
Bluesky startet mit «Communities» Themen-Gruppen à la Reddit
Die Social-Media-Plattform Bluesky bricht mit dem klassischen Twitter-Konzept und führt in den kommenden Monaten sogenannte «Communities» ein. Dort können sich Gleichgesinnte austauschen.
Wenn du Bluesky nutzt, wirst du dort in den kommenden Monaten ein neues Feature namens «Communities» entdecken. Das kündigte der Head of Product Alex Benzer auf der Plattform an. Das sollen Bereiche beziehungsweise Gruppen sein, in denen sich Gleichgesinnte über ein gemeinsames Themengebiet unterhalten können. Das Konzept erinnert an Plattformen wie Reddit, in denen Diskussionen in thematischen Gruppen organisiert sind.
Was sind Feeds, was sind Communities?
Aktuell ähnelt Bluesky in weiten Teilen dem Kurznachrichtendienst Twitter: User können Texte und Bilder teilen, die im Feed anderer Menschen erscheinen und geliked, geteilt und kommentiert werden können. Der Feed bestimmt, welche Beiträge dir angezeigt werden und in welcher Reihenfolge – etwa basierend auf abonnierten Accounts, Themen oder algorithmischen Empfehlungen. Nutzerinnen und Nutzer können auch zwischen verschiedenen Feeds wechseln.
Communities ermöglichen dagegen das Erstellen von Interessengruppen. Nutzerinnen und Nutzer können sich solchen Communities anschließen und darin Beiträge veröffentlichen, wie etwa zum Thema Smarthome, Klemmbausteine oder Häkeln.
Jede Community verfügt über eigene Regeln und Moderationsmechanismen. Dadurch entstehen unterschiedliche Diskussionsräume mit klar umrissenen Themen und Normen. Communities ergänzen die bestehenden Feeds um eine soziale Komponente, die stärker auf Zugehörigkeit und gemeinschaftliche Organisation ausgerichtet ist.
Offene Struktur durch das AT-Protokoll
Technisch baut das Feature auf dem dezentralen Authenticated Transfer Protocol (AT-Protokoll) auf, das auch als Grundlage für Bluesky dient. Es trennt verschiedene Funktionen wie Datenspeicherung, Darstellung von Inhalten und Moderation.
Dadurch ermöglicht das AT-Protokoll dezentrale Netzwerke: Nutzerkonten liegen nicht zwingend auf einer zentralen Plattform wie etwa bei X. Stattdessen gibt es sogenannte «Personal Data Servers» (PDS). So kannst du auch einen eigenen Server betreiben oder den Anbieter wechseln. Auch andere Social-Apps lassen sich mit dem AT-Protokoll realisieren. Einige findest du hier aufgelistet.
Benzer streicht heraus, dass Communities durch das AT-Protokoll eine neue «Struktur für alle» ist: Jeder Dienst, der das AT-Protokoll nutzt, kann Communities unterstützen.
Communities erhalten eigene Websites
Jede Community erhält eine Website und ist über eine URL unabhängig von der Bluesky-App zu erreichen. Administratoren haben laut Benzer vollständige Gestaltungsfreiheit bei ihrer Community-Website.
Zum Start des neuen Features wird es zunächst drei Zutrittsregeln geben, die den Zugang neuer Teilnehmerinnen und Teilnehmer festlegen: öffentlich zugänglich, Zugang auf Anfrage sowie privat ohne öffentliche Auffindbarkeit.
Communities sollen noch dieses Jahr auf Bluesky erscheinen.
Fühlt sich vor dem Gaming-PC genauso zu Hause wie in der Hängematte im Garten. Mag unter anderem das römische Kaiserreich, Containerschiffe und Science-Fiction-Bücher. Spürt vor allem News aus dem IT-Bereich und Smart Things auf.
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