Olympus verkauft Foto-Business
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Olympus verkauft Foto-Business

David Lee
David Lee
Zürich, am 25.06.2020
Olympus wird auf Ende Jahr seine Foto-Sparte abgeben. Übernommen wird das Ganze von einem Investor namens «Japan Industrial Partners», der dazu ein neues Unternehmen gründet.

Olympus verkauft seine Foto-Sparte an Japan Industrial Partners (JIP). Dazu wird ein neues Unternehmen gegründet, das im Besitz von JIP sein wird. Produkte und Support für bisherige Olympus-Produkte werden weitergeführt. Bis Ende Jahr soll die Übergabe abgeschlossen sein.

Olympus stellt neben Fotoausrüstung auch Mikroskope, Endoskope und diverse andere Produkte im Medizinalbereich her. Seit vielen Jahren ist dieser Bereich deutlich profitabler als der Fotobereich.

Das Fotogeschäft war für Olympus die letzten drei Jahre stets defizitär. Der Kameramarkt als ganzes ist rückläufig, die Konkurrenz hart. An diesem Umstand wird auch JIP nichts ändern können. Doch möglicherweise wird JIP das Business effizienter betreiben.

Die grosse Frage ist, ob es dabei weiterhin Innovation geben wird oder ob unter der traditionsreichen Marke Olympus fortan nur noch Me-Too-Produkte auf den Markt kommen. Olympus war immerhin zusammen mit Panasonic der Pionier bei den spiegellosen Systemkameras und hat, obwohl eher ein Aussenseiter im Markt, immer wieder spannende Neuerungen entwickelt. Die Kompetenz von JIP scheint dagegen eher das Verwerten von bestehenden Marken zu sein: Der Investor hat von Sony die Notebook-Sparte übernommen und in ein eigenes Unternehmen namens «Vaio» ausgelagert.

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David Lee
David Lee

Senior Editor, Zürich

Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere.

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