Deine Daten. Deine Wahl.

Wenn du nur das Nötigste wählst, erfassen wir mit Cookies und ähnlichen Technologien Informationen zu deinem Gerät und deinem Nutzungsverhalten auf unserer Website. Diese brauchen wir, um dir bspw. ein sicheres Login und Basisfunktionen wie den Warenkorb zu ermöglichen.

Wenn du allem zustimmst, können wir diese Daten darüber hinaus nutzen, um dir personalisierte Angebote zu zeigen, unsere Webseite zu verbessern und gezielte Werbung auf unseren und anderen Webseiten oder Apps anzuzeigen. Dazu können bestimmte Daten auch an Dritte und Werbepartner weitergegeben werden.

Stefanie Lechthaler
Ratgeber

Meine geheime Saucen-Entdeckung

Erst war ich skeptisch, jetzt stehen die Gläschen bei jeder Mahlzeit neben meinem Teller. Ich verrate dir alles, was du über meine neuen Lieblings-Saucen wissen musst.

Ich betrete das Büro. An meinem Arbeitsplatz stehen zwei Saucen zum Testen. Eine handskizzierte Illustration eines gelangweilten Gesichts ziert beide Gläser. Zunächst bin ich skeptisch. Wieder so ein Startup, das mir einen Trend auf den Tisch stellen will, der morgen schon wieder vorbei ist.

Aber dann öffne ich das Glas – und tauche in eine neue Geschmackswelt ein.

Ich habe dieses Gesicht unterschätzt.
Ich habe dieses Gesicht unterschätzt.

Erst die scharfe, …

Zuerst probiere ich Spicy-Tingly-Sauce mit dem Panda auf der Verpackung. Wieso Panda? Kein Plan. Odawaraya lässt die Frage offen. Egal, ich will nur wissen, was die japanische Sauce hergibt.

Dazu schwinge ich den Löffel einmal im Glas umher, um den Inhalt zu durchmischen, wobei ich reichlich vom abgesunkenen Sesam aufwühle. Ein gutes Zeichen, ich liebe Sesam. Nebenbei lockert sich eine weitere dunkle Masse. Ich nehme an, dass das Doubanjiang sein muss. Eine fermentierte Chilipaste aus Ackerbohnen, die laut Zutatenliste einen Grossteil der Sauce ausmacht.

Es riecht nach einer Kombination aus frischen Kräutern und Gewürzen. Ich assoziiere den Duft mit einer süss-säuerlichen Szechuan-Suppe. Das Öl sieht ähnlich aus wie bei klassischen Chilisaucen. Könnte also scharf sein … Deswegen nippe ich erstmal nur an der Löffelspitze. Aber anders als erwartet läuft mein Kopf nicht sofort hochrot an, und es raucht auch nicht aus meinen Ohren. Die Schärfe ist tatsächlich gut auszuhalten.

So schmeckt’s:
Mit der Szechuan-Suppe liege ich gar nicht so falsch. Auch im Mund verbreitet sich von der marinade-artigen Sauce zunächst eine wilde Mischung aus Ingwer, Chili und Sesam, die alle Geschmacksrichtungen abdeckt: süss, säuerlich, salzig und vor allem sehr herzhaft (umami). Nicht nur die Konsistenz der Sauce ruft in mir den Bratensatz in Erinnerung, den ich früher mit dem Löffel aus der Bratenform direkt in meinen Mund geschaufelt habe, sondern auch das rauchig-salzige Aroma. Dann folgt eine leichte Schärfe, die je nach Menge für ein paar Minuten nachhallt. Im Nachgeschmack bleibt ein leichtes Prickeln von Chili und der Geschmack von geröstetem Sesamöl.

Mich haut es aus den Socken – ich will diese Sauce für immer neben meinem Teller!

… dann die Knobli-Überraschung

Dass irgendwas die Tingly-Sauce überbieten könnte, halte ich für unmöglich. Nur die Schärfe hält mich davon ab, alles auf einmal zu futtern. Aber dann öffne ich das Knoblauch-Chiliöl und mir kommt dieser Geruch entgegen … Der Geruch von geräuchertem Knoblauch, der mich an südostasiatische Restaurants, aber auch an Zweifel Paprika Chips erinnert. Himmlisch!

Wieder wühle ich den abgesetzten Inhalt auf. Diesmal kommen kleine Kügelchen zum Vorschein. Das müssen die gerösteten Knoblauch- und Zwiebelstücke sein. Eigentlich bin ich nicht besonders scharf (höhö) auf geröstete Zwiebeln, aber ich lasse mich trotzdem auf das Experiment ein und probiere davon. Zuerst fällt mir auf, dass auch diese Sauce entgegen meinen Erwartungen sehr mild ist. Also ist sie auch für empfindliche Mäuler geeignet. Dann bin ich direkt süchtig.

So schmeckt’s:
Irgendeine Nuance in der Würze erinnert mich an die erste Sauce. Wahrscheinlich ist es auch hier das Doubanjiang. Das Crunch-Oil hat aber noch mehr zu bieten. Einerseits die knusprigen und leicht salzigen Knoblauch- und Zwiebelstücke, die ordentlich krachen, wenn ich darauf beisse und die Gewürze, die beim Zerkauen für zusätzlichen Crunch sorgen.

Anders als bei der ersten Sauce ist das Garlic-Crunch-Oil von Anfang an auf der süss-salzig-herzhaften Seite. Dafür kann ich mehr davon rein futtern, weil es nicht scharf ist. Geschmacklich erinnert mich die Sauce an das Aroma, das in der Luft liegt, wenn jemand Knoblauch kocht. Der Geruch ist sogar noch herzhafter als bei der Tingly-Sauce. Auch hier bleibt eine Mischung aus Sesamöl, Knoblauch und Zwiebel zurück.

Kein Mundgeruch? Dachte ich mir auch.
Kein Mundgeruch? Dachte ich mir auch.
Quelle: Screenshot Galaxus

Wie Community-Mitglied princssrisch in der Rezension zur Sauce schreibt, bin auch ich davon überzeugt, dass ich nach dem Essen vom Crunch-Oil keinen Mundgeruch kriege. Schliesslich merke ich auch nach einigen Stunden keinen schwefligen Knoblauch-Atem, der mich sonst schon schon nach einem Löffel Tzatziki tagelang verfolgt. Mein Freund sieht das anders.

Auch meine eher empfindliche Verdauung gibt mir zu verstehen: «Die gerösteten Knoblauch- und Zwiebelstücke sind zwar nicht so heftig wie normale, aber übertreiben musst du es trotzdem nicht.» Okay, schade …

… FÜR EUCH!

Dazu passen die Saucen

Diese Saucen sind fast immer ein Upgrade. Einzig bei Gemüse war ich bisher eher zurückhaltend, wobei ich mir die Tingly-Sauce gut zu Pak-Choi vorstellen kann.

Zu Fleisch, Tofu und asiatischen Gerichten wie Ramen, gebratenem Tempeh, Fried Rice oder Udon-Noodles passen die Saucen sowieso. Besonders gut schmecken sie mir auch als Abrundung auf einem Cracker mit Frischkäse und Kräutern. Auch Mozzarella musste daran glauben. Die Saucen zu zerdrücktem Feta, gemischt mit etwas Olivenöl, ergeben einen leckeren Brotaufstrich. Zum Käse passen die Saucen also ausgezeichnet. Raclette, anyone?

Ein leckerer Zvieri
Ein leckerer Zvieri

Mein Go-to-Move ist, ein hartgekochtes Ei (natürlich mit wachsartigem Eigelb) mit einigen Tropfen davon zu würzen. Mal nehme ich dafür Tingly, mal Garlic-Sauce, und manchmal kombiniere ich beide. Mit dem Garlic Crunch habe ich hartes Brot schon im Handumdrehen in köstliche Knoblauchbrote verwandelt. Und ein Löffel der Tingly-Sauce in die Bouillon ergibt eine geschmacksintensive und herzhafte Anti-Kater-Mahlzeit.

Kennst du meine neuen Lieblingssaucen auch schon oder hast du eine ganz andere entdeckt? Schreib es in die Kommentare.

Titelbild: Stefanie Lechthaler

22 Personen gefällt dieser Artikel


User Avatar
User Avatar

Die Wände kurz vor der Wohnungsübergabe streichen? Kimchi selber machen? Einen kaputten Raclette-Ofen löten? Geht nicht – gibts nicht. Also manchmal schon. Aber ich probiere es auf jeden Fall aus.


Ratgeber

Praktische Lösungen für alltägliche Fragen zu Technik, Haushaltstricks und vieles mehr.

Alle anzeigen

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren

  • Ratgeber

    Kräutersalz: das 5-Minuten-Geschenk

    von Stefanie Lechthaler

  • Hintergrund

    Mein kulinarisches Guilty Pleasure von früher schmeckt immer noch

    von Patrick Vogt

  • Ratgeber

    Wer braucht schon Erdnüsse für Erdnussbutter?

    von Stefanie Lechthaler

4 Kommentare

Avatar
later