

Monopoly kommt als Spiel für die Toniebox 2 – und ist kaum wiederzuerkennen
Würfel, Häuser und Hotels waren gestern: Auf der Toniebox 2 funktioniert Monopoly anders – mit Countdown-Auktionen, Geldzählern und Minispielen.
Ein Brettspiel auf der Toniebox 2? Hört, hört: Gemeinsam mit Hasbro bringt Tonies eine Adaption von Monopoly für ein bis vier Spielende ab sieben Jahren auf den Markt. Der Klassiker erscheint in der Schweiz, Deutschland und Österreich ab dem 10. September – und erinnert nur noch in Grundzügen an die berühmte Vorlage. Die Neuinterpretation soll laut Hersteller ein «interaktives, audio-basiertes Spielerlebnis für die ganze Familie» sein.
Kürzere Spiele, mehr Action, weniger Strategie
Bei Monopoly Kaufrausch wird die Toniebox 2 zur Spielleiterin. Statt sich mit Spielfiguren und Würfeln über Felder zu bewegen, richten sich alle nach den Ansagen der Box. Zu Beginn loggen sich die bis zu vier Spielenden mit einer Bankkarte ein, anschliessend konkurrieren sie um 16 Besitzrechtkarten. Wer die meisten davon sammelt, gewinnt das Spiel.

Quelle: Tonies
Häuser, Hotels und Strassen gibt es nicht, dafür kannst du zum Beispiel den «Alien Skate Park» oder das «Giant Aquarium» ergattern. Ihre Finanzen behalten alle mit sogenannten Geldzählern im Blick – das sind kleine Karten, an denen du dein Vermögen per Drehscheibe einstellen kannst. Die Box führt durch die Runden, zählt die Punkte mit und weiss, wer wen ins Gefängnis schickt.
Für Action sorgen Minispiele, die du über den zwingend benötigten Controller Tonieplay steuerst. Kommst du zum Beispiel aufs Elektrizitätswerk, lautet die Ansage: «Drücke so schnell wie du kannst, um Strom zu erzeugen!»

Quelle: Tonies
Verknüpft wie ein Social-Feed
Über 100 Gemeinschaftsfeld-Ereignisse sorgen für Abwechslung, du kannst den anderen ihre Besitzrechtkarten abluchsen und bei Auktionen darfst du ein bisschen pokern. Dann sinkt zum Beispiel ader Preis und wer als Erstes seine Bankkarte ans Gerät hält, gewinnt. Das Prinzip kommt dir bekannt vor? Mir auch.
Eine Runde soll 30 bis 40 Minuten dauern und auch sonst passt das Spiel zum Zeitgeist. Während das Original manchmal langatmig wie «Wetten, dass …» war, entspricht das neue Prinzip eher einem Social-Feed: Es verknüpft verschiedene Elemente zu einem Gesamterlebnis, für das es zum (Eltern-)Glück keinen Bildschirm braucht.
Darüber hinaus erscheinen gemeinsam mit Hasbro auch noch «Das Spiel des Lebens» und «Wer ist es?». Beide sind ab fünf Jahren empfohlen, Monopoly erst ab sieben.

Tonies peilt neue Zielgruppen an
Mit der zweiten Generation seiner Audiobox verfolgt Tonies seit gut einem Jahr eine neue Strategie. Durch interaktive Formate will man auch eine ältere Zielgruppe erreichen, die auf der Suche nach Hörspielen sonst zu Streaming-Anbietern abwandert. Nachdem zunächst Quiz- und Abenteuerspiele mit typischen Kinderhelden wie Peppa Pig oder Paw Patrol erschienen sind, schlägt die Kooperation mit Hasbro nun eine Brücke zwischen den Generationen.
Mein Kollege Stephan Lamprecht hat die Toniebox 2 zusammen mit seiner Enkelin getestet und fand das Prinzip Tonieplay gelungen. Am Gerät selbst hat er auch einige Kritikpunkte gefunden.
Einfacher Schreiber, zweifacher Papi. Ist gerne in Bewegung, hangelt sich durch den Familienalltag, jongliert mit mehreren Bällen und lässt ab und zu etwas fallen. Einen Ball. Oder eine Bemerkung. Oder beides.
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