMDs neuester Grafikkarten-Zuwachs der 7000er-Serie soll vor allem Einsteiger ansprechen. Der Leistungssprung im Vergleich zur Vorgängergeneration ist klein.

Die Radeon RX 7600 ist erst die dritte Karte der RX-7000-Serie. AMD bringt nach den beiden Top-Modellen RX 7900 XT und 7900 XTX eine Karte für Einsteiger und überspringt damit die Mittelklasse erstmal.

Hier die wichtigsten Specs der Karte auf einen Blick:

SpezifikationenRX 7600RX 6650 XTRX 6600
Recheneinheiten / Stream-Prozessoren32 / 204832 / 204832 / 2048
Boost-Taktbis zu 2655 MHzbis zu 2635 MHzbis zu 2490 MHz
Speichergrösse8 Gigabyte GDDR68 Gigabyte GDDR68 Gigabyte GDDR6
Speichertakt2500 MHz2190 MHz1750 MHz
Speicherbandbreite128 Bit128 Bit128 Bit
TBP165 Watt180 Watt132 Watt

Computerbase

Reviewer Wolfgang Andermahr sieht es positiv, dass die Radeon RX 7600 zum Release eine tiefere unverbindliche Preisempfehlung als das Vorgängermodell hat. Viel mehr Lob hat er aber nicht übrig.

In 1080p-Auflösung sei die Karte gerade mal acht Prozent schneller als die RX 6650 XT. Die soeben veröffentlichte Nvidia RTX 4060 Ti sei der neuen AMD-Karte weit voraus und keine Konkurrenz. Die RX 7600 eigne sich fürs Zocken in 1080p-Auflösung. Jedoch müssten je nach Spiel die Details reduziert werden, weil die 8 Gigabyte Videospeicher zu klein bemessen sind. Für noch höhere Auflösungen ist die Karte damit ungeeignet – ausser mit grossen Abstrichen bei den Einstellungen.

Die Leistungsaufnahme in Spielen beträgt gemäss Andermahr 160 Watt und damit 16 Watt weniger als bei der RX 6650 XT. Das sei für den Leistungszuwachs von acht Prozent wenig und sollte von der RTX 4060, die im Juli erscheint, übertroffen werden. Insgesamt könne die neue AMD-Karte nicht überzeugen.

Arstechnica

Für Andrew Cunnigham tritt die RX 7600 an Ort und Stelle. Die neue AMD-Karte sei zwar nicht schlecht und den Vorgängermodellen RX 6600 XT und RX 6650 XT zu bevorzugen. Doch er ist enttäuscht, dass der Leistungs- und Effizienzsprung so gering ist. Auch das Featureset sei nicht wirklich besser als bei den Vorgängern – abgesehen von der AV1-Encoding Unterstützung.

In klassischen Rasterizer-Spielen und den Auflösungen 1080p sowie 1440p liege die RX 7600 gleich auf mit der RTX 3060 12 GB oder schlage sie knapp. In den besten Fällen könne sie sogar mit der RTX 4060 Ti mithalten. Im Vergleich zu den Vorgänger-Karten liege sie nur wenige Prozent vorne.

Immerhin sei der Preis zum aktuellen Zeitpunkt attraktiv. Weitere Vorteile seien die Dimensionen der Referenz-Karte, die in beinahe jeden PC passen dürfte, und dass sie auf einen einzelnen 8-Pin-PCIe-Verbindungsstecker setze.

Die Karte wird ab nächster Woche bei uns verfügbar sein. Wie es mit den Preisen aussieht, ist noch offen.

Titelbild: Screenshot Youtube / Extreme IT

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