Trailer Tuesday: Tenet, Messiah und A Quiet Place 2

Trailer Tuesday: Tenet, Messiah und A Quiet Place 2

Luca Fontana
Luca Fontana
Zürich, am 07.01.2020

Netflix bringt mit «Messiah» die Kontroverse des Jahres. Amazon probiert die «The Boys»-Formel bei Nazis aus. Für Horror-Fans gibt’s «A Quiet Place: Part 2» und «The New Mutants». So richtig mysteriös wirkt Christopher Nolans neuer Film «Tenet».

So, genug gefeiert. Nach zweiwöchiger Weihnachts- und Neujahrspause kehrt der Trailer Tuesday zurück – mit den besten Trailern, die über die Feiertage das Licht der Kino- und Serienwelt erblickt haben.

Messiah

Oh, das ist eine Serie, die das Zeug zur Kontroverse hat. Stell dir vor, der Messias taucht tatsächlich auf. Vollbringt – scheinbar oder nicht – Wunder, die sich nicht erklären lassen. Niemand kann beweisen, dass er der leibhaftige Sohn Gottes ist. Aber ebensowenig, dass er’s nicht ist. Wie würde die Welt darauf reagieren?

Wie würdest du darauf reagieren?

Der Ausgangspunkt der Serie ist gewagt. Provozierend. Die Fragen unbequem. Da ist vorverurteilendes Misstrauen seitens der Ungläubigen, aber auch wahnhafter Fatalismus der Gläubigen. Über soziale Medien, Information und Desinformation erlangt der Mann, der behauptet, die zweite Wiederkunft Jesus zu sein, Berühmtheit und Anhänger. Er löst eine globale Bewegung aus. Ob sie aber gut oder schlecht ist – das zu entscheiden, liegt in unserer Hand.

Startdatum: 1. Januar 2020, Netflix

Hunters

Ein Junge, der noch zum Manne reifen muss (Greg Austin), verliert einen geliebten Menschen. Getötet. Ein alter, kauziger Mann (Al Pacino) sucht ihn auf und bietet ihm Rache an. Die bekäme der Junge nämlich, wenn er sich der Truppe dieses Mannes anschliesse – einer seltsamen Gruppe, die das Gesetz selbst in die Hand nimmt und in der jedes Mitglied Experte für irgendwas Verbotenes ist.

Klingt nach «The Boys»?

Ist es nicht. In «Hunters» sind die Superhelden Nazis und die Boys Nazijäger. Zudem spielt das Ganze im New York der 1970er und soll auf wahren Begebenheiten beruhen. Und: Jordan Peele, Regisseur von «Get Out» und «Us», ist ausführender Produzent.

Klingt geil.

Startdatum: 21. Februar 2020, Amazon Prime Video

A Quiet Place: Part 2

Ein Gamechanger. Das war «A Quiet Place» anno 2018. Der Film machte John Krasinski, den viele nur als Blödel aus der kultigen Serie «The Office» kennen, zum Action-Star. Gleichzeitig trat der Film eine Welle ähnlich gestrickter Horror-Streifen los, in denen die Protagonisten möglichst keine Geräusche machen dürfen, um nicht ins Gras zu beissen. Netflix’ «Birdbox» etwa.

Krasinski, der beim ersten Teil nicht nur vor der Kamera gestanden, sondern auch das Drehbuch geschrieben und Regie geführt hat, wird auch den zweiten Teil inszenieren. Das freut die Fans. Der Trailer? Sieht gut aus, wenn auch nicht mehr ganz so «quiet» wie der erste Teil.

Kinostart: 19. März 2020

The New Mutants

Ah, es gibt ihn also noch, den X-Men-Horror-Spin-Off mit Game-of-Thrones-Star Maisie Williams. Das sage ich, weil «The New Mutants» ursprünglich am 12. April 2018 in die Kinos hätte kommen sollen. Dann wurde der Start verschoben. Immer wieder. Zuletzt wegen Disneys 71,8-Milliarden-Dollar-Mega-Übernahme von 20th Century Fox im März 2019.

Aber die Prämisse des Films klingt spannend. Denn wo Charles Xaviers Schule für Mutanten sowas wie der Himmel auf Erden ist, ist das «Krankenhaus», in dem sich die neuen Mutanten behandeln lassen sollen, die pure Hölle. Kein Wunder: Mutantenkräfte wurden in bisherigen Filmen immer als was Cooles porträtiert, aber eigentlich… eigentlich können sie auch ziemlich gruselig sein.

Kinostart: 3. April 2020

Tenet

Da ist er wieder. Christopher Nolan und seine Vorliebe für nichtlineares Geschichtenerzählen. Kennen wir aus «Memento», «The Prestige» und «Dunkirk». Auch in «Inception» oder «Interstellar» spielt Zeit eine wichtige Rolle. Denn Nolan liebt es, Zeit als Stilelement für seine Filme zu nutzen.

«Tenet» wird keine Ausnahme sein. Denn der Trailer deutet an, dass die Geschichte Anfang und Ende zeitgleich erzählt. Als ob die Handlung von beiden Seiten aus auf die Mitte zusteuert. Aufs Zentrum. Wie der Filmtitel – er lässt sich ebenfalls von beiden Seiten aus lesen.

«Don’t try to understand it. Feel it», sagt eine Frauenstimme im Trailer.

Kinostart: 17. Juli 2020

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Luca Fontana
Luca Fontana

Editor, Zürich

Abenteuer in der Natur zu erleben und mit Sport an meine Grenzen zu gehen, bis der eigene Puls zum Beat wird — das ist meine Komfortzone. Zum Ausgleich geniesse ich auch die ruhigen Momente mit einem guten Buch über gefährliche Intrigen und finstere Königsmörder. Manchmal schwärme ich für Filmmusik, minutenlang. Hängt wohl mit meiner ausgeprägten Leidenschaft fürs Kino zusammen. Was ich immer schon sagen wollte: «Ich bin Groot.»

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