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Siri bekommt ein Hirn von Google
von Samuel Buchmann

Das Apple Creator Studio kombiniert Software für Musikproduktion, Video- und Bildbearbeitung. Das Kreativpaket gibt es im Abo.
Apple packt mehrere Kreativapps in ein Abomodell. Zuvor gab es diese nur einzeln als Einmalkauf, darunter Final Cut Pro, Logic Pro und Pixelmator Pro. Für 12 Franken (13 Euro) im Monat bekommst du nun eine ganze Ladung kreativer Werkzeuge und Möglichkeiten an die Hand.
Apple hat ihre Software mit diversen Funktionen ergänzt. Für diese müssen die Geräte gewisse Voraussetzungen mitbringen, da sie teilweise die KI Apple Intelligence benötigen.
Mit dem neuen Abomodell bringt Apple eine preiswerte Alternative für die Kreativ-Programme von Adobe auf den Markt – zumindest für Apple-Nutzende. Hier ein Überblick der Neuerungen ab dem 28. Januar 2026.
Die Videoschnittsoftware Final Cut Pro soll mit neuen Updates versorgt werden. Apple erweitert beispielsweise die KI-Tools für englischsprachige Audiospuren. Neu kannst du Transkripte über eine Suchleiste durchforsten, um perfekte Ausschnitte aus stundenlangem Material herauszufiltern. Das ist effizient beim Schneiden von Interviews oder Video-Podcasts. Du kannst sogar nach bestimmten Objekten oder Aktionen im Videomaterial suchen.

Dank einer neuen Beat-Erkennung soll das Schneiden von Videos zu einem bestimmten Rhythmus von Musik schneller gehen. In der iPad-Version findest du zudem neue Funktionen für Montagen. Damit sollst du aus Rohmaterial dank KI Hochformat-Videos generieren können – bestens geeignet für Social-Media-Inhalte.
Apple ergänzt die Musiksoftware Logic Pro mit einem KI-Player für elektronische Musik und nennt ihn Synth Player. Entwickelt hat ihn Apples eigenes Sounddesign-Team. Mit dem Keyboarder für elektronische Musik erstellst du per Knopfdruck neue Parts für dein Musikstück oder einen Ideenschnipsel von dir. Der Player soll sich simpel bedienen lassen.
Deine eingespielten Audioaufnahmen durchlaufen dank des Tools Akkord ID eine KI-basierte Akkorderkennung, die verschriftlicht wird. Das mühsame manuelle Transkribieren entfällt. Ausserdem soll es dank der verschriftlichten Akkorde rasch möglich sein, mit den eigenen Musikstücken zu experimentieren und verschiedene Stile und Genres zu erstellen.

Auch für Logic Pro auf dem iPad gibt es neue Möglichkeiten. Beispielsweise mit Quick Swipe Comping. Ein Tool für Sängerinnen und Produzenten, mit dem du aus mehreren Aufnahme-Durchläufen (Takes) die besten Stellen zu einer wohlklingenden Gesamt-Performance zusammenfügst.
Pixelmator Pro bietet eine praktische Lösung für Bildbearbeitung, Grafikdesign und Malerei, die nun erstmals für das iPad optimiert wurde. Diese Version ist speziell auf Touch-Bedienung und den Apple Pencil zugeschnitten. Pixelmator Pro soll auf dem iPad dank Apple-Chip effizient und einfach nutzbar sein.
Du findest in der Software eine vollständige Ebenenverwaltung. Damit erstellst du Designs mit diversen Elementen, wie Bildern, Formen, Text und Video. Ausserdem findest du bei Pixelmator Pro ein praktisches Verkrümmungswerkzeug, intelligente Auswahl-Tools und Vektormasken. Dank Super Resolution sollst du problemlos Bilder hochskalieren können.

Die Funktionen des Apple Pencil Pro werden vollständig unterstützt. Dazu gehören die Schwebefunktion und das Drehen des Stifts. Zusammen mit einer Reihe druckempfindlicher Pinsel kannst du direkt im Programm malen und zeichnen.
Im Creator Studio inbegriffen ist auch Motion. Mit dem Animationstool erstellst du sowohl 2D- als auch 3D-Effekte. Auch hier liefert Apple intelligente Funktionen, wie die magnetische Maske, die Personen und Objekte isoliert und nachverfolgt. Damit fallen die Greenscreens weg.
Während Logic Pro für das Aufnehmen und Produzieren im Studio gedacht ist, hat Apple Mainstage für Live-Einsätze konzipiert. Du kannst dabei dieselben Instrumente und Effekte nutzen wie bei Logic Pro. Hast du im Studio ein tolles Stück gebastelt, spielst du dieses dann eins zu eins mit Mainstage über den Laptop ohne weiteres Studio-Equipment.
Mainstage lässt sich auch in Kombination mit MIDI-Keyboards, Fusspedalen und Gitarren-Interfaces nutzen.Auch für den Gesang gibt es Funktionen bei Mainstage: Lege Effekte wie Hall, Echo und Pitch-Korrekturen in Echtzeit auf deine Stimme.
Keynote, Pages, Numbers und Freefrom bleiben weiterhin kostenlos. Allerdings erhalten sie im Abo ein paar Premium-Funktionen. So gibt es Premium-Vorlagen und ein Content-Hub mit kuratierten Fotos, Grafiken und Illustrationen. Auch die Bilderstellung und -bearbeitung mit Prompts darf nicht fehlen. Hierfür greift Apple auf die generativen Modelle von OpenAI zurück.
Die Tabellenkalkulation Numbers erhält eine KI-gestützte Möglichkeit, Formeln und Tabellen einzusetzen. Keynote ist Apples Software für das Erstellen von Präsentationen. Ein neues Werkzeug ist zwar erst in der Betaversion nutzbar, soll aber helfen, erste Entwürfe für eine Präsentation zu generieren – ebenfalls mithilfe von Text. Auch Moderationsnotizen aus vorhandenen Folien soll die KI ausspucken.
Für das neue Abo-Paket gibt es laut Apple eine einmonatige kostenlose Testphase. Kaufst du dir einen neuen Mac oder ein iPad, bekommst du drei Monate geschenkt. Keynote, Pages, Numbers und Freeform bleiben kostenlos, allerdings mit eingeschränkten Funktionen gegenüber dem Abo.
Apple Creator Studio gibt es ab dem 28. Januar 2026 im App Store und soll 12 Franken (13 Euro) monatlich oder 120 Franken (130 Euro) jährlich kosten. Studierende und Lehrkräfte bekommen das Abo für 3 Franken/ Euro monatlich oder 30 Franken/ Euro jährlich. Darin enthalten sind:
Einmalkäufe sind weiterhin möglich und lohnen sich je nach Anwendungsfall eher:
Seit ich einen Stift halten kann, kritzel ich die Welt bunt. Dank iPad kommt auch die digitale Kunst nicht zu kurz. Daher teste ich am liebsten Tablets – für die Grafik und normale. Will ich meine Kreativität mit leichtem Gepäck ausleben, schnappe ich mir die neuesten Smartphones und knippse drauf los.
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