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Michelle Brändle
Ratgeber

Michelles iPad-Kreativkurs: Kreiere dein eigenes Mandala

Dank praktischer Zeichenhilfen kannst du im Malprogramm Procreate im Handumdrehen eigene Mandalas erstellen.

Mandalas ausmalen ist eine kreative Art, den Kopf abzuschalten. Selbst erstellte Vorlagen machen den ganzen Prozess noch etwas persönlicher. Und das ist gar nicht so schwierig. Hierfür nutze ich hauptsächlich die Symmetrie-Funktion des Malprogramms Procreate auf meinem iPad.

Falls du noch weitere Dinge in der digitalen Kunst erlernen möchtest, findest du hier meine bisherigen Kapitel:

  • Ratgeber

    Michelles Tablet-Kreativkurs: die Übersicht

    von Michelle Brändle

Übrigens: Seit dem Update auf Procreate 5.4 gibt es zwei Pinselsammlungen. Ich verwende hier die ursprüngliche «Klassische Pinselsammlung».

Der grosse Trick: Symmetrie dank Zeichenhilfe

Die Leinwandgrösse für das Mandala habe ich auf A4 eingestellt. So lässt es sich später am einfachsten ausdrucken. Um die Linien sauber und ebenmässig zu ziehen, arbeite ich mit dem Pinsel-Werkzeug «Künstlertusche» aus dem Tinte-Ordner. Damit die Linien möglichst schwungvoll sind – also möglichst ohne zitternde Ausschweifungen – kannst du den Pinsel anpassen.

Klicke den gewählten Pinsel in der Werkzeugleiste ein zweites Mal an, um dessen Einstellungen zu öffnen. Dort ziehst du den Regler bei «Stärke» auf etwa 50 Prozent und jenen der «Stabilisierung» auf etwa 40 Prozent. Das sorgt für stabile Linien.

Deine Pinsel kannst du so anpassen, dass sie möglichst ruckelfreie Linien zeichnen.
Deine Pinsel kannst du so anpassen, dass sie möglichst ruckelfreie Linien zeichnen.

Ein Mandala lebt von der Symmetrie. Damit ich die von Hand gut hinbekomme, mache ich mir die Symmetrie-Einstellung von Procreate zu Nutze: Dafür gehe ich oben links in die Einstellungen meiner geöffneten Leinwand und aktiviere mit einem Tippen die «Zeichenhilfe».

Hier aktivierst du die Zeichenhilfe und änderst die Einstellungen.
Hier aktivierst du die Zeichenhilfe und änderst die Einstellungen.

Gleich darunter kann ich die «Zeichenhilfe bearbeiten». Dort wähle ich «Symmetrie» aus und die radiale Option davon. Nun habe ich acht Felder, die automatisch gespiegelt werden, sobald ich etwas hineinmale.

Mit der radialen Symmetrie steht deinem Mandala nichts mehr im Weg.
Mit der radialen Symmetrie steht deinem Mandala nichts mehr im Weg.

Der zweite praktische Trick für ein schickes Mandala mit Procreate ist die Quickshape-Funktion. Diese hilft mir, saubere Formen und Linien zu erstellen. Dafür male ich zuerst mit dem Stylus einen Kreis. Bevor ich den Stift danach absetze, halte ich ihn für einen kurzen Moment noch auf dem Display. Dann macht das Programm automatisch eine saubere Form daraus. Damit der Kreis auch wirklich kreisrund ist, kann ich zusätzlich einen Finger der freien Hand aufs Display legen. Das klappt auch mit Quadraten und Dreiecken. Für gerade Linien muss ich den Stylus nach dem Ziehen der Linie kurz auf dem Display ruhen lassen.

Für gleichmässige Formen gibt es die Quickshape-Funktion.
Für gleichmässige Formen gibt es die Quickshape-Funktion.

Nimm Referenzen zur Hand

Mandalas gibt es zur Genüge. Wenn du Vorlagen suchst, die dir gefallen, kannst du Teile davon in dein eigenes Mandala integrieren. Es hilft auch, um die Eigenheiten von Mandalas generell besser zu verstehen. Ich gehe für meine Ideensuche oft auf Pinterest.

Auf Pinterest lasse ich mich gerne inspirieren.
Auf Pinterest lasse ich mich gerne inspirieren.

Dickere und dünnere Linien machen das Gesamtbild beispielsweise spannender. Oder etwas Asymmetrisches. Um so einen Teil beim eigenen Mandala umsetzen zu können, muss ich allerdings die Zeichenhilfe kurzzeitig deaktivieren.

Für ein reizvolleres Gesamtbild wechsle ich zwischen zwei Pinseldicken.
Für ein reizvolleres Gesamtbild wechsle ich zwischen zwei Pinseldicken.

Zusatztipp: einzelne Motive

Für dein persönliches Mandala gibt es auch die Möglichkeit, kleine Motive zu integrieren. Das Mandala muss nicht komplett abstrakt sein. Neben Blumen kannst du beispielsweise auch Tierköpfe oder bekannte Comicfiguren integrieren.

Den süssen Tiger Derpy hole ich mir als Vorlage und zeichne ihn einfach nach.
Den süssen Tiger Derpy hole ich mir als Vorlage und zeichne ihn einfach nach.

Ich bediene mich in diesem Beispiel an Tiger Derpy aus dem Film «KPop Demon Hunters». Falls du kein Zeichentalent bist, kannst du dir auch ein Element aus dem Netz suchen, es in dein Projekt einfügen (Einstellungen > Foto einfügen) und es auf einer Ebene darüber nachzeichnen.

Falls du das Motiv mehrfach im Mandala haben möchtest, kannst du weiterhin mit der Symmetrie arbeiten. Sie lässt sich auch auf vier Achsen reduzieren und verschieben.

Mein Mandala ist fertig und bereit zum Druck.
Mein Mandala ist fertig und bereit zum Druck.

Export und Druck

Wenn dir dein Mandala gefällt, musst du es nur noch ausdrucken. Dafür gehst du in die Übersicht deiner Procreate-Projekte und wischst bei der Mandala-Datei von rechts nach links. Dadurch öffnet sich ein Menü, bei dem du «Teilen» antippst. Anschliessend wählst du PDF und das gewünschte Ziel. Entweder speicherst du es in den Dateien für den späteren Druck, sendest es dir per Mail, oder direkt an den Drucker. Falls vorhanden, nimm dickes Papier, dann drücken Filzstifte und Co. beim Ausmalen nicht durch.

Senden, ausdrucken, ausmalen.
Senden, ausdrucken, ausmalen.
Titelbild: Michelle Brändle

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Seit ich einen Stift halten kann, kritzel ich die Welt bunt. Dank iPad kommt auch die digitale Kunst nicht zu kurz. Daher teste ich am liebsten Tablets – für die Grafik und normale. Will ich meine Kreativität mit leichtem Gepäck ausleben, schnappe ich mir die neuesten Smartphones und knippse drauf los. 


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