«Rings of Power»: Erster Teaser verrät, worum es in der zweiten Staffel geht
News & Trends

«Rings of Power»: Erster Teaser verrät, worum es in der zweiten Staffel geht

Luca Fontana
15.5.2024

Es ist offiziell: Die zweite Staffel von «Rings of Power» startet gleich mit drei Folgen am 29. August. Das – und noch vieles mehr – verrät der neue Teaser.

Ein Teaser, sie zu knechten … Zumindest, wenn es nach den Produzenten der teuersten Fernsehproduktion aller Zeiten geht: «The Rings of Power». Ob das gelingt?

Mit den Fans jedenfalls gibt es einiges wieder gutzumachen. Die erste Staffel erntete viel Spott, Häme und Abweisung. Die Geschichte weiche zu stark von J.R.R. Tolkiens Vorlage ab, hätte dabei historische Ereignisse durcheinander gebracht und Charaktere wie Galadriel und Elrond so dargestellt, dass sie gar nicht mehr so recht ins «The Lord of the Rings»-Universum passen – und das ist nur die Spitze eines Eisbergs der Vorwürfe.

Dem erfolgreichen Launch des ersten Teasers tut dies aber keinen Abbruch. Über 2,6 Millionen Mal wurde er bereits aufgerufen – in nicht mal 24 Stunden. Das Ende des Trailers verkündet dann auch noch das Release-Datum: der 29. August.

Worum geht es in der zweiten Staffel?

Wir erinnern uns: Am Ende der ersten Staffel gab sich Halbrand, der «wiedergefundene» König des Südens, Galadriel gegenüber als Sauron zu erkennen. Ein Schock: Zu dem Zeitpunkt machte Galadriel bereits jahrzehntelang Jagd auf ihn. Sauron ist nämlich der Schüler Morgoths, der wiederum der Ursprung von allem Bösen im Universum ist. Nach Morgoths Niedergang am Ende des Ersten Zeitalters nahm Sauron seinen Platz ein. Doch nur Galadriel scheint das Ausmass von Saurons wahrer Gefahr zu erkennen – bis jetzt.

Falls dich die ganze Vorgeschichte zu «Rings of Power» und vor allem die Kräfteverhältnisse zwischen Morgoth, Sauron, den Elben, Valar und Maiar interessiert, empfehle ich dir, hier einen Blick reinzuwerfen:

  • Hintergrund

    «Lord of the Rings»-Serie: Was hat dieses Bild zu bedeuten?

    von Luca Fontana

Der Teaser zur zweiten Staffel macht jedenfalls deutlich, worum sich die grobe Handlung dreht: Saurons Plan ist es, die Ringe der Macht zu schmieden und an die mächtigen Fürsten der Zwergen und Menschen zu schenken. Zusammen sollen sie das vom Krieg mit Morgoth gezeichnete Mittelerde nach dem Vorbild Valinors, der unsterblichen Heimat der Elben, umformen und wiederaufbauen. So zumindest Saurons Versprechen.

Weil aber niemand naiv genug ist, blind Geschenke von Sauron anzunehmen, tarnt sich der einstige Maia als schöner Elb Annatar, Herr der Geschenke. Annatar, soviel wissen wir aus Tolkiens Werken, war besonders geschickt darin, Menschen und Elben so zu manipulieren, dass sie unwissentlich nach seinem Willen handelten. Genau das wird im Teaser angedeutet, als der mächtige Elbenfürst Celebrimbor beginnt, die Ringe der Macht zu schmieden und vollenden.

Was niemand erfahren soll: Insgeheim schmiedet Sauron selbst einen eigenen Ring der Macht, mit dem er die anderen Ringe – und damit ihre Träger – knechten, finden, ins Dunkel treiben und dort ewig an seinen Willen binden kann.

Celebrimbor war es zwar, der dabei half, die Ringe der Macht zu erschaffen. Aber als er Annator als Sauron wiedererkannte und dessen List durchschaute, wollte Celebrimbor Sauron selbst eine Falle stellen. Also schuf er drei weitere Ringe der Macht für die Elben: Narya, Nenya und Vilya. Tatsächlich würde Sauron diese Ringe nie berühren, wodurch er nie Einfluss auf sie nehmen konnte. Beim Versuch, aus Celebrimbor das Versteck der Elbenringe zu foltern, tötete er schliesslich den Elben-Schmied – und sein Geheimnis mit ihm. Lange Zeit blieb der Verbleib der Elbenringe verborgen. Erst gegen Ende des Dritten Zeitalters wurde bekannt, wer ihre letzten Träger waren: Galadriel, Elrond und Gandalf.

Der Teaser zeigt auch grosse Schlachten. Die Belagerung Eregions durch Saurons Armeen etwa, wo die Ringe der Macht geschmiedet werden. Oder Sauron in seiner Gestalt als Annatar bei den Menschen in Númenor, wie er die Weichen legt, die letztlich zum Untergang des mächtigen Inselreichs führen wird. Der wurde ja bereits in der ersten Staffel in den Visionen der Königin Regentin Míriel angedeutet.

Nicht bestätigt, aber ziemlich sicher: Hier sehen wir die Belagerung Eregions.
Nicht bestätigt, aber ziemlich sicher: Hier sehen wir die Belagerung Eregions.
Quelle: «Rings of Power» / Amazon Prime Video

Und dann ist da noch der Fremde bei den Harfüssen. Fans vermuten Gandalf hinter seiner Gestalt, gerade wegen seiner Freundschaft zu den Vorfahren der Hobbits. Historisch würde das allerdings keinen Sinn machen: Laut Tolkien betrat Gandalf Mittelerde nicht vor dem Dritten Zeitalter, das erst mit der Schlacht am Mount Doom begann, wo Isildur Sauron den einen Ring vom Finger schnitt. Auch das ist ein Grund, warum Fans mit der historischen Genauigkeit von «Rings of Power» so sehr hadern.

Freut ihr euch auf die zweite Staffel? Oder graut es euch schon davor, was die Macherinnen und Macher mit Tolkiens Werken anstellen?

Titelbild: «The Rings of Power» / Amazon MGM Studios

28 Personen gefällt dieser Artikel


User Avatar
User Avatar

Abenteuer in der Natur zu erleben und mit Sport an meine Grenzen zu gehen, bis der eigene Puls zum Beat wird — das ist meine Komfortzone. Zum Ausgleich geniesse ich auch die ruhigen Momente mit einem guten Buch über gefährliche Intrigen und finstere Königsmörder.Manchmal schwärme ich für Filmmusik, minutenlang. Hängt wohl mit meiner ausgeprägten Leidenschaft fürs Kino zusammen. Was ich immer schon sagen wollte: «Ich bin Groot.» 


Diese Beiträge könnten dich auch interessieren

Kommentare

Avatar