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Produkttest

Eisgekühlte Haarentfernung mit IPL: Der Ulike Air 3 im Test

Anna Sandner
9.6.2026
Bilder: Anna Sandner

IPL-Geräte versprechen dauerhaft glatte Haut, kosten wegen der Hitzeentwicklung aber oft Überwindung. Der Ulike Air 3 setzt genau hier an und verspricht eine nahezu schmerzfreie Behandlung durch aktive Eiskühlung.

IPL-Geräte versprechen dauerhaft glatte Haut, die du dir allerdings manchmal im wahrsten Sinne des Wortes schmerzlich erarbeiten musst. An empfindlichen Stellen kostet die Anwendung durch die Hitzeentwicklung oft Überwindung. Genau da setzt der Ulike Air 3 mit seiner «Saphir-Eiskühlungstechnologie» an, die durch eine stark kühlende Kontaktfläche den Schmerzreiz minimieren soll. Klingt erstmal fancy, aber funktioniert das auch? Das habe ich getestet und mir angeschaut, wie alltagstauglich der Air 3 ist und wo er im Vergleich zur Konkurrenz steht.

Kühle Konkurrenz für etablierte Marken

Wer in Europa nach IPL-Geräten sucht, greift meist zu etablierten Marken wie Braun, Philips oder Beurer. Mit Ulike kommt nun ein internationaler Branchenführer aus China auf den hiesigen Markt. Der Air 3 positioniert sich über hohe Leistung in einem minimalistischen Design: Das Gerät verzichtet auf klobige Akkus zugunsten eines flachen Gehäuses mit fest verbautem Kabel.

Im Dauerblitzmodus lässt sich das Gerät flüssig über die Hautpartien führen.
Im Dauerblitzmodus lässt sich das Gerät flüssig über die Hautpartien führen.

Meine Ausgangslage: Vier Wochen, drei Zonen

Ich habe den Ulike Air 3 über vier Wochen hinweg getestet und dabei Beine, Bikinizone und Gesicht behandelt. Mein Rhythmus: In den ersten beiden Wochen dreimal pro Woche, danach zweimal. Das ist ein vergleichsweise enges Intervall, entspricht aber den Vorgaben des Herstellers für die Startphase. Meine persönlichen Voraussetzungen sind für IPL mit heller Haut und dunklen Haaren optimal.

Schon beim Auspacken gefällt mir das schlichte Design, das kompakte Gerät liegt gut in der Hand. Zwar fällt mir auch gleich einer der Hauptkritikpunkte ins Auge – der Air 3 ist kabelgebunden – ich bemerke aber auch direkt den Vorteil daran: Weil auf einen schweren Akku verzichtet wurde, ist das Gerät verhältnismäßig leicht, sodass mein Arm auch bei einer längeren Behandlung nicht müde wird. Das Gerät hat ordentlich Power und dank des schnellen Dauerblitzmodus geht die Behandlung sehr zügig voran.

Flach wie eine große Fernbedienung: Das minimalistische Design verzichtet auf geschwungene Griffe und lässt sich leicht führen.
Flach wie eine große Fernbedienung: Das minimalistische Design verzichtet auf geschwungene Griffe und lässt sich leicht führen.

Auch beim Zubehör bleibt Ulike minimalistisch. Es gibt keine zusätzlichen Aufsätze oder andere Teile. Lediglich ein kleiner Nassrasierer und eine Schutzbrille, um die Augen vor den Lichtimpulsen zu schützen, sind dabei. Mir gefällt das ganz gut. So kann ich ohne weitere Verständnisfragen loslegen.

Aktive Kühlung zur Schmerzreduktion

Gespannt bin ich vor allem auf das Kern-Feature des Air 3: die Sapphire-Ice-Kühlung. Zwar ist eine IPL-Behandlung um Längen angenehmer, als die Haare zu epilieren, trotzdem können die Lichtimpulse durch die Hitzeentwicklung schmerzen. Dass es angenehmer ist, wenn das Gerät meine Haut gleichzeitig kühlt, kann ich mir also gut vorstellen. Trotzdem bin ich dem «Schmerzfrei-Werbeversprechen» gegenüber erst mal skeptisch.

Ein Lüfter im Inneren und die Saphir-Kontaktfläche außen sollen den Schmerzreiz der IPL-Blitze auf ein Minimum reduzieren.
Ein Lüfter im Inneren und die Saphir-Kontaktfläche außen sollen den Schmerzreiz der IPL-Blitze auf ein Minimum reduzieren.

Beim Einschalten springt direkt hörbar die interne Lüftung an, die für die Kühlung zuständig ist. Und ich bin überrascht. Tatsächlich fühlt sich das Gerät gleich kälter an. Die Kühlfläche rund um das Lichtfenster bleibt während der ganzen Session spürbar eisig. Und siehe da: Die Kälte mildert den kurzen Hitzeschmerz des Blitzes hervorragend ab. Ich spüre die Lichtimpulse nicht, selbst in der sonst sehr empfindlichen Bikinizone merke ich nichts. Aus meiner Sicht ein klares Komfort-Plus gegenüber ungekühlten Konkurrenten. Die Hemmschwelle zur regelmäßigen Anwendung sinkt dadurch. Ich merke, dass mich das Testen keine Überwindung kostet und ziehe die vier Wochen problemlos durch.

Kabelbindung und andere Kompromisse

Wie erwähnt, gibt es aber auch den ein oder anderen Haken. Für Kühlung und hohe Lichtimpulsstärke benötigt der Air 3 dauerhaft Strom aus der Steckdose. Das schränkt die Bewegungsfreiheit im Badezimmer im Vergleich zu einem Akkumodell ein und das Kabel ist mir ab und an im Weg. Außerdem sorgt der Lüfter der Kühlung für ein deutlich hörbares Surren.

Der größte technische Kompromiss betrifft jedoch die fehlende automatische Hauterkennung. Teurere Konkurrenzmodelle scannen die Haut vor jedem einzelnen Lichtimpuls und dosieren die Energiestufe völlig selbstständig. Dem Ulike Air 3 fehlt ein solcher Sensor. Stattdessen gleichst du deinen Haut- und Haartyp vorab mit einer beigelegten Tabelle ab und stellst die Intensität manuell ein. Das funktioniert, erfordert aber mehr Eigenverantwortung, um Irritationen zu vermeiden – besonders wenn die Haut gebräunt ist. Durch die Kühlung sinkt allerdings das Risiko für oberflächliche Verbrennungen und Rötungen der Haut. Erst das kürzlich erschienene, teurere Premiummodell Ulike Air 10 Pro verfügt über eine solch smarte Sensorik, die den Hauttyp erkennt.

Die beigelegte Schutzbrille, die meine Augen vor dem intensiven Streulicht schützen soll, ist definitiv sinnvoll. Allerdings brauche ich dadurch einen hellen Ort für die Behandlung, sonst sehe ich durch die dunklen Gläser nicht, was ich mache und wo ich schon geblitzt habe.

Zufrieden mit dem Ergebnis

Nach vier Wochen Einsatz bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Klar, für IPL braucht man Geduld und um dauerhaft haarfrei zu sein, muss ich auch dauerhaft (wenn auch wesentlich seltener) weiter behandeln. Aber ab der zweiten Woche schien der Haarwuchs bereits leicht gebremst, nach dem Testmonat wuchsen sichtbar weniger Haare nach und an manchen Stellen ist die Haut nun haarfrei. Hautirritationen oder Rötungen blieben bei mir übrigens vollständig aus.

Fazit

Leistungsstarke Haarentfernung mit Fokus auf Schmerzfreiheit

Der Ulike Air 3 ist ein kompaktes, leistungsstarkes IPL-Gerät, das im Test vor allem mit seiner aktiven Kühlung punktet. Die eisige Kontaktfläche minimiert den Hitzeschmerz der Lichtblitze selbst in empfindlichen Bereichen deutlich. Das senkt die Hemmschwelle für eine regelmäßige Anwendung. Gleichzeitig liegt das Gerät sehr gut in der Hand und überzeugt mit einer hohen Blitzgeschwindigkeit, die auf Premium-Niveau liegt.

Ein paar Kompromisse erfordert das minimalistische Design dennoch: Das Gerät ist kabelgebunden, der integrierte Lüfter ist hörbar, und vor allem fehlt ein automatischer Hautsensor. Die Lichtintensität muss vorab manuell anhand des eigenen Hauttons eingestellt werden. Wer diese Eigenverantwortung nicht scheut und großen Wert auf eine nahezu schmerzfreie Behandlung legt, bekommt mit dem Air 3 ein hochwirksames Gerät mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Pro

  • Faires Preis-Leistungs-Verhältnis im Marktvergleich
  • Schnelles Blitzen für zügiges Arbeiten
  • Unkomplizierte, intuitive Bedienung
  • Kompakte und ergonomisch sinnvolle Form
  • Effektive Kühlung lindert das Schmerzempfinden deutlich

Contra

  • Kabelgebunden
  • Kein automatischer Hautsensor

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Wissenschaftsredakteurin und Biologin. Ich liebe Tiere und bin fasziniert von Pflanzen, ihren Fähigkeiten und allem, was man daraus und damit machen kann. Deswegen ist mein liebster Ort immer draußen – irgendwo in der Natur, gerne in meinem wilden Garten.


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