Foooty: Der Ball, der keiner ist
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Foooty: Der Ball, der keiner ist

Michael Restin
Michael Restin
Zürich, am 05.06.2021
Foooty ist (k)ein richtiger Fussball, steckt aber voller anderer Möglichkeiten. Die zehn knochenförmigen Kunststoffteile lassen sich zum Beispiel auch zur Frisbee, zu Jonglierbällen oder einer Rakete zusammensetzen.

So ein schöner Platz zum Spielen, aber leider ist kein Ball in der Nähe. Katastrophe! Dieses Gefühl, das ich absolut nachvollziehen kann, kennen auch die Foooty-Erfinder. Nach diversen Notlagen in den Ferien und ebenso vielen neu gekauften Bällen musste eine andere Lösung her. Die Kreativen des Amsterdamer Apollo 11 creator studio nahmen das Problem aus dem Urlaub mit ins Büro und begannen zu tüfteln.

Das Ziel: Einen Ball entwickeln, der immer dabei sein kann. Erste Idee: Ein T-Shirt, dass sich zusammenhaken und so in eine kompakte Kugel verwandeln lässt. Das tönt lustig, ist aber nicht besonders praktisch. Dann kaufst du im Strandladen keinen neuen Ball, sondern ein neues T-Shirt. Die zweite Idee hatte sogar ganz viele Haken. Eigentlich besteht sie nur noch aus Haken – was sich als der richtige Weg erwies. Er führte zu Foooty. Einem Ball, der mehr als ein Ball ist.

Gib mir die Kugel: Foootys Hauptform lädt zum Kicken ein.
Gib mir die Kugel: Foootys Hauptform lädt zum Kicken ein.

Die zehn Teile aus rezyklierbarem Kunststoff lassen sich zu allen möglichen dreidimensionalen Gebilden zusammensetzen. Zum Beispiel zu fünf Jonglierbällen, einem Rugby-Ei oder zu einer Art Frisbee. Wieder zerlegt, verschwinden die federleichten Elemente von einem Gummiband gehalten im Hosensack.

Die kleinen Jonglierbälle bestehen aus je zwei Elementen.
Die kleinen Jonglierbälle bestehen aus je zwei Elementen.

Stecken, klicken, kicken

So weit die Theorie. Mein Sohn hat das Action-Puzzle angeschleppt, aber mit fünf Jahren noch nicht die Nerven für den Zusammenbau. An den vier halbrunden Enden der Elemente befinden sich aussen- und innenliegende Kerben, die sich ineinander verhaken lassen. Dabei leistet das Hartplastik etwas Widerstand. Das muss so sein, damit eine stabile Konstruktion dabei herauskommt. Ausserdem ist etwas räumliches Vorstellungsvermögen gefragt, um anhand der Anleitung ein entsprechendes Gebilde zu basteln.

Spielend leicht lassen sich die Elemente anfangs nicht verbinden. Jüngere Kinder brauchen dabei Hilfe.
Spielend leicht lassen sich die Elemente anfangs nicht verbinden. Jüngere Kinder brauchen dabei Hilfe.

Wir starten natürlich mit der klassischen Kugel, die an einen mutierten Unihockey-Ball oder einen dieser zusammensteckbaren Lampenschirme erinnert. Mit knapp 55 Gramm ist das Spielgerät ultraleicht, was mich nicht daran hindert, damit gleich mal eine kleine Pflanze vom Regal zu schiessen. Läuft.

Jonglieren und passen geht mit der luftigen Konstruktion überraschend gut. Sie ist stabil, solange niemand mutwillig drauftritt. Das würden die einzelnen Teile wohl nicht allzu oft verzeihen. Dann besteht Bruchgefahr. Wieder zerlegt, brauchen die Foooty-Teile eine Weile, bis die Biegung verschwindet und sie wieder nahezu flach sind.

So werden die Elemente zusammengesteckt.
So werden die Elemente zusammengesteckt.

Zunächst dachte ich, für all die anderen Figuren braucht es weitere Foooty-Sets. Doch selbst die Rakete besteht nur aus acht Elementen und wer experimentiert, kann alles Mögliche gestalten. Im Youtube-Kanal der Erfinder gibt es Inspiration: Kleine Bälle, grosse Bälle, ein Stern, Autos, ein Pferd – mit etwas Fantasie kann mehr entstehen, als es beim Anblick der Einzelteile den Anschein hat.

Foooty in Raketenform.
Foooty in Raketenform.

Fazit: Judihudi, geiler Foooty

Foooty besteht nur aus ein paar Gramm Kunststoff, aber du kannst einiges daraus machen. Er ist ein 3D-Puzzle mit Mehrwert, weil das Ergebnis nicht nur im Regal steht. Dazu kostet er nicht viel und spricht verschiedene Altersgruppen an. Bei mir landet er auf der Kannste-gut-verschenken-Liste. Ein Ball ist immer besser als kein Ball, deshalb finde ich das Foooty-Konzept ziemlich genial.

Kinderball
Connect and Kick
Foooty Connect and Kick
6
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6
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Michael Restin
Michael Restin

Editor, Zürich

Sportwissenschaftler, Hochleistungspapi und Homeofficer im Dienste Ihrer Majestät der Schildkröte.

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