

Der Philips Pro Series 7000 säbelt die Glatze schonend glatt
Der Philips Pro Series 7000 rasiert flexibel und sanft alles ab, was noch auf meinem Kopf spriesst. Schade, dass er dabei so laut ist.
Mein Coiffeur bin ich selbst. Bei meiner Frisur ist das auch nicht schwierig. Lange habe ich mit einem klassischen Trimmer rasiert. Das funktioniert, ich brauche aber ein Gerät, das alles radikal wegkürzt. Darum teste ich Kopfrasierer – in den letzten Wochen den Philips Pro Series 7000.
Handling und Ausstattung: praktischer Doppelgriff
In der Verpackung finde ich mehr Material, als ich erwartet habe: Rasierer, Ladekabel, Abdeckung, aber auch ein hochwertiges Transport- und Aufbewahrungscase. Zusätzlich ein Behälter, um die Klingen des Rasierers vertieft zu reinigen.
Ich fülle Wasser hinein, stecke den Rasierer rein und lasse ihn eine Minute laufen. So werden die Stoppeln ausgespült. Ein praktisches System, das effektiver ist, als den Scherkopf nur unter fliessendem Wasser abzuwaschen. Es reicht, diese Reinigungsprozedur alle zwei oder drei Wochen durchzuführen.

Der Philips Pro Series 7000 fühlt sich hochwertig an. Praktisch ist, dass ich den Rasierer auf zwei Arten halten und nutzen kann. Entweder greife ich ihn klassisch wie einen Stein oder einen Tennisball mit der gesamten Hand. Oder ich fahre mit den Fingern zwischen Scherkopf und Gehäuse – und klemme das dünne Verbindungsstück zwischen Zeige- und Mittelfinger ein.
Beim Haareschneiden fahre ich dann mit der offenen Handfläche über die Haut – als würde ich mir den Kopf streicheln. Das hat den Vorteil, dass ich die Form des Kopfes und die Haut besser spüre und den Druck anpassen kann.

Der erste Schnitt: Vorarbeit lohnt sich
Für längere Haare sind Rasierer wie dieser nicht gut geeignet – egal ob ich den Bart oder den Kopf kürzen will. Bis zwei Millimeter schneiden die Rotationsklingen problemlos; lasse ich die Haare aber eine Woche wachsen, dann brauche ich jeweils mehrere Durchgänge, bis alles sauber abgesäbelt ist.
Der Philips Pro Series 7000 ist da keine Ausnahme: Idealerweise rasiere ich alle drei oder vier Tage den Kopf. Zum Test habe ich auch fünf Millimeter langen Wildwuchs gebändigt. Das funktioniert grundsätzlich. Der Philips schneidet so sauber, dass es nicht unangenehm ist. Ich brauche zwar zwei bis drei Züge, bis alle Haare weg sind, kann sie aber gut dosieren und reize so die Kopfhaut nicht allzu sehr.
Das liegt daran, dass sowohl der Scherkopf als auch die vier Klingen beweglich sind. So passt sich die Pro Series 7000 jeder Delle und jeder Biegung des Schädels an und federt zu starkem Druck ab.

Regelmässige Kopfrasur: schnell und angenehm
Die Kopfrasur alle drei oder vier Tage habe ich schnell in meine Alltagsroutine eingebaut. So sitzt die Frisur immer. Das fällt mir aus mehreren Gründen leicht.
Tempo: Es dauert kaum zwei Minuten, bis ich den gesamten Kopf rasiert habe. Obwohl die vier Klingen nicht bündig sind und Lücken lassen, reicht leichtes Versetzen aus, um alle Haare zu erwischen. Rund um die Ohren benötige ich etwas Feinarbeit, aber auch das ist schnell erledigt.
Komfort: Der drehbare Scherkopf ist wirklich Gold wert. Auch wenn es schnell gehen muss, reguliere ich den Druck problemlos und schone so die Haut. Die Kopfrasur ist so angenehm, dass ich nicht mal immer eine Lotion nutze.

Keine Sauerei: Besonders schätze ich, dass im Gegensatz zu einem konventionellen Trimmer bei Rotationsklingen die abgeschnittenen Haare nicht überall auf der Kleidung, im Waschbecken oder auf dem Boden landen. Sie sammeln sich hinter den Klingen im Scherkopf. Das ist auch beim Philips so. Dank des grosszügig bemessenen Platzes im Pro Series 7000 rasiere ich zwei- oder dreimal den Kopf, bevor ich die Haare ausleere und alles abwasche.
Ein Minuspunkt bekommt die mickrige und unübersichtliche Anleitung im Faltprospekt.

Gesicht geht gut
Rasierer ist doch gleich Rasierer? Überraschenderweise lässt sich der Kopfrasierer auch fürs Gesicht nutzen. Die Klingen scheinen identisch zu sein. So kann ich mit dem Glatzenrasierer auch problemlos das Gesicht rasieren – und umgekehrt.
Allerdings: Die Ausrichtung des Scherkopfs ist unterschiedlich. Die meist drei Klingen fürs Gesicht fallen nach aussen ab, die vier Klingen des Pro Series 7000 sind dagegen eher flach. Sprich: Der Kopfrasierer ist auf die eher gleichmässige Rundung des Schädels angepasst, während der Gesichtsrasierer für die Flächen auf Backe und Hals sowie für die Kanten und Ecken von Kiefer und Kinn optimiert ist.
Wer sich täglich rasiert, wird für Gesicht und Kopf unterschiedliche Geräte nutzen. Für die seltene Bartrasur würde aber auch der Glatzenrasierer reichen.

Akkulaufzeit und Lautstärke: lang, aber laut
Philips baut weiterhin keine USB-C-Ladeanschlüsse in ihre Rasierer ein. Auch den Pro Series 7000 muss ich mit einem speziellen Kabel laden, das nur für die Rasierer des Herstellers passt. Dass auch mit USB-C wasserfeste Geräte möglich sind, zeigt die Konkurrenz.
Immerhin: Bei einer Akkulaufzeit von 90 Minuten (laut Hersteller) muss ich nicht oft nachladen. Im Test messe ich über 100 Minuten. Das ist ein sehr guter Wert.
Abzug gibt es für den Lärm. Der Rasierer tönt schrill und laut. Nicht schlimm, aber auch nicht besonders angenehm. Direkt am Gerät messe ich 74 Dezibel. Das ist schon ziemlich viel – zum Glück ist die Frisur jeweils schnell wieder in Form.
Preis und laufende Kosten: Gerät fair, Klingen happig
Zum Testzeitpunkt hat der Pro Series 7000 knapp über 70 Franken oder rund 85 Euro gekostet. Damit liegt er im mittleren Preisbereich. Nicht günstig. aber auch nicht teuer.
Die Klingen soll ich laut Hersteller alle sechs Monate austauschen. Vier Stück kosten knapp 30 Franken. Ein happiger Preis, so dass pro Jahr nochmals 60 Franken dazukommen, also fast so viel wie der Rasierer selbst.

Hier findest du meine zwei weiteren Tests von Kopfrasierern. Zum Abschluss der Trilogie werde ich die drei Modelle dann noch direkt miteinander vergleichen.
Fazit
Rasierpflicht ausgezeichnet, Abzug in der Kür
Der Philips Pro Series 7000 rasiert den Kopf schnell und angenehm. Sowohl Scherkopf als auch Klingen sind flexibel und passen sich der Haut an – so rasiere ich in zwei Minuten schonend und effizient. Positiv ins Gewicht fallen auch die lange Akkulaufzeit und die mitgelieferten Extras wie das clevere Reinigungssystem.
Die Höchstnote verspielt Philips aber bei den Details. Das Ladekabel mit eigenem Standard ist vernachlässigbar. Doch die teuren Ersatzklingen und der laute Motor kosten Punkte.
Pro
- mehrfach beweglicher Scherkopf
- sanfte Rasur
- angenehmes Handling
- fairer Preis für den Rasierer
- umfangreiche Ausstattung
Contra
- teure Klingen
- kein USB-C
- laut
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