

Philips Hue bekommt KI, Backup – und funktioniert mit Nanoleaf
Neue Features, neue Kooperationen und neue Leuchten: Philips erweitert das Hue-Lichtsystem in alle Richtungen. Viel Applaus gibt es fürs Backup-System.
«Nie hätte ich gedacht, dass ich mal bei Philips auf der Bühne stehen würde», sagte Nanoleaf-Gründer Gimmy Chu bei der Präsentation der Philips-Hue-Neuheiten an der Techmesse IFA in Berlin. Auch viele Fans dürften über die Kooperation der Konkurrenten im Bereich der smarten Beleuchtung überrascht sein.

Doch davon profitieren beide Lager. Hue-Nutzer können eine ganz spezielle Art von dekorativem Licht ins System integrieren. Und Nanoleaf-Nutzerinnen brauchen kein separates System mehr, wenn sie ihre Panels mit Philips’ grosser Auswahl an konventionellem Smartlicht erweitern wollen.

So funktionierts: Ich stecke das Philips Hue Nanoleaf Wall Light Module für 40 Franken oder Euro direkt ans Nanoleaf-System. Vorerst unterstützt es nur die «Shapes»-Serie, also die Wandpanels in verschiedenen Formen. Sie lassen sich nun wie eine smarte Lampe mit allen Hue-Produkten kombinieren und mit der Hue-App ansteuern.
Die Lichtprogrammierung lässt sich sichern
Grossen Applaus von der Journalistenschar gab es für eine weniger spektakuläre Neuerung, die per Update für alle ausgerollt wird. Philips reagiert mit «Backup & Restore» auf den Wunsch von Kundinnen und Kunden, die viel Zeit in die Programmierung von Lichtstimmungen und Lampenkonfigurationen aufwenden. Diese lassen sich nun per Knopfdruck sichern.

Lichtszenen und Automatisierungen lassen sich mit jeder Bridge neu installieren. Die Wiederherstellung einer gesamten Konfiguration eines Systems ist vorerst nur mit der Bridge Pro möglich, die dafür über genügend Speicher verfügt. Das Backup steht aber erst am Anfang. Philips hat versprochen, die Funktion mit weiteren Updates auszubauen. So soll bald schon eine automatische Sicherung möglich sein.
Dank KI soll die Programmierung von Automatisierungen übrigens ebenfalls einfacher werden. Wer nicht wie bisher Abläufe mit Bausteinen erstellen will, kann dies neu mit «Custom AI Behaviours» machen. Per Chat und Sprachbefehl kann ich dem System beschreiben, was es machen soll. Die Software erstellt eine Routine, die ich dann abspeichern oder weiter bearbeiten und verfeinern kann.

Die schönste Hue-Lampe bisher
Zu den neuen Produkten gehört Screen Sync. Neben der Sync Box und der Sync App ist das nun die dritte Möglichkeit, die Lichtstimmung auf das TV-Bild abzustimmen. Screen Sync kostet 120 Franken oder Euro und ist eine Webcam, die von oben herab den Bildschirm oder den Fernseher filmt – bis zu einer Grösse von 85 Zoll.

Fast ohne Verzögerung analysiert Screen Sync, was für Farben zu sehen sind – und passt die vorhandenen Philips-Hue-Leuchten darauf an. Im Vergleich zu den bisherigen Systemen ist die Kamera universell einsetzbar, egal was auf dem Screen aus welcher Quelle abgespielt wird. Dafür gibt es eine minimale Latenz, die ich im ersten Hands-on nicht als störend empfunden habe. Eher noch würde mich die Kamera stören, die ich über den Fernseher hängen muss.
Aus den vielen neuen Lampen und Lichtern sticht «Liane» hervor, ein LED-Lichtschlauch, der in drei oder fünf Metern Länge erhältlich ist. Er basiert auf der OmniGlow-Technik, die eine gleichmässige Beleuchtung und Farbverläufe aus einem Guss ermöglicht. Der leuchtende Schlauch kann aufgehängt, geschlängelt oder gewickelt werden. Die Möglichkeiten sind schier endlos und nur durchs Budget beschränkt. Die Preise von 400 bis 530 Franken oder Euro sind der einzige Wermutstropfen bei dieser – meiner Meinung nach bisher schönsten – Leuchte von Philips Hue.

Gadgets sind meine Passion – egal ob man sie für Homeoffice, Haushalt, Smart Home, Sport oder Vergnügen braucht. Oder natürlich auch fürs grosse Hobby neben der Familie, nämlich fürs Angeln.
Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.
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