Mein erster Gaming-PC, Teil 3: Windows installieren und der erste Eindruck

Jan Johannsen
Hamburg, am 03.12.2021

Der 15-jährige Max will seinen ersten Gaming-PC selber zusammenbauen. Er hat alle Komponenten eingebaut, festgeschraubt und angeschlossen. Jetzt muss der Rechner nur noch starten, damit er Windows und seine Spiele installieren kann.

Max erfüllt sich den Traum vom ersten Computer. Dabei macht er es sich nicht leicht: Mein Sohn will kein fertiges Modell kaufen, sondern den Gaming-PC selbst zusammenbauen. Es ist zwar auch mein erster, selbst zusammengeschraubter Gaming-PC, aber zu meinem Glück bin ich nur Zuschauer und Berichterstatter dieser kleinen Serie.

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Der Knopf der Wahrheit

Nach einem langen Nachmittag hat Max es geschafft. Alle Komponenten sind im PC verbaut. Nun kommt der Moment der Wahrheit: Hat er alles richtig eingesteckt und verbunden? Fährt der PC hoch?

Ohne lange zu zögern, drückt Max den Einschaltknopf am PC-Gehäuse – und dieser fährt im ersten Versuch hoch. Ich bin mächtig stolz und glücklich, dass es beim ersten Versuch klappt. Es waren viele Bauteile für Anfängerfehler vorhanden.

Windows installieren

Wenig überraschend meldet sich nur die grafische Bedienoberfläche der Motherboard-Firmware (UEFI) auf dem Bildschirm. Kein Wunder: Ein Betriebssystem fehlt noch. Die Wahl fällt, für einen Gaming-PC wenig überraschend, auf Windows 10. Ein Upgrade zu Windows 11 kann Max jederzeit kostenlos durchführen.

Die Installation ist heutzutage denkbar einfach. Max bedient sich Microsofts Media Creation Tool. Damit lädt er mit wenigen Klicks automatisiert Windows herunter und erstellt ein bootfähiges USB-Installationsmedium. Danach steckt er seinen USB-Stick in den neuen PC. In der Theorie sollte der Computer ihn beim Hochfahren erkennen und die Installation beginnen. Bei Max will es nicht klappen. Sobald der Stick im PC ist, erscheint zwar das Windows-Logo auf dem Bildschirm, aber mehr passiert nicht. Der Rechner hängt sich auf.

Das Windows-Logo erscheint, aber weiter kommt Max nicht.
Das Windows-Logo erscheint, aber weiter kommt Max nicht.

Die Fehlersuche beginnt. Max findet Hilfe bei Reddit – zuerst gerät der USB-Stick in Verdacht. Aber auch mit anderen Sticks scheitert die Installation von Windows auf die gleiche Weise. Der Abend neigt sich langsam dem Ende zu. Ein müder Max hat noch eine letzte Idee und aktualisiert das UEFI des Motherboard. Und siehe da: Nach dem Update funktioniert das Booten vom Stick – die Windows-Installation gelingt so einfach wie erhofft. Max gibt seinen Aktivierungscode ein und wendet sich den Spielen zu.

Von Minecraft über Apex bis Discord

Nachdem Max viel Geld für seinen PC ausgegeben hat, muss er bei den Spielen noch sparsam sein. Aber es gibt genug kostenlose Titel, die er teilweise schon vorher auf anderen Geräten gespielt hat. So landen vorerst Titel wie «Apex», «Valorant», «Minecraft», «Halo Infinite», «CoD: Warzone», «League of Legends», «Bloons TD 6» und «Fortnite» auf seinem Rechner. Ergänzt um Hilfsmittel wie Steam, Discord und Spotify. Da er die eine oder andere Hausaufgabe erledigen muss, findet sogar LibreOffice den Weg auf den Gaming-PC.

Benchmarks von dem Rechner hat Max nicht gemacht. Er ist aber sehr zufrieden mit der Leistung. Fast alle Spiele kommen an das FPS-Limit des Monitors. Nur Halo schafft die 144 Hertz des Monitors nicht. Aber auch hier beschwert er sich nicht über eine zu niedrige Grafikqualität oder zu geringe FPS-Raten.

Übrigens: Wenn der Rechner bei der Arbeit heiß wird, machen sich die Lüfter akustisch bemerkbar. Sie sind in Max Zimmer zwar deutlich hörbar, aber immer noch leiser als eine Klospülung. Wir können uns gut unterhalten, wenn der Rechner läuft. Max spielt sowieso lieber, als mit mir zu quatschen: «Durch mein Headset höre ich die Lüfter gar nicht.»

Weitere Pläne von Max

Mit seinem PC ist Max für den Moment zufrieden. Beim Zubehör hat er aber schon Veränderungen ins Auge gefasst. Einen zweiten Monitor hat er von Anfang an eingeplant – Discord soll ja parallel zum Spiel sichtbar sein.

Unglamourös steht der fertige PC auf dem Boden neben dem Schreibtisch.
Unglamourös steht der fertige PC auf dem Boden neben dem Schreibtisch.

An der Maus mäkelt er schon rum. Sie fühle sich billig an. «Ich kann die Seiten eindrücken und die linke Maustaste wackelt», ist Max von der Verarbeitung der Model D von Glorious PC Gaming Race nicht mehr so überzeugt wie zu Beginn. Die G Pro X Superlight von Logitech ist auf dem Wunschzettel gelandet.

Und dann ist da noch der Traum vom eigenen Custom Keyboard. Dafür verweise ich Max dann auf die Beiträge von Kevin. Die kann er lesen, während er sein Geld spart und auf Weihnachten wartet.

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Jan Johannsen
Content Development Editor
jan.johannsen@galaxus.de

Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Galaxus.de. 


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