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Schluss mit Shorts: Youtube gibt Eltern mehr Kontrolle

Youtube verbessert den Jugendschutz: Eltern können das Kurzformat Shorts künftig ganz ausblenden, Teenager sollen stärker kuratierten Content zu sehen bekommen – und Creators bessere Inhalte produzieren.

Vom Lernvideo Mathematik zum tiktokartigen Feed bei Youtube Shorts (ver)führt bislang ein einziger Klick. Künftig kannst du das vermeiden, wenn du deine Kinder Youtube mit Elternaufsicht nutzen lässt. Seit Kurzem ist es möglich, das Tageslimit für Youtube Shorts im Family Center oder in der Family Link App auf minimal 15 Minuten zu begrenzen. Bald soll dort auch eine Null zur Wahl stehen und der Feed entsprechend nicht mehr angezeigt werden.

Das soll helfen, exzessives Scrollen in den Kurzvideos zu verhindern. Was ebenfalls helfen könnte: Die gesetzten Limits lassen sich künftig nicht mehr einfach wegklicken und Eltern können Pausenerinnerungen dann setzen, wann sie es für richtig halten. Wenn du noch kein Youtube-Konto für dein Kind eingerichtet hast, soll das und der Wechsel zwischen verschiedenen Accounts der Familie ebenfalls einfacher werden.

Shorts sperren: Noch sind 15 Minuten das Minimum, bald soll hier auch eine Null stehen.
Shorts sperren: Noch sind 15 Minuten das Minimum, bald soll hier auch eine Null stehen.
Noch liest sich das nicht überzeugend.
Noch liest sich das nicht überzeugend.

Neuer Leitfaden für hochwertige Inhalte

In den Einstellungen kannst du bislang nur grob definieren, für welchen Altersbereich dein Kind Inhalte sehen kann. Was die Empfehlungen für Teenager betrifft, will sich Youtube ebenfalls verbessern und hat erstmals klare Leitlinien formuliert. Videos mit Bildungswert oder positiven sozialen Botschaften sollen künftig stärker gewichtet und Jugendlichen häufiger angezeigt werden. Die Leitlinien wurden unter anderem mit Expertinnen und Experten der American Psychological Association entwickelt.

Damit der Algorithmus entsprechendes Futter hat, gibt es zudem den Leitfaden «Creating for Teens» – denn irgendjemand muss die hochwertigen Inhalte, mit denen Youtube zur besseren Plattform für Jugendliche werden will, schliesslich produzieren. Und das werden Youtuberinnen und Youtuber vor allem dann tun, wenn entsprechende Videos tatsächlich bevorzugt angezeigt werden.

Content wie diesen will Youtube den Jugendlichen künftig häufiger anzeigen.
Content wie diesen will Youtube den Jugendlichen künftig häufiger anzeigen.
Quelle: Screenshot Youtube/@TEDEd

Ein notwendiger Schritt

Youtube lobt sich dafür, die branchenweit erste Funktion einzuführen, die Eltern die volle Kontrolle darüber gibt, wie viele Kurzvideos ihre Kinder konsumieren. Nüchtern betrachtet ist es einfach ein notwendiger Schritt. Denn unter Shorts findet sich genau der Tiktok- und Snapchat-Content, von dem viele Eltern ihre Kinder im frühen Teenager-Alter fernhalten wollen.

Die neuen Funktionen sind auch eine Reaktion auf den Druck der Politik. Australien hat bereits ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige eingeführt und einige europäische Länder sind an ähnlichen Regelungen interessiert. Derzeit prüft die EU-Kommission, ob die Plattformen ausreichend Schutzmechanismen für Minderjährige implementieren. Kritik kommt auch aus der Wissenschaft: Eine Studie der Cornell University kommt beispielsweise zum Ergebnis, dass bei Youtube Konten von 13-Jährigen sogar häufiger als schädlich eingestufte Videos angezeigt werden, als das bei Erwachsenen der Fall ist.

Es gibt also gute Gründe für Youtube, etwas zu ändern. Und gute Gründe für Eltern, ganz genau hinzuschauen. Das gilt übrigens auch dann, wenn du den Shorts-Feed ausblenden willst: «Aus» bedeutet im entsprechenden Menü, dass gar kein Limit mehr gesetzt ist – und keinesfalls, dass dein Kind nicht mehr Shorts suchten kann.

Titelbild: Shutterstock/Ascannio

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Einfacher Schreiber, zweifacher Papi. Ist gerne in Bewegung, hangelt sich durch den Familienalltag, jongliert mit mehreren Bällen und lässt ab und zu etwas fallen. Einen Ball. Oder eine Bemerkung. Oder beides.


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