

Wischsauger Mova M50 im Alltagstest: sauber bis zur Fußleiste?
Randnah wischen, unter Möbel kommen und selbst Missgeschicke vom Küchenboden beseitigen: Der Wischsauger Mova M50 hat sich in meinem Alltag einiges zugetraut. Mein Test zeigt, ob das auch wirklich klappt.
Auf einem PR-Event von Mova konnte ich den Wischsauger zum ersten Mal ausprobieren, was mit einem echten Test allerdings wenig zu tun hatte: Die zwei Quadratmeter Laminat waren vermutlich der sauberste Bodenbelag in ganz Berlin, nachdem zehn Kolleginnen und Kollegen die Fläche bereits bearbeitet hatten. Für einen Alltagstest hat mir Mova das Gerät anschließend zur Verfügung gestellt. Sechs Wochen habe ich es in meinen Alltag integriert.
Schnell am Start
Der Wischsauger kommt fast fix und fertig zu mir. Frischwassertank (800 Milliliter) und Schmutzwassertank (700 Milliliter) sind bereits montiert. Ich muss lediglich den Handgriff in die Motoreinheit stecken und einen Platz für die Basisstation finden, denn die braucht im Umkreis von 1,50 Metern eine Steckdose. Ich stelle den M50 in die Station, und eine laute Stimme meldet auf Englisch, dass der Ladevorgang beginnt. Das kleine Display zeigt zudem den Akkustand in Prozent.
Ganz beschäftigungslos wird mein Staubsauger aber nicht. Für meine wenigen Teppiche brauche ich ihn weiter, denn der Wischsauger ist ausschließlich für Hartböden gedacht.
Ich lasse den Sauger dann vorerst in Ruhe und schaue ins Handbuch. Dank der guten Abbildungen leuchtet mir die Bedienung sofort ein. Mit einer Taste am Handgriff kann ich Lautstärke und Sprache einstellen. Der Mova kommt bereits teilaufgeladen ins Haus, sodass der Ladevorgang nach knapp einer Viertelstunde abgeschlossen ist.
Zum Warmlaufen: Fliesen in Küche, Bad und Flur
Ich entriegle den Frischwassertank, der direkt auf der Wischeinheit sitzt. Er besteht aus schwarz getöntem Kunststoff, was zum edlen Design des Geräts passt. Beim Befüllen finde ich das aber nicht so praktisch, weil sich der Füllstand kaum erkennen lässt.

Zudem gebe ich zehn Milliliter des mitgelieferten Reinigers (500 Milliliter) in den Tank. Die erste Runde mit dem M50 drehe ich in der Küche. Ein Druck auf den Einschalter, und der Sauger setzt sich verhalten in Bewegung. Zum Lenken braucht es kaum Kraft und das Betriebsgeräusch ist nicht lauter als bei meinem Dyson-Staubsauger.
Über die zweite Taste am Handgriff kann ich zwischen drei Modi wählen. Ich nutze den «Smarten Modus»: Ein Sensor in der Wischeinheit steuert dabei Frischwasserzufuhr und Saugleistung automatisch. Außerdem gibt es noch den Max-Modus, den ich später ausprobiere, und einen reinen Saug-Modus. Letzterer ist aber nur für verschüttete Flüssigkeiten auf dem Boden.

Der Sauger wischt tatsächlich fast bis zum Rand der Fußleiste. Es bleiben ein paar Millimeter übrig, was optisch aber nicht auffällt. Das schafft mein in die Jahre gekommener Wischer von Bissell («CrossWave Pet Pro») nicht. Die ersten zwei Bahnen machen Spaß: Der Boden sieht sauber aus, und es bleibt nur etwas Restfeuchtigkeit übrig, die einen Hauch stärker als «nebelfeucht» ist. An einer Stelle erkennt der M50, dass es etwas schmutziger ist: Der Motor dreht etwas hoch und im Display erscheint ein roter Balken.
Dann folgt eine kleine Enttäuschung: Leider schafft es der Sauger nicht ganz bis unter die Schattenfugen meiner Küchenschränke. Die sind von Ikea und haben die typische Höhe von zehn Zentimetern. Etwa bis zur Hälfte der Fuge geht es, dann ist aber Schluss, weil der Frischwassertank leicht gewölbt ist. Und schon gibt es gleich zwei Macken: einen Kratzer auf dem Gehäuse und einen auf meiner Begeisterung.

Schalte ich den Sauger aus, stoppt er nicht sofort, sondern erhöht noch einmal kurz die Saugleistung. So verhindert Mova, dass an dieser Stelle sichtbare Wasserreste auf dem Boden zurückbleiben. Das finde ich gut. Der Abdruck der Walze hat mich bei meinem alten Wischsauger immer genervt.
Auch auf den Fliesen in Flur und Bad überzeugt der M50. Ich probiere hier den Max-Modus, der laut Handbuch für eine «besonders gründliche Reinigung» sorgen soll. In diesem Modus bleibt etwas mehr Wasser auf dem Boden zurück. Für Parkett oder Laminat wäre mir das zu riskant.
Passt unter fast jeden Schrank
Mit dem smarten Modus geht es weiter im Wohnbereich, wo der M50 einen weiteren Vorteil ausspielt: Ich kann den Griff komplett flach auf den Boden klappen. So passt der Wischsauger unter meine Couch und auch unters Bett. 15 Zentimeter Höhe sollten es aber sein, sonst bleibt er stecken.
Mit der Reinigung bin ich sehr zufrieden. Alles sieht sauber aus und die Reinigungsflüssigkeit hinterlässt einen kaum wahrnehmbaren, frischen Duft.
Und ich bin immer noch bei der ersten Akkuladung: Die 60 Quadratmeter Hartboden sind sauber, der Schmutzwassertank ist voll. Also geht es zurück in die Basisstation.
Selbstreinigung und Schmutzwasserentsorgung
Nach dem Wischen teilen sich der Mova und ich die Arbeit. Per Knopfdruck starte ich die Selbstreinigung, wobei ich wieder zwischen zwei Modi wählen kann. Im Standardmodus ist alles binnen fünf Minuten erledigt: Der Mova spült die Walze, dreht sie schnell und trocknet sie anschließend mit laut Handbuch 85 Grad warmer Luft. Optional gibt es noch den Tiefenreinigungsmodus. Er dauert länger, weil die Walze langsamer dreht und das Gebläse leiser arbeitet.

Mein Teil der Aufgabe ist es, den Schmutzwassertank zu entleeren. Etwas eklig ist tatsächlich der Grobfilter, hier landen Haare, Staubflocken und größere Partikel. Theoretisch kann ich das auch einfach mit Wasser abspülen. Auf die Dauer dürfte das aber den Abfluss verstopfen. Die Lösung wäre also ein feinmaschiges Sieb. Das habe ich aber leider nicht.

Also bleibt mir also nichts anderes übrig, als den Grobfilter mit einem Tuch und Küchenpapier zu säubern. Angenehm ist das nicht, aber immer noch besser, als die Hände in einen Wischeimer zu tauchen. Das Schmutzwasser gieße ich einfach ab.
Zum Abschluss spüle ich den Tank und den Grobfilter mit klarem Wasser aus. Um Reste am Boden des Tanks zu erwischen, liegt eine Flaschenbürste bei. Danach ist der Mova wieder einsatzbereit.
Der Härtetest: eine Küchenschlacht erster Güte
Alle, die schon einmal mit Kindern in der Küche gebacken haben, kennen das Ergebnis: Genau dieses Chaos simuliere ich jetzt. Vom Späti meines Vertrauens habe ich mir zwei abgelaufene rohe Eier besorgt. Die verteile ich samt Schale sowie mit etwas Zucker, Mehl und Kakaopulver auf meinem Küchenboden. Jetzt muss der Mova im Ultra-Modus zeigen, was er kann.

Schon beim ersten Zug ist von dem unappetitlichen Gemisch auf dem Boden fast nichts mehr zu sehen. Beim zweiten Zug ist alles verschwunden. Ein Foto des Schmutzwassertanks erspare ich dir.

Ich reinige mit der «Ultra»-Einstellung auch den Rest der Küche noch einmal. Nachdem der Boden getrocknet ist, taste ich mit der Hand darüber: Nichts klebt. Und auch die Wischwalze sieht nach der intensiven Selbstreinigung aus wie neu. Das nenne ich überzeugend.
Fazit
Toller Wischsauger für alle Hartböden
Pro
- überzeugende Reinigungsleistung
- einfache Bedienung
- Selbstreinigung der Walze
Contra
- Frischwassertank etwas fummelig zu befüllen
- anfällig für Kratzer

Hamburger, Leseratte, Eishockey-Fan. Papa und Grosspapa. Bastelt ständig an seinem Smarthome herum. Interessiert an DIY, Outdoor, Mode und Kosmetik.
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