
AMD Radeon RX 9050: 4‑GB‑Grafikkarten sind zurück – aber vorerst nur in Fertig‑PCs
Mit der Radeon RX 9050 stellt AMD eine neue Einsteiger-Grafikkarte vor – für 279 US-Dollar mit 8 GB VRAM, oder mit 4 GB, aber nur in Fertig-PCs. Das ist die erste AMD‑Desktop‑GPU mit nur 4 GB VRAM seit 2022.
AMD hat die Radeon RX 9050 auf seiner Website offiziell gelistet – die erste neue Desktop‑GPU von AMD seit rund einem Jahr. Die Karte basiert auf Navi 44 und kommt in zwei Varianten: mit 8 GB GDDR6-VRAM für den freien Verkauf, und eine 4‑GB‑Version, die AMD ausschliesslich für OEMs reserviert. ASRock listete die 4‑GB‑Version kurzzeitig, hat die Seite aber wieder entfernt. Beide Versionen teilen sich die gleiche RDNA‑4‑Architektur mit 16 Compute Units, 16 RT‑Kernen und 1024 Stream‑Prozessoren.
Der Marktstart erfolgt per sofort, zunächst allerdings nur in den Räumen Asien‑Pazifik, Japan und Lateinamerika. In Europa und den USA gibt es die 8‑GB‑Version (zumindest vorerst) nicht zu kaufen. Die Rückkehr der 4‑GB‑Klasse ist kein Zufall: Steigende RAM‑Preise und Komponentenknappheit machen auch bei Grafikkarten wieder Sparmassnahmen nötig.
Die 8‑GB‑Version: 279 Dollar, sparsam und in 1080p brauchbar
Die 8‑GB‑Version kostet 279 US-Dollar (UVP). Sie bietet einen 128‑Bit‑Speicherbus, 32 MB Infinity Cache, 18 Gbit/s Speichertakt und 288 GB/s Bandbreite – und mit einer typischen Leistungsaufnahme (TBP) von 92 Watt ist sie eine der sparsamsten Desktop‑GPUs auf dem Markt.
Laut AMD sind die Werte für 1080p auf mittleren Einstellungen wie folgt: «Cyberpunk 2077» schafft 96 FPS, «Call of Duty: Black Ops 7» 116 FPS, «Forza Horizon 6» 131 FPS. E‑Sport‑Titel laufen deutlich besser – «Counter-Strike 2» erreicht 227 FPS, «Rainbow Six Siege» 206 FPS.
Die 4‑GB‑Version: OEM‑exklusiv und mit halbem Speicherbus
Die 4‑GB‑Version ist eine andere Nummer. ASRock listete sie als «Radeon RX 9050 Challenger 4GB» (hier archiviert abrufbar), bevor die entsprechende Website wieder verschwand. Sie kommt mit 64‑Bit‑Speicherbus (statt 128‑Bit), 4 GB GDDR6-VRAM, 1920 MHz Game Clock und bis zu 2600 MHz Boost. Angeschlossen wird sie über PCIe 5.0, Strom liefert ein 8‑Pin‑Stecker. FSR 4 wird unterstützt.
Für anspruchsvolle aktuelle AAA‑Titel dürfte die Karte selbst bei 1080p nicht wirklich geeignet sein. Tom’s Hardware hat die 4‑GB‑Karte in einem 900‑US-Dollar-Prebuilt von Best Buy entdeckt – zusammen mit einem Ryzen 5 5500, 8 GB DDR4-RAM und einer PCIe 4.0 SSD mit 500 GB.
Der tägliche Kuss der Muse lässt meine Kreativität spriessen. Werde ich mal nicht geküsst, so versuche ich mich mittels Träumen neu zu inspirieren. Denn wer träumt, verschläft nie sein Leben.
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