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Motorolas neues Foldable mit Snapdragon-Chip und riesigem Akku
von Michelle Brändle

Ein Gaming-Handheld zum Falten, ein Notebook mit einem zweiten und sehr variablen Display oder ein Arbeitsgerät für 3D-Modelle: Lenovo präsentiert neue Konzepte.
Den Mobile World Congress in Barcelona nutzt Lenovo, um zu zeigen, woran die Entwicklungsabteilung arbeitet. Und das ist mit dem faltbaren Legion Go Fold, einem modularen ThinkBook und einer 3D-Workstation durchaus spektakulär.
Als Gaming-Handheld ist das Legion Go Fold Concept recht schwer. Sein 7,7 Zoll großes OLED-Display lässt sich auf 11,6 Zoll auffalten und insgesamt hat sich Lenovo vier Nutzungsmodi für das Konzeptgerät überlegt.
Den Anfang macht ein Standard-Handheld mit angeschlossenen Controllern. In diesem Zustand lässt sich das Falt-Display für den vertikalen Split-Screen-Modus aufklappen. So ließe sich etwa noch ein Stream schauen oder eine passende Karte zum aktuellen Spiel einblenden.

Im sogenannten Horizon-Vollbildmodus dreht man das aufgeklappte Display um 90 Grad und bringt die Controller außen an, um auf 11,6 Zoll im Querformat zu spielen. Im erweiterten Desktop-Modus stelle ich das Display in einen Standfuß und eine Bluetooth-Tastatur davor. Fertig ist der Notebook-Ersatz.

Der rechte Controller lässt sich wie beim Legion Go Gen 2 als Maus nutzen. Zudem verfügt er über ein kleines Display für die Uhrzeit oder Leistungsmetriken wie die CPU-Auslastung. Für die beiden Controller hat Lenovo auch ein Verbindungselement vorgesehen, das sie zu einem klassischen Controller macht.

Das Windows-Handheld stattet Lenovo mit einem Intel Core Ultra 7 258V und 32 Gigabyte Arbeitsspeicher aus. Der Akku hat eine Kapazität von 48 Wattstunden (Wh) und zur Grafikkarte des Konzeptes macht der Hersteller keine Angaben.
Beim 14 Zoll großen ThinkBook Modular AI PC Concept befindet sich ein zweites Display auf der Rückseite des Notebook-Deckels. Es ist dort nicht fest angebracht, sondern magnetisch über den «Magic Bay»-Anschluss von Lenovo, zu dem auch Pogo-Pins für die Datenübertragung gehören.
In der Grundvariante stellt sich Lenovo vor, dass eine gegenüber sitzende Person auf das zweite Display schaut. Spannender finde ich es aber, das Display abzunehmen und mit dem geschickt unter dem Notebook angebrachten Standfuß hinzustellen. So lässt es sich per Magic-Bay-Kabel als zweiten Bildschirm nutzen. Der Standfuß wirkt noch etwas unstabil.

Als weitere Variante kann ich die Tastatur aus der Basis lösen und das zweite Display an ihre Stelle setzen. So erhalte ich mit den beiden Touchscreens eine Displayfläche von 19 Zoll, die ich im Hoch- oder Querformat nutzen kann. Die Tastatur liegt dann flach vor den Monitoren und ist via Bluetooth verbunden.

Eine interessante Idee sind die austauschbaren Anschlüsse des modularen ThinkBook. Ein USB-C-Anschluss ist fest verbaut und die zwei weiteren lassen sich je nach Bedarf mit USB-C, USB-A oder HDMI belegen.

Beim Yoga Book Pro 3D Concept hat Lenovo an alle gedacht, die mit 3D-Inhalten arbeiten. Das Konzeptgerät verfügt über zwei OLED-Displays, wobei das obere mithilfe von KI-Software 2D-Inhalte in 3D-Inhalte umwandeln kann und auch anzeigt. Für die 3D-Ansicht ist keine Spezialbrille nötig.
Ich konnte einen 3D-Effekt wahrnehmen. Angenehm war er aber nicht und lädt so nicht zum Arbeiten an den 3D-Objekten ein. Da hilft es wenig, dass ich die 3D-Objekte mit Handgesten vor der Webcam des Geräts bewegen und ihre Größe ändern kann.

Das untere Touch-Display dient als Bedienelement und Lenovo bietet auflegbare Pads an. Egal, wo ich sie hinlege, erscheinen Schnellzugriff-Shortcuts für Beleuchtung, Blickwinkel oder Farbton. Sie bleiben, auch wenn ich die Pads entferne. Ich muss sie danach einzeln schließen.

Für die nötige 3D-Leistung im Yoga Book Pro 3D Concept sorgen ein Intel Core Ultra 7 und eine Geforce RTX 5070.
Zwei weitere Konzepte bringen KI an den Arbeitsplatz. Der Lenovo AI Work Companion ist eine Dockingstation mit Display. Auf diesem Bildschirm zeigt er unter anderem Kalenderinhalte an. Vor allem soll das Gerät einen gesunden Arbeitsrhythmus fördern: Es schlägt Arbeitspausen vor und überwacht die Bildschirmzeit, um Burn-out zu verhindern.

Der Lenovo AI Workmate ist die KI-Version einer Schreibtischlampe und wirbt mit Kulleraugen um Sympathie. Sie projiziert Inhalte vom Rechner, scannt Dokumente und ihre KI erledigt auf Sprachbefehle hin Aufgaben. Zudem ist der Workmate beweglich und versucht, menschliche Züge nachzuahmen.

Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Digitec und Galaxus.
Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.
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