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Samsung Newsroom
News & Trends

Samsung-TVs 2026: Das musst du wissen

Luca Fontana
9.1.2026

Samsung verspricht an der CES 2026 wieder einmal mehr von allem. Doch nicht alles davon ist relevant. Ich habe hingeschaut, sortiert und eingeordnet: Das sind die Neuerungen, die im Wohnzimmer tatsächlich einen Unterschied machen.

An Superlativen mangelt es der CES selten. Grösser, heller, schlauer – jedes Jahr aufs Neue. Auch Samsung macht da 2026 keine Ausnahme. Umso wichtiger ist es, das Marketing-Gewusel beiseitezuschieben und sich zu fragen: Was hat sich wirklich verändert? Welche Neuerungen sind mehr als nur schöne Zahlen auf einer Folie, und welche Entscheidungen haben echte Konsequenzen für den Alltag im Wohnzimmer?

Ich habe mir Samsungs CES-Auftritt genau angeschaut und mich durch Präsentationen, Demos und Ankündigungen gewühlt. Herausgefiltert habe ich das, was sich einordnet lässt und was man 2026 über Samsungs neue OLEDs und Micro-RGB-Fernseher tatsächlich wissen muss.

S95H: Das neue Flaggschiff – mit Ecken und Kanten

Das neue QD-OLED-Flaggschiff heisst S95H und tritt die Nachfolge des S95F an. Samsung positioniert ihn nicht nur als Spitzenmodell für 2026; man will ihn klar als optisch auffälliges Premium-Produkt verstanden wissen.

Der auffälligste Unterschied ist nämlich nicht bloss technischer, sondern vor allem gestalterischer Natur: Der S95H besitzt einen fixen Metallrahmen, der integraler Bestandteil des Designs ist und sich nicht abnehmen lässt. Das ist mutig. Und es ist riskant. Denn dieser Rahmen ist ein – nun, sagen wir, es ist ein Statement. Er verleiht dem Fernseher eine fast schon architektonische Präsenz und lässt ihn eher wie ein Objekt wirken als wie ein klassisches Display.

Wer diesen Look mag, bekommt einen der unverwechselbarsten OLEDs der letzten Jahre. Wer ihn nicht mag, hat Pech.
Wer diesen Look mag, bekommt einen der unverwechselbarsten OLEDs der letzten Jahre. Wer ihn nicht mag, hat Pech.
Quelle: whathifi.com

Technisch soll der S95H unter anderem deutlich heller sein als sein Vorgänger. Wie gross dieser Sprung tatsächlich ausfällt, lässt sich aktuell nicht verifizieren – CES-Demos sind dafür notorisch ungeeignet. Samsung selbst spricht von etwa 30 Prozent, ohne weitere Details zu nennen. Etwa, welche Modi für diesen Wert miteinander verglichen wurden und ob man nur von Spitzenhelligkeiten in kleinen Bildbereichen spricht.

Ein bisschen «Stat-Padding» betreibt der südkoreanische Techgigant bei seiner neuen HDMI-Strategie: Der S95H besitzt vier HDMI-2.1-Anschlüsse direkt am Gerät. Zusätzlich lässt sich optional eine Wireless-One-Connect-Box verbinden, die weitere vier HDMI-2.1-Ports bereitstellt. In der Theorie ergibt das acht (!) vollwertige HDMI-2.1-Eingänge an einem Fernseher.

Das ist sicher kein Feature für alle, ausser vielleicht für Power-User, Gamerinnen und Heimkino-Fans mit sehr komplexen Setups. Gleichzeitig zwingt Samsung niemanden mehr zur kabellosen One-Connect-Box. Wer sie will, kann sie nutzen, auch wenn sie dann extra dazugekauft werden muss. Wer sie nicht will oder braucht, lässt sie einfach weg.

S90H: Die matte Schicht rutscht in die Mittelklasse

Fast spannender als das Premium-Flaggschiff ist der S90H. Denn hier passiert das, was Samsung schon länger vorbereitet hat: Die Anti-Glare-Beschichtung, die bislang den Top-Modellen vorbehalten war, zieht in die Mittelklasse ein.

Das ist wichtig. Konkurrenz LG bringt dieses Jahr eine deutlich verbesserte C-Serie auf den Markt, quasi LGs Gegenstück zum Mittelklasse-OLED von Samsung. Während LG dort vor allem Prozessor und bei grossen Grössen das Panel upgraded, argumentiert Samsung, dass Spiegelungen der grösste Feind moderner Fernseher sind. Und unabhängig davon, wie man zu matten Displays steht – in einem hellen Raum ist der Vorteil sichtbar. Darauf poche ich auch in meinen eigenen Tests immer wieder.

  • Produkttest

    S95F im Review: Samsungs OLED-Flaggschiff überstrahlt die Konkurrenz

    von Luca Fontana

Etwas schwammig bleibt Samsung bei der Panel-Bestückung des S90H. Konkret: Offiziell kommuniziert, welche Zollgrössen mit einem QD-OLED- und welche mit einem WOLED-Panel ausgestattet werden, hat Samsung bislang nicht. Beim Vorgänger galt lediglich die 65-Zoll-Version als verlässlicher QD-OLED-Kandidat, während andere Grössen je nach Markt und Verfügbarkeit unterschiedlich bestückt wurden. Ob Samsung 2026 mehr Klarheit schafft – und QD-OLED auch auf populäre Grössen wie 55 oder 77 Zoll ausweitet – bleibt eine der entscheidenden offenen Fragen dieses Modells.

Immerhin: Der S90H verzichtet auf den auffälligen, nicht entfernbaren Metallrahmen.

Micro-RGB: grosses Potenzial, (noch) viele offene Fragen

Micro-RGB ist kein neues Thema. Schon auf der IFA 2025 in Berlin zeigte Samsung entsprechende Fernseher – damals allerdings ausschliesslich in absurd grossen Dimensionen ab 115 Zoll. Geräte, die eher als technische Schaufenster dienten denn als reale Kaufoptionen.

  • Meinung

    RGB-LED, Micro-RGB und die grosse Verwirrung

    von Luca Fontana

2026 ändert sich der Ton. Samsung spricht erstmals auch von kleineren Grössen. In Las Vegas war von Modellen bis hinunter zu 55 Zoll die Rede. Wichtig ist dabei die Formulierung: technisch möglich, allerdings noch nicht angekündigt. Weder Preise noch konkrete Verkaufsfenster wurden genannt. Bisher spricht nur Sony konkret über einen Verkaufsstart 2026 für 65-Zoll-Mini-RGB-Fernseher. Genau darum lohnt sich Zurückhaltung.

Denn Mini- und Micro-RGB bleiben eine extrem anspruchsvolle Technologie. Anders als klassische Mini-LED-Backlights arbeiten RGB-Backlights mit roten, grünen und blauen LEDs, die das Licht direkt in der gewünschten Farbe erzeugen. Das spart Filter, reduziert Verluste und verspricht ein höheres Farbvolumen – also kräftige Farben auch bei sehr hoher Helligkeit. Mein persönlicher Eindruck auf der IFA vergangenen Jahres war tatsächlich: «Diese RGB-Mini- und Micro-Fernseher können ja wirklich was!»

Das Prinzip ist elegant, die Umsetzung allerdings extrem komplex. Namentlich hat Samsung nur zwei Micro-RGB-Serien vorgestellt. Die R95-Serie bildet dabei die technologische Speerspitze: Sie richtet sich klar an das absolute Premium-Segment und umfasst unter anderem den 130-Zoll-Fernseher im «Timeless Frame». Laut Samsung handelt es sich dabei um ein Single-Piece-Panel, also keinen modularen MicroLED-Aufbau, sondern um ein zusammenhängendes Display mit mikrometergrossen RGB-Dioden.

  • News & Trends

    Samsungs Timeless Frame: 130 Zoll, Micro RGB und null Bescheidenheit

    von Luca Fontana

Darunter positioniert Samsung neu die R85-Serie, die Micro-RGB erstmals in niedrigeren Grössen und zu potenziell geringeren Preisen bringen soll. Welche technischen Abstriche diese Serie gegenüber dem R95 konkret macht, bleibt allerdings offen. Samsung bestätigt lediglich, dass beide Serien denselben Prozessor nutzen sollen. Unterschiede bei LED-Dichte, Zonenanzahl oder maximaler Helligkeit wurden nicht spezifiziert.

Noch immer kein Dolby Vision – geschweige denn Dolby Vision 2

Bevor jemand danach fragt: Ja, Samsung verzichtet auch weiterhin demonstrativ auf Dolby Vision und denkt gar nicht erst daran, Dolby Vision 2 in Betracht zu ziehen. Schliesslich soll das selbst mitentwickelte, dynamische HDR-Format HDR10+ weiter gepusht werden. Und genau wie LG will man auch HDMI 2.2 auslassen – vorerst.

  • Hintergrund

    Dolby stellt «Dolby Vision 2» vor – das steckt dahinter

    von Luca Fontana

Titelbild: Samsung Newsroom

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Ich schreibe über Technik, als wäre sie Kino, und über Filme, als wären sie Realität. Zwischen Bits und Blockbustern suche ich die Geschichten, die Emotionen wecken, nicht nur Klicks. Und ja – manchmal höre ich Filmmusik lauter, als mir guttut.


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Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.

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