
HomeView soll Apples Smarthome-Zentrale werden
Apple steigt mit HomeView ins Geschäft mit Smart-Home-Displays ein. Die neue Smart-Home-Zentrale kannst du in der Schweiz aber vorerst nicht kaufen.
Apple hat heute Nachmittag ein neues Gerät für das vernetzte Zuhause vorgestellt. Apple HomeView soll Musik abspielen, Videocalls ermöglichen und Lampen, Thermostate und Türschlösser steuern. Damit treten die Kalifornier in direkte Konkurrenz mit Googles Nest Hub und anderen Smart Displays.
Zwei Bauformen, ein quadratisches Display
HomeView gibt es als Gerät für auf den Tisch oder als Version für an die Wand. Beide Modelle nutzen einen fast quadratischen Liquid-Retina-Bildschirm von sieben Zoll Bilddiagonale. Im Innern Arbeitet ein A18-Chip. Beim Tischmodell befindet sich das Display auf einem Lautsprechersockel, ähnlich wie das Modell von Google. Ein Scharnier ermöglicht es dir, den Bildschirm nach Belieben zu neigen. Für die Montage an der Wand brauchst du separate Halterungen.
Das Display hat eine adaptive Helligkeit von maximal 500 Nits bis hinunter auf 0,3 Nits. So sollst du es auch auf dem Nachttisch platzieren können, ohne dass es dich beim Schlafen stört. Ausserdem passt sich die Oberfläche optisch deiner Entfernung an. Stehst du weiter weg, zeigt das Gerät reduzierte Informationen an, die dafür grösser dargestellt werden. Gehst du näher heran, werden mehr Details und Bedienelemente eingeblendet. Ausserdem misst HomeView Temperatur, Luftfeuchtigkeit und das Umgebungslicht im Raum.
Apple spendiert dem HomeView eine eigene Oberfläche. Im Ruhezustand zeigt diese grosse Uhren, Fotos oder Widgets an, ähnlich dem iPhone-Standby. Ein Wisch führt dich dann zu den Apps, darunter altbekannte, wie dem Kalender, Apple Music, Fotos, Notizen etc. Einen eigenen App Store gibt es aber nicht. Dennoch sollen kompatible Audio- und Videodienste laufen – auch solche anderer Anbieter.

Quelle: Apple
HomeView für verschiedene Haushaltsmitglieder
Auf HomeView werden unterschiedliche Profile möglich sein. Bis zu sechs Personen sollen einen eigenen Startbildschirm mit passenden Apps, Widgets und Terminen zu sehen bekommen. Private Inhalte wie Nachrichten oder Kalendereinträge zeigt das Gerät angeblich nur an, wenn es sich erkennt und dein gekoppeltes iPhone oder iPad bestimmte Sicherheitsvorkehrungen erfüllt. Zudem muss sich das Gerät im selben WLAN befinden und vor kurzem entsperrt worden sein. Gehst du aus dem Bild, sperrt HomeView das Display nach wenigen Sekunden.
Auch eine Sprachsteuerung verbaut Apple in seiner neuen Zentrale. Siri AI beantwortet allgemeine Fragen, sucht Musik anhand von Beschreibungen und kann auf den Kontext schliessen, basierend auf dem, was gerade auf dem Bildschirm passiert. Auch hier brauchts für persönliche Funktionen ein kompatibles iPhone oder iPad mit Apple Intelligence, so etwa für Fragen zu Terminen. Siri AI startet auch auf HomeView zunächst als Beta.
Musik, Facetime und Smarthome
Im Tischmodell von HomeView stecken zwei Breitbandtreiber sowie ein Tieftöner mit zwei passiven Radiatoren, inklusive Spatial Audio. Bei der Wandversion kombinierst du diese mit Speakern im Haus. So kannst du Musik hören oder Facetime-Calls führen. Auch andere Smart Home Devices kannst du per Stimme oder Touch steuern.
Sowohl Kamera- und Mikrofondaten wie auch Siri-Anfragen werden in sogenannten Secure Exclaves, respektive in Apples Private Cloud Compute bearbeitet.
Preise und Verfügbarkeit
Vorbestellungen für die USA sind bereits jetzt möglich. Beide Varianten kosten 299 US-Dollar, die Wandhalterung zusätzlich 59,99 US-Dollar. Die Farben sind: Silber, Polarstern, Rosapunk und Space Grau. Die Wandversion ist nur in Silber und Space Grau zu haben. Ausserhalb Grossbritanniens ist in Europa – der EU und der Schweiz – aber noch weiter warten angesagt.
Neben dem neuen Home Hub «HomeView» und der «Home Collection» hat Apple auch das Apple TV 4K und den HomePod mini überarbeitet. Hier findest du alle Neuigkeiten im Überblick:
Seit ich herausgefunden habe, wie man bei der ISDN-Card beide Telefonkanäle für eine grössere Bandbreite aktivieren kann, bastle ich an digitalen Netzwerken herum. Seit ich sprechen kann, an analogen. Wahl-Winterthurer mit rotblauem Herzen.
Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.
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