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Nintendo / The Pokémon Company
Ratgeber

«Pokémon Pokopia» Guide: 15 Tipps & Tricks für den Einstieg

«Pokémon Pokopia» ist eine cozy Life-Sim mit erstaunlich tiefgreifenden Gameplay-Mechaniken. In diesem Guide findest du Tipps für den perfekten Einstieg.

«Pokémon Pokopia» ist ein spannender Genre-Mix. Ein bisschen Life Sim, eine Prise Crafting und ein Schuss Exploration. Das Ergebnis: eines der besten «Pokémon»-Spiele seit Jahren.

Damit du dich in der Fülle an Gameplay-Mechaniken zurechtfindest, habe ich fünfzehn essenzielle Einsteiger-Tipps zusammengetragen, die dir dein «Pokémon»-Leben erleichtern sollen.

Sei geduldig und folge der Story

«Pokémon Pokopia» lässt dich schon sehr früh eine Online-Insel eröffnen, um mit anderen zu spielen. Widerstehe dieser Versuchung und konzentriere dich zunächst auf die Singleplayer-Story.

Baue die verschiedenen Städteruinen wieder auf und hilf den süssen Pokémon. Nur so bekommst du Zugang zu praktischen Items, mehr AP für deine Attacken, einem bedeutend grösseren Inventar und wichtigen Fähigkeiten.

Achtung – es folgen einige Informationen zu späteren Attacken und Pokémon, die du im Spielverlauf triffst. Falls du davon nichts wissen möchtest, gehe zum nächsten Tipp.

Mit «Gleiten» erkundet es sich viel leichter.
Mit «Gleiten» erkundet es sich viel leichter.

Spiele mindestens bis zur vierten Stadt, Glitzerwolkia. Dort erlernst du die «Gleiten»-Fähigkeit von Dragoran. Einfach der Geschichte folgen und ein Habitat für das Drachen-Pokémon basteln, damit es erscheint und dir die Attacke beibringt (Kanu im Wasser an einem hohen Ort mit zwei Wasserlinsen – keine Angst, das Spiel sagt dir, wie du vorgehen musst).

Lass dir aber auch «Walzer» (Kargbergia, Georok), «Surfer» (Trübküstia, Lapras) und «Kaskade» (Glitzerwolkia, Garados) nicht entgehen. Das sind Attacken, die du nicht zwingend lernen musst, bevor du ins nächste Gebiet vorrückst. Es lohnt sich aber, sie so schnell wie möglich freizuschalten. Mit ihnen zerstörst du viele Blöcke auf einmal («Walzer»), schwimmst auf dem Wasser («Surfer») und sogar Wasserfälle hoch («Kaskade»).

Garados findest du in einer versteckten Location in Glitzerwolkia (siehe Screenshot unten). Sprich es an und erledige eine Aufgabe, um die Attacke zu lernen. Georok und Lapras sind nicht von Anfang an auf der Map – du musst sie zunächst mit Habitaten anlocken. Für Georok gilt: vier Moosflächen neben einem moosbedeckten Felsen (diese findest du in den feuchten Höhlen von Kargbergia). Lapras wünscht sich: Meerwasser, Palme, vier beliebige Büsche (alles Sachen, die du in Trübküstia zu Hauf findest).

Hier badet Garados.
Hier badet Garados.

Falls du alles freischalten möchtest, musst du die Story komplett durchspielen. Als Belohnung gibt's eine Fähigkeit, die das ganze Spiel auf den Kopf stellt und dir enorme Freiheit beim Bauen gibt.

Wohlbefinden leichtgemacht

Um das Umgebungslevel einer Stadt zu erhöhen, musst du dich um das Wohlbefinden deiner Pokémon kümmern. Das Spiel sagt dir nicht klar, welche Schritte du konkret unternehmen musst, um das Level effizient zu steigern. Dabei ist es eigentlich ganz einfach.

  • Konsultiere zunächst den PC im jeweiligen Gebiet. Drücke auf den Minus-Knopf und schau dir das aktuelle Level an. Scrolle nach unten und mache die Pokémon ausfindig, die sich besonders unwohl fühlen. Damit das Umgebungslevel steigt, musst du primär die traurigen Pokémon am Ende der Liste glücklicher machen (und nicht die bereits zufriedenen Viecher noch zufriedener).
  • Erfülle diesen Pokémon jeden Wunsch. Meist sind sie schon mit wenig zufrieden. Eine Beere, ein Spielzeug, ein Bett – und schon steigt ihr Wohlbefinden. Steigt ein Pokémon im Wohlfühl-Rang, kannst du dich mit dem nächsten Miesepeter beschäftigen.
  • Baue Häuser, um Pokémon glücklich zu machen. Lädst du ein Pokémon ein, in einem Haus zu wohnen, wird es sich unglaublich freuen. Ein weiterer Vorteil: Das natürliche Habitat des Monsters wird frei und kann von einem Neuzugang besetzt werden. Oft ist dies die Weiterentwicklung des ersten Bewohners.
  • Baue fleissig neue Habitate, um Pokémon anzulocken. Je mehr Pokémon du hast, desto mehr kannst du glücklich machen und desto schneller steigt dein Level.
Nicht allen Pokémon geht's gut.
Nicht allen Pokémon geht's gut.

Baue Häuser ohne Bausets

Du musst keine teuren Bausets kaufen und stundenlang warten, bis die Häuser fertig gebaut sind. Die Definition eines Gebäudes im Spiel ist: vier Wände und eine Tür. Die Wände können nur einen Bauklotz hoch sein, bei der Tür reicht die billigste Holzvariante. So kreierst du binnen Sekunden neue «Häuser» für deine Viecher.

Alternativ restaurierst du eine der Ruinen in der Spielumgebung. Meist fehlen nur wenige Bauklötze, ein paar Fenster und eine Tür, bis die Häuser ihre alte Form zurückgewinnen.

Jap, das ist ein «Haus».
Jap, das ist ein «Haus».

Baue in einem neuen Gebiet sofort eine Unterkunft

Kommst du in ein neues Spielgebiet, solltest du so schnell wie möglich eine eigene Unterkunft errichten und für dich beanspruchen. Nur so kannst du zwischen den Arealen per Fast Travel hin- und herreisen. Eine Unterkunft gehört dir, sobald du eine Ditto-Fahne auf dein Grundstück platzierst.

Auch hier gilt: Deine Bleibe muss kein «echtes» Haus sein, das mit einem Bausatz entsteht. Es reichen vier mickrige, selbst gebaute Wände, eine Tür und die Ditto-Fahne. Baust du dir eine solche Outdoor-Unterkunft, bringt das weitere Vorteile mit sich: Du landest beim Schnellreisen direkt auf der Map statt in einem Innenraum. Dadurch entfällt die zusätzliche Lade-Sequenz beim Verlassen des Gebäudes – und du kannst dich ohne Wartezeit ins Getümmel stürzen.

Ich brauche nicht mehr zum Glücklichsein – und zum Schnellreisen.
Ich brauche nicht mehr zum Glücklichsein – und zum Schnellreisen.

Nimm Pokémon aus anderen Regionen mit, statt neue zu suchen

Für Bauprojekte benötigst du Ressourcen und Pokémon, die du dazu verdonnerst, auf der Baustelle zu schuften. Einige Aufgaben erfordern bestimmte Talente. Befindest du dich in einem neuen Gebiet, in dem gerade keine passenden Taschenmonster für den Job leben, musst du nicht auf Teufel komm raus neue Habitate errichten und hoffen, dass das richtige Viech erscheint.

Reise stattdessen in ein früheres Gebiet zurück und rekrutiere dort die passenden Helfer. Sage ihnen einfach, dass sie dir folgen sollen (bis zu fünf gleichzeitig). Selbst bei der Schnellreise bleiben sie an deiner Seite. Im neuen Gebiet angekommen, kannst du sie dann zur Baustelle locken und dort einsetzen.

Achtung: Einige Pokémon werden dir nicht in ein anderes Gebiet folgen, wenn du wichtige Quests noch nicht abgeschlossen hast.

Meine treuen Sklaven, ich meine Pokémon, verfolgen mich auf Schritt und Tritt.
Meine treuen Sklaven, ich meine Pokémon, verfolgen mich auf Schritt und Tritt.

Sei ein Staubsauger

Sammle alles ein, was du siehst – Müll, Bauklötze, Ressourcen. Vor allem im späteren Spielverlauf werden einige Items und Bauprojekte richtig teuer. Also, sei ein Staubsauger und verschlinge mit Dittos Spezialattacke (lange auf den Y-Knopf drücken) alles, was du findest.

Ja, es kann nerven, wenn dein Inventar ständig voll ist. Aber weisst du, was noch nerviger ist? Wenn dir für ein wichtiges Item noch fünf Meerglassplitter fehlen, aber du keine Ahnung hast, wo du diese herbekommst.

Saugen, saugen, saugen!
Saugen, saugen, saugen!

Reise auf die Wunderinseln, jeden Tag

Im ersten Spielgebiet schaltest du das Ballon-Pokémon Driftlon frei (Habitat: drei Lagerfeuer nebeneinander). Dieses komische Tierchen bringt dich auf Wunsch auf eine sogenannte Wunderinsel. Alles, was du dafür tun musst: mit einem der zahlreichen Plüsch-Pokémon interagieren, die du im Spielverlauf findest.

Jedes Plüschie bringt dich auf eine andere Wunderinsel. Auf diesen gibt es unterschiedliche Ressourcen zum Abbauen. Wenn dir für ein grösseres Projekt etwas fehlt, lohnt es sich, mit Driftlon zu reisen und dort im grossen Stil zu sammeln. Beachte: Pro Tag kannst du nur eine Wunderinsel aufsuchen. Überlege dir also gut, welche Ressourcen du gerade brauchst.

Jede Wunderinsel hat ihre eigenen Ressourcen
Jede Wunderinsel hat ihre eigenen Ressourcen

Organisiere deine Ressourcen schlau

Sei kein Messi wie ich. Zum Spielbeginn habe ich alle meine Ressourcen in irgendwelche Kisten geschmissen. Das ist dumm. Nimm dir von Anfang an vor, organisiert zu bleiben. Baue zum Beispiel eine Kiste, in der du nur Bauklötze lagerst. Eine Kiste für spezielle Items. Eine Kiste für Samen. Und so weiter.

Platziere die Kisten mit Rohmaterialien direkt neben den Werkbänken. So musst du die benötigten Ressourcen nicht zuerst von der Kiste in dein Inventar verschieben, sondern kannst direkt losbasteln.

Eine Kiste nur mit Bauklötzen. Praktisch, wenn ich mal viel Erde zum Bauen benötige.
Eine Kiste nur mit Bauklötzen. Praktisch, wenn ich mal viel Erde zum Bauen benötige.

Kein Leerlauf in der Produktion

Im Spielverlauf lernst du, wie du Rohmaterialien wie Lehm oder Eisen zu Ziegelsteinen oder Eisenbarren verarbeitest. Dafür benötigst du Öfen und die Hilfe von Feuer-Pokémon, die den Ofen anheizen. Die Verarbeitung dauert oft mehrere Stunden.

Deshalb: Baue dir in jeder Stadt eine kleine Produktionsstätte. Fülle die Öfen bei jedem Besuch mit Ressourcen und hole das fertige Produkt beim nächsten Besuch ab. So umgehst du die Wartezeit und lässt das Game im Hintergrund arbeiten. Es lohnt sich, keinen Leerlauf in der Produktion zu haben, besonders wenn du viel bauen möchtest.

Übrigens lügt das Tutorial: Du musst Feuer-Pokémon nicht manuell zum Ofen führen, damit sie sich ihrer Aufgabe annehmen. Das passiert ganz von alleine, wenn du weg bist. Brave, pflichtbewusste Monster.

Magmar befeuert einen Ofen, in dem gerade Glas hergestellt wird.
Magmar befeuert einen Ofen, in dem gerade Glas hergestellt wird.

Koche, was das Zeug hält

Installiere in jeder Stadt eine Kochinsel (Brotofen, Herd mit Pfanne und Kochtopf, Schneidebrett). Im Spielverlauf lernst du, wie man damit leckere Gerichte herbeizaubert. Sie helfen dir, deine Attacken zu verstärken. So kannst du nach dem Verzehr eines Bratlings (mehrere Bohnen in die Pfanne) plötzlich Steine mit dem «Zertrümmerer» zerbrechen, die vorher zu hart für dich waren.

Sobald du Ressourcen wie Bohnen, Weizen oder Tomaten gesammelt hast, solltest du sie verarbeiten. Es gibt nichts Frustrierenderes, als wenn du vor einem Felsbrocken stehst und ihn nicht zerschlagen kannst. Nimm immer genügend Essen mit, damit du gross und stark bleibst.

Übrigens: Kochst du mit speziellen Pokémon zusammen, kreierst du besondere Gerichte, die du für das Erstellen von neuen Habitaten benutzen kannst.

Kochen kann ich. Zumindest virtuell.
Kochen kann ich. Zumindest virtuell.

Erkunde die Umgebung, es lohnt sich

«Pokémon Pokopia» ist nicht nur eine hervorragende cozy Life-Sim, sondern auch ein richtig gutes Adventure-Spiel. Es gibt so viele coole Details und Geheimnisse zu entdecken. Vor allem langjährige «Pokémon»-Fans werden bei all den nostalgischen Verweisen Tränen verdrücken. Deshalb: Nimm dir neben all dem Bauen und Reden auch Zeit, um die Umgebung zu erkunden.

Wenn du gründlich erkundest, wirst du auf viele mysteriöse Steintafeln stossen. Was du mit diesen anstellst, erfährst du in der Spoilerbox:

Verändere die Kameraeinstellungen

Mir gefallen die Default-Kameraeinstellungen nicht. Die Kamera ist viel zu nahe am Geschehen dran, zu langsam und zickig. Meine Empfehlung nach rund 50 Stunden Spielzeit:

  • Kamera-Geschwindigkeit: 5
  • Kamera-Abstand: Weit
  • Automatische Ausrichtung: Ein
  • Automatische Zielverfolgung: Aus

Zu den letzten beiden Optionen: Die «Automatische Ausrichtung» sorgt dafür, dass die Kamera Hindernissen ausweicht. Es empfiehlt sich, diese Option zu aktivieren, weil du sonst nicht ins Innere von Block-Konstruktionen siehst (die Kamera bleibt ausserhalb eines Gebäudes, statt mit dir hineinzugehen). Die Zielverfolgung schalte ich aus, weil ich es hasse, wenn die Kamera sich automatisch der Laufrichtung meiner Spielfigur ausrichtet – vor allem in einem Spiel wie «Pokémon Pokopia», in dem ich mich oft umschaue.

Mit diesen Kameraeinstellungen habe ich eine bessere Übersicht.
Mit diesen Kameraeinstellungen habe ich eine bessere Übersicht.

Verändere die Knopfbelegung

Per Default rennst du mit dem B-Knopf und mit dem R-Knopf springst du. Mit gedrücktem B-Knopf kannst du die Kamera mit dem rechten Stick nicht gleichzeitig bedienen. Mit der Option «Steuerung (Laufen/Springen)» kannst du diese Knopfbelegung umkehren. So springst du mit B und rennst mit R.

Ist dir diese Anpassung nicht genug, kannst du im Menü ganz unten alle einzelnen Knöpfe selbst neu belegen.

Gestalte deine Attackenreihenfolge

Die Attackenauswahl in «Pokémon Pokopia» erfolgt meist über das Listenmenü in der unteren rechten Ecke des Bildschirms. Je mehr Attacken du lernst, desto mühsamer wird das Umschalten und Scrollen. Gefällt dir die Reihenfolge der Attacken nicht, kannst du sie zum Glück anpassen. Die Option ist aber gut versteckt.

Öffne das Ring-Menü mit L, wähle eine Attacke mit dem linken Analogstick aus und drücke X. Du kommst in ein Menü, in dem du die ausgewählte Attacke mit einer anderen ersetzen kannst. Das ist praktisch, wenn du merkst, dass du oft zwischen zwei Attacken hin- und herwechselst, die in der Liste nicht direkt nebeneinander stehen.

So tauschst du Attacken aus.
So tauschst du Attacken aus.

Spiele mit der Maus, um besser zu bauen

«Pokémon Pokopia» bietet eine Maussteuerung mit den Joy-Con-2-Controllern. Das wird im Game jedoch nicht angepriesen – nur eine Option in den Einstellungen deutet darauf hin. Vollkommen unverständlich, wie ich finde, denn der Mausmodus ist ein Gamechanger.

Spielst du mit der Maus, kannst du viel präziser bauen. Objekte lassen sich so pixelgenau an der richtigen Stelle platzieren. Beim Entfernen von Objekten kommt es so auch zu weniger Fehlgriffen. Ebenfalls praktisch: Du hast eine viel grössere Reichweite und kannst auch weit entfernte Items bearbeiten.

Meine heilige Pokémon-Kirche errichte ich mit der Maussteuerung (siehe Cursor).
Meine heilige Pokémon-Kirche errichte ich mit der Maussteuerung (siehe Cursor).

Zudem kannst du mit der Maus den «Zertrümmerer» viel flexibler nutzen. Du wählst präzise aus, welche Blöcke du zerstören möchtest – ohne Kollateralschaden. Sogar weit entfernte Blöcke zertrümmerst du, ohne dich vom Fleck zu bewegen. Besonders praktisch bei all den lästigen schwebenden Blöcken, die oft übrig bleiben, wenn ich eine grosse Fläche geräumt habe.

Hier zerstöre ich einen Block im Teich, den ich mit normaler Steuerung nicht erreiche.
Hier zerstöre ich einen Block im Teich, den ich mit normaler Steuerung nicht erreiche.

Meinen ausführlichen Test zum Spiel liest du hier:

  • Kritik

    «Pokémon Pokopia» ist ein gefährlich guter Zeitfresser

    von Domagoj Belancic

Titelbild: Nintendo / The Pokémon Company

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Meine Liebe zu Videospielen wurde im zarten Alter von fünf Jahren mit dem ersten Gameboy geweckt und ist im Laufe der Jahre sprunghaft gewachsen.


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