
Shelly rüstet Smart-Home-App mit zwei KI-Assistenten aus
Shelly schickt zwei KI-Assistenten ins Rennen um das smarte Zuhause. Sie sollen Nutzerinnen und Nutzer künftig nicht nur bei der Steuerung vernetzter Geräte unterstützen, sondern auch als persönliche Berater auftreten.
«SoFi» und «MitRa» heißen die beiden Neuzugänge in der Shelly-App, die derzeit noch die Testphase durchlaufen. Beide übernehmen dabei klar getrennte Aufgaben. Während «SoFi» auf Texteingaben reagiert, den Gerätestatus anzeigt und auf Wunsch individuelle Automatisierungsszenarien erstellt, kümmert sich «MitRa» um die komplexeren Fälle: Die KI verwaltet umfangreiche Smart-Szenarien, behält Stromverbrauch und Systemleistung im Blick und versteht zudem Sprachbefehle. Laut Shelly funktioniert das in zwanzig Sprachen.
Mit den neuen Assistenten will Shelly seine Steuerungs-App deutlich aufwerten. Künftig soll sie aus Nutzungsverhalten und Gerätedaten eigenständig Empfehlungen ableiten, etwa um den Stromverbrauch zu senken. Auch Vorschläge für den Alltag sind denkbar, denn wie Shelly in seiner Mitteilung schreibt, könnte die KI beispielsweise beim Verbessern der Schlafgewohnheiten helfen.
Shelly führt erstmals ein Abo ein
Die Pressemitteilung bringt noch eine zweite Neuerung mit sich, die vermutlich nicht allen gefällt: Die App bleibt zwar in einer kostenlosen Version verfügbar, wird nun aber um ein Premium-Abonnement ergänzt.
Auf die KI-Assistenten kann zwar weiterhin kostenlos zugegriffen werden, im Abo stecken aber zusätzlich mehr tägliche Interaktionen, automatische Erinnerungen und monatliche Energieberichte. Das Abo kostet 3,90 Euro im Monat oder 35,90 Euro bei jährlicher Zahlung. Wann die KI-Assistenten tatsächlich starten, steht allerdings noch nicht fest.
Die große Datenschutzfrage
Shelly betont in der Mitteilung, dass Datenschutz für das Unternehmen an erster Stelle stehe. Persönliche Daten würden nicht gespeichert, der Assistent arbeite demnach ausschließlich mit anonymisierten Informationen und sei DSGVO-konform gestaltet.
Das klingt zunächst gut, bleibt im Kern aber vage. Denn Shelly verrät bislang nicht, welches Modell die Spracherkennung antreibt. Genauso offen bleibt, wo die gesammelten Daten verarbeitet werden, auch wenn sie anonymisiert sind.
Trotz dieser offenen Fragen zählen gerade die Spracherkennung und die KI-basierten Auswertungen zu den sinnvollen Funktionen, mit denen sich mehr aus dem Shelly-Ökosystem herausholen lassen dürfte.
Hamburger, Leseratte, Eishockey-Fan. Papa und Grosspapa. Bastelt ständig an seinem Smarthome herum. Interessiert an DIY, Outdoor, Mode und Kosmetik.
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