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Activision
Hintergrund

«Alle Handlungsstränge führen zu diesem Finale»: die Stars von «Modern Warfare 4» im Interview

Die «Modern Warfare»-Saga neigt sich mit dem vierten Teil dem Ende zu. Ich habe in London mit den Stars und dem Narrative Director des Spiels über die ambitionierte Geschichte des Finales gesprochen.

Am 23. Oktober erscheint «Call of Duty: Modern Warfare 4». Infinity Ward legt im diesjährigen Teil einen grossen Fokus auf die Kampagne. Die Geschichte rund um Captain Price soll nach vier Kapiteln ein fulminantes Ende finden. Gleichzeitig wagt sich das Studio mit dem Setting auf Neuland. Das Game spielt zu einem grossen Teil in Südkorea. In der Rolle unerfahrener Rekruten erlebe ich mit, wie Nordkorea den Süden überrennt.

Vor dem Launch habe ich mich in London mit dem Cast des Spiels und dem Narrative Lead Jeffrey Negus unterhalten. Ist der vierte Teil das Ende der «Modern Warfare»-Spiele? Wie führt das Studio all die offenen Fragen zu einem befriedigenden Ende in Korea zusammen? Kann Infinity Ward nach der enttäuschenden «Modern Warfare 3»-Kampagne die Gunst der Fans zurückgewinnen?

Und, besonders wichtig: Wieso nennen «Call of Duty»-Fans eine Spielfigur «Mommy»?

Barry Sloane: «Alle Handlungsstränge führen zu diesem Finale»

Der erste Stopp meiner Interview-Tour: Barry Sloane. Captain Price himself. In den ersten drei «Modern Warfare»-Reboot-Teilen spielte Barry den toughen Anführer der Task Force 141. Im vierten Ableger ist der ikonische Schnauz alleine unterwegs. Zur Erinnerung: Price hat am Ende von «Modern Warfare 3» General Shepherd abgemurkst und ist jetzt auf der Flucht. Freunde werden Feinde, ehemalige Feinde werden zu Verbündeten und Prices Geschichte wird zu Ende erzählt.

Ich habe mit Barry über die vergangenen sieben Jahre als Captain Price und den fulminanten Abschluss seiner Reise in «Modern Warfare 4» geredet – mit erstaunlich philosophischen Antworten.

Captain Price und ich. Erkennst du ihn ohne ikonischen Schnauz?
Captain Price und ich. Erkennst du ihn ohne ikonischen Schnauz?

Barry, du spielst seit nunmehr sieben Jahren eine der ikonischsten Videospielfiguren überhaupt. Wie blickst du auf diese Zeit zurück?
Barry Sloane: Es war mir eine Ehre, ein Teil von einem weltweiten Phänomen zu sein. Captain Price war meine erste Rolle in einem Game – und bisher auch meine einzige. Ich schätze sehr, wie intim und kreativ sich die Produktion bei jedem Teil anfühlte. Erst wenn das Marketing beginnt, werde ich daran erinnert, wie riesig dieses Ding eigentlich ist. Es fühlt sich immer noch verrückt an, Captain John Price auf dem Times Square oder der Las Vegas Sphere zu sehen.

Wie hat sich John Price in den vergangenen sieben Jahren und vier Games verändert?
Er hat sich der moralischen Grenze genähert, die er für sich im ersten Game gezogen hat. Entweder zieht er jetzt eine neue Grenze, geht weiter oder er bleibt stehen. Aber wir wissen alle: Price ist nicht der Typ, der stehen bleibt. Er geht in «Modern Warfare 4» weiter – und damit betreten wir Neuland. Es war unglaublich, ihn in diesem Spiel an so düstere Orte zu führen und zu sehen, wie sich der Charakter weiterentwickelt.

Caprain Price ist in «Modern Warfare 4» auf sich allein gestellt.
Caprain Price ist in «Modern Warfare 4» auf sich allein gestellt.
Quelle: Activision

Hat sich am Produktionsprozess etwas verändert, seit du das erste Mal in die Rolle von Price geschlüpft bist?
Es ist alles schneller und effizienter geworden. Wir müssen zum Beispiel keine Punkte mehr im Gesicht haben, damit unsere Mimik getrackt wird. Das spart Zeit. Und alles ist bequemer. Unsere neuen Helme bei den Motion-Capture-Aufnahmen sind viel angenehmer zu tragen. Das hilft enorm. Zudem kann ich mit der neuen Technologie viel subtiler schauspielern. Selbst kleinste Bewegungen meiner Augen werden eins zu eins ins Spiel übertragen. Es ist verrückt.

Die «Call of Duty»-Fanbase diskutiert neue Spiele meist kontrovers – zuletzt wurde etwa die Kampagne zu «Modern Warfare 3» stark kritisiert. Bekommst du die ganzen Diskussionen mit und hat das einen Einfluss auf deine Arbeit?
Ich bekomme vieles mit. Besonders nervös war ich, bevor das erste «Modern Warfare»-Game mit mir erschien. Niemand wusste, wie der Reboot ankommen würde. Zum Glück lief alles gut. Seither bekomme ich persönlich nur Positivität von der Community zu spüren. Captain Price ist ein sehr beliebter Charakter. Deshalb war es uns für «Modern Warfare 4» enorm wichtig, seine Charakterentwicklung nachvollziehbar darzustellen. Ja, er verändert sich im vierten Teil stark. Aber es soll sich alles organisch anfühlen. So, dass es die langjährigen Fans nachvollziehen können.

Barry und Julian Kostov (aka Makarov) am Set.
Barry und Julian Kostov (aka Makarov) am Set.
Quelle: @negusaurus / Instagram

Du bist selbst Fan der alten «Modern Warfare»-Trilogie und hast vor Jahren erwähnt, dass dir besonders die Sniper-Mission in Pripyat aus «Call of Duty 4: Modern Warfare» in Erinnerung geblieben ist. Gibt es in deinen «Modern Warfare»-Spielen Momente, die du besonders beeindruckend findest?
Oh ja, mir fallen sehr viele Beispiele ein. Über die Missionen in «Modern Warfare 4» sollte ich besser noch nicht reden. Aber wenn ich zurückdenke, dann ist die Mission «Clean House» aus meinem ersten «Modern Warfare»-Spiel mein absoluter Lieblingsmoment. In kompletter Dunkelheit mit Nachtsichtgeräten ein Haus infiltrieren. Wahnsinn. Die Grafik, das langsame Spieltempo – das fühlt sich extrem realistisch an. Darum hat mir auch Pripyat so gefallen. Ich musste meine Umgebung genau beobachten, mich langsam und mit Bedacht fortbewegen. Ich liebe dieses systematische Vorgehen. Deshalb habe ich in Online-Matches auch keine Chance – dort wird Captain Price vor allem abgeballert.

«Modern Warfare 4» wird als «epische Konklusion» der Saga rund um Price beworben. Das hört sich sehr nach Ende an. Wie fühlst du dich dabei?
Wie bei allen grossen Dingen – nicht nur bei Videospielen, sondern auch im Leben – kommt irgendwann alles zu einem Ende. Alle Handlungsstränge, die wir aufgebaut haben, führen zu diesem Finale. Wir können es nicht weiter hinauszögern. Ich fühle mich gut mit diesem Abschluss. Wie glücklich wir im Leben sind, hängt davon ab, wie wir mit Veränderungen umgehen. Ich empfinde einfach grosse Dankbarkeit, dass ich dabei sein durfte – und freue mich auf das, was als Nächstes kommt.

Captain Price spannt in «Modern Warfare 4» mit ehemaligen Feinden zusammen. Hier: die Kartellchefin Valeria Garza, gespielt von María Elisa Camargo.
Captain Price spannt in «Modern Warfare 4» mit ehemaligen Feinden zusammen. Hier: die Kartellchefin Valeria Garza, gespielt von María Elisa Camargo.
Quelle: Activitsion

María Elisa Camargo: «Fans nennen mich Mommy, ich nenne sie Chiquitos»

Als Nächstes treffe ich die ecuadorianische Schauspielerin María Elisa Camargo. Sie sorgte mit ihrem Auftritt in «Modern Warfare 2» für Furore. Mit nur wenig Screentime eroberte sie als Kartellchefin Valeria Garza, aka «El Sin Nombre», die Herzen der «Call of Duty»-Fans.

Ich rede mit María über das überwältigend positive Feedback und erfahre, wie sie ihre Kenntnisse aus der Telenovela-Welt in «Call of Duty» einsetzt.

María Elisa Camargo und ich.
María Elisa Camargo und ich.

Du hast als Schauspielerin viel Erfahrung mit Telenovelas gesammelt. Wie viel Telenovela steckt in «Call of Duty»?
María Elisa Camargo: (lacht) Mein Charakter Valerie bringt definitiv eine Prise Telenovela in die «Call of Duty»-Welt. Es gibt ein berühmtes Zitat aus «Modern Warfare 2», das sehr Telenovela ist:

¿Puedes sacar la puta cabeza del culo por un segundo? ¡Puta madre, Alejandro!

Entschuldigung. Ich glaube, das muss ich nicht übersetzen, oder? Aber dass Valeria so die Kontrolle verliert, ist eher die Ausnahme. Sie ist sehr ruhig, überlegt und manipulativ. Sonst könnte sie als Chefin eines Kartells gar nicht bestehen.

Sind die Produktionsprozesse einer Telenovela und eines Games wie «Call of Duty» überhaupt vergleichbar?
Telenovelas sind Hardcore! Sie haben mir so viele wertvolle Skills beigebracht. Stell dir vor: Wir drehen dreissig bis vierzig Szenen pro Tag. Es ist ein Marathon für mein Gedächtnis und meine Schauspielkünste. Wenn ich in Hollywood-Produktionen mitspiele, bin ich bestens vorbereitet. In den Staaten beschweren sich Leute, dass sie drei bis vier Szenen pro Tag auswendig lernen müssen. Und ich denke mir nur: Hört auf zu heulen.

Games bringen nochmal eine ganz andere Herausforderung mit sich. Ich bin nicht auf einem Set, sondern auf einer leeren Stage. Die ganzen physischen Reize einer TV-Produktion fehlen. Ich muss auf die eigene kindliche Fantasie zurückgreifen. Gleichzeitig trage ich einen albernen Anzug und einen Helm mit Hörnern. Man muss so tun, als wäre das alles völlig normal. Dafür braucht man schon die Persönlichkeit und den Mut, sich auch mal lächerlich zu machen.

María im Motion-Capture-Anzug am Set.
María im Motion-Capture-Anzug am Set.
Quelle: @negusaurus / Instagram

Was ist anstrengender – Telenovelas oder «Call of Duty»?
Spontan würde ich sagen, es ist anstrengender, 40 Szenen pro Tag abzudrehen. Mir gefällt die Arbeit an Games aber tatsächlich mehr. Der ganze Motion-Capture-Prozess ist einfach faszinierend. Ich bekomme Anweisungen von drei verschiedenen Seiten. Unser Regisseur Jeff Negus kümmert sich um die Dialoge – und manchmal ändert er ganze Szenen spontan. Mit ihm weiss ich nie, was mich am Set erwartet. Die Militärexperten zeigen mir, wie ich mit Waffen umgehen soll. Und dann gibt es noch die Techniker, die mir vorgeben, wo und wie ich mich im Raum bewegen darf, damit meine Aktionen korrekt getrackt werden.

Die Fans lieben dich und Valeria, obwohl die Kartellchefin bisher nur wenig Screentime bekommen hat. Kannst du dir erklären, wieso der Charakter so viele Menschen anspricht?
Ich glaube, ein Teil ihres Erfolgs liegt darin, dass sie Latina ist. Viele Fans mit lateinamerikanischen Wurzeln erzählen mir, dass sie sich bei meinen spanischen Ausrufen an ihre Mütter erinnern, die früher mit der Chancla (auf deutsch: Latsche) nach ihnen geworfen haben. Das berührt mich sehr. Für mich zeigt es, wie präsent und angesagt die Latino-Kultur mittlerweile ist. Ich freue mich, dass ich dazu beitragen kann, diese Kultur zu repräsentieren.

Valeria blüht in «Modern Warfare 4» auf.
Valeria blüht in «Modern Warfare 4» auf.
Quelle: Activision

Hat diese starke positive Fan-Reaktion beeinflusst, wie sich der Charakter weiterentwickelt – und hatte es einen Einfluss auf die stärkere Präsenz Valerias in «Modern Warfare 4»?
Ich glaube ja. Das Team hört sehr stark auf das Feedback der Community. Manchmal fühlt es sich für mich so an, als würden sie nicht über den nächsten Schritt nachdenken, bevor sie die Meinung der Fans zum vorherigen Schritt gehört haben.

Das merke ich auch im Umgang mit uns und in der Bewerbung des Spiels. Sie geben uns viel Freiraum, um mit dem Feedback zu spielen. Ein Beispiel: Viele Fans nennen mich «Mommy». Aus Gründen. Für ein Video haben wir uns überlegt, wie ich die Fans nennen könnte. Wenn sie mir «Mommy» sagen, nenne ich sie ab jetzt «Chiquitos». Ich bin eure Mami und ihr seid meine Söhne. All ihr Chiquitos da draussen, ihr wisst schon, was ich meine!

Und was können deine Chiquitos von Valeria in «Modern Warfare 4» erwarten?
Die echte Valeria! Bisher haben die Fans sie noch gar nicht richtig kennengelernt, obwohl sie ihr schon so viel Liebe entgegenbringen. Bislang haben sie sie vor allem als Drogenboss erlebt, der alles unter Kontrolle hat. Jetzt muss sie selbst die Drecksarbeit erledigen. Ausserdem geht sie eine höchst umstrittene Allianz mit John Price ein. Zwischen den beiden entwickelt sich eine unerwartete Beziehung, die von gegenseitigem Respekt, aber auch von Misstrauen geprägt ist. Beide wissen, wie gefährlich und clever der andere ist. Diese Spannung wird für die Fans besonders interessant sein.

Apropos John Price – ich habe Barry gefragt, wie es sich anfühlt, ein Teil der «epischen Konklusion» von «Modern Warfare 4» zu sein. Das Gleiche will ich auch von dir wissen. Was geht dir dabei durch den Kopf?
Es ist definitiv ein besonderer Moment. Mehr kann ich zum Abschluss nicht verraten, aber die Geschichte und das ganze Universum erreichen einen entscheidenden Wendepunkt. Was danach kommt, wissen wir selbst noch nicht. Letztlich entscheiden die Fans, wie es weitergeht – wie gesagt, das Team hört auf Feedback. Ich hoffe auf jeden Fall, dass dieses Kapitel für spannende Diskussionen sorgt.

Eine schwierige Allianz: Valeria und Price.
Eine schwierige Allianz: Valeria und Price.
Quelle: Activison

Joseph Lee & Jeffrey Negus: «Wir bewegen uns in einer moralischen Grauzone»

Zum Schluss treffe ich mich auf ein Double-Interview-Date mit Joseph Lee und Jeffrey Negus. Für den koreanisch-amerikanischen Schauspieler Joseph ist es das erste Mal, dass er in einem Game mitspielt. Er verkörpert den Soldaten Kal, der in Südkorea die Invasion nordkoreanischer Truppen miterlebt. Jeffrey ist Narrative Lead bei Infinity Ward – er ist seit 2016 beim Studio und hat die gesamte «Modern Warfare»-Reboot-Saga begleitet. Beim vierten Teil ist er für die Geschichte zuständig und führte am Set Regie.

Mit den beiden rede ich über den Aufstieg koreanischer Popkultur und wie schwierig es ist, ein neues Setting und neue Charaktere im letzten Kapitel einer Geschichte einzuführen.

Jeffrey Negus (links), Joseph Lee (Mitte) und ich.
Jeffrey Negus (links), Joseph Lee (Mitte) und ich.

Koreanische Kultur hat in den vergangenen Jahren enorm an Popularität gewonnen – in Filmen, Serien und Musik. War das einer der Gründe, wieso ihr euch entschieden habt, dass «Modern Warfare 4» in Korea spielen soll?
Jeffrey: Definitiv. Es ist faszinierend, wie sich koreanische Popkultur verbreitet. Wir sind selbst auch grosse Fans. Es gibt aber noch einen weiteren Grund: Das Multiplayer-Team wollte einen DMZ-Modus entwickeln, der in der tatsächlichen demilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea spielt. Von dort aus begannen wir, eine Geschichte zu entwickeln: Was wäre, wenn auf der koreanischen Halbinsel ein Konflikt ausbrechen würde? Wir überlegten, welche spannenden Möglichkeiten sich daraus ergeben, welche Figuren wir zum Leben erwecken und wie wir die Kultur durch neue Charaktere repräsentieren könnten.

Ausserdem wollten wir zu unseren Wurzeln zurückkehren und in einem grossen Kriegsszenario die Perspektive einfacher Soldaten zeigen. Dieser Schauplatz bietet dafür die perfekte Grundlage: Wir begleiten eine junge, eingezogene Einheit aus südkoreanischen und amerikanischen Soldaten.

Die Kampagne beleuchtet auch die nordkoreanische Seite.
Die Kampagne beleuchtet auch die nordkoreanische Seite.

Joseph, als koreanisch-amerikanischer Schauspieler hast du einen direkten Bezug zur koreanischen Kultur. Wie hast du deine Erfahrungen in die Entwicklung deines Charakters Kal einfliessen lassen?
Joseph: Zum Glück war die Rolle in gewisser Hinsicht sehr authentisch, weil Kal auch koreanisch-amerikanisch ist. Deshalb musste ich mich nicht gross vorbereiten oder recherchieren. Es hat einfach Spass gemacht, mich darauf einzulassen und mit anderen koreanisch-amerikanischen Schauspielern und Freunden zusammenzuarbeiten – zum Beispiel mit Young Mazino, mit dem ich bereits bei «Beef» gedreht habe.

Du bist nicht nur Schauspieler, sondern auch Maler. Ich habe deine Werke auf Instagram gesehen und bin beeindruckt. Wenn du die Geschichte von «Modern Warfare 4» auf einer Leinwand festhalten müsstest, was wäre darauf zu sehen?
Joseph: Oh wow. Das ist mal eine spannende Frage. Die Farbpalette wäre eher gedeckt, aber auf eine coole Art. Ich würde zudem gerne einige Porträts der Figuren malen. Auch die Landschaften, die das Designteam geschaffen hat, finde ich unglaublich. Davon würde ich gerne meine eigene Version anfertigen.

Jeffrey: Darf ich noch etwas ergänzen? Wir bewegen uns in «Modern Warfare 4» in moralischen Grauzonen. Ich stelle mir ein Gemälde vor, in dem mehrere Bilder ineinander übergehen und sich überlagern. Jeder würde darin etwas anderes sehen. Nichts wirkt auf alle Menschen gleich, und vermutlich wäre nicht sofort klar, was genau man da eigentlich sieht. Ich glaube, Joe würde so etwas hervorragend umsetzen. Ich bin ohnehin ein grosser Fan seiner Kunst.

Kal muss als unerfahrener Soldat durch die Hölle gehen.
Kal muss als unerfahrener Soldat durch die Hölle gehen.
Quelle: Activision

Viele Fans spekulieren, dass «Modern Warfare 4» der letzte Teil der Reihe ist. Werden die Geschichten dieser Figuren zu Ende erzählt, oder lasst ihr die Tür für weitere «Modern Warfare»-Spiele offen?
Jeffrey: Mal sehen, was die Zukunft bringt. Was ich dir sagen kann: Uns war besonders wichtig, die Geschichte in neue Richtungen zu lenken und die Spieler an Orte zu führen, die sie noch nicht kennen. Dabei verändern sich die Figuren auf unerwartete Weise. Manche Entwicklungen lassen sich nicht mehr rückgängig machen und steuern auf ein Ende hin. Wir haben in den vergangenen drei Games viele Fragen aufgeworfen, und dieses Spiel liefert darauf endlich zahlreiche Antworten. Wir sind gespannt, wie die Spieler darauf reagieren.

Joseph, wie fühlt es sich an, als neues Cast-Mitglied so spät in eine epische Geschichte dazuzustossen?
Joseph: Ehrlich gesagt kannte ich die Spiele vorher nicht und wusste zum Glück nicht, was mich erwartet. Ich ging also ohne grossen Druck rein – ohne die Angst, was Fans sagen könnten. Die Erfahrung war sehr lehrreich. Und auch die engagierte Fangemeinde kennenzulernen, war spannend. Es war toll, sich mit ihr auszutauschen. Ich fühle mich sehr geehrt, Teil davon zu sein.

Jeffrey: Das ist übrigens unser bisher grösster Cast in der Geschichte von «Modern Warfare». Es war eine unheimlich grosse Herausforderung, die neuen Figuren in die bestehende Geschichte zu verweben und gleichzeitig die koreanische Kultur sowie den Konflikt in Korea auf eine Weise darzustellen, die man in Videospielen bisher nicht gesehen hat.

Viele neue Charaktere und ein neues Setting im letzten Kapitel einer Saga. Eine Herausforderung.
Viele neue Charaktere und ein neues Setting im letzten Kapitel einer Saga. Eine Herausforderung.
Quelle: Activison

Was sollen die Spieler fühlen, wenn der Abspann läuft?
Jeffrey: Ich hoffe, dass die Spieler am Ende zufrieden sind, denn das Spiel bietet viele Gründe dafür. Mir gefällt auch der Vergleich mit dem Gemälde: Manche Ereignisse werden von verschiedenen Menschen ganz unterschiedlich interpretiert. Durch die vielen Figuren können wir dieselben Momente aus unterschiedlichen Perspektiven zeigen. Ich bin gespannt, wie die Spieler darüber diskutieren und was sie davon halten

Joseph: Dem kann ich mich nur anschliessen.

Das Finale soll episch werden.
Das Finale soll episch werden.
Quelle: Activision

Wie zufriedenstellend «Modern Warfare 4» tatsächlich ist, werde ich ausführlich testen. Willst du nichts verpassen, klicke unten auf «Folgen» und «Thema folgen». In der Zwischenzeit findest du hier meine Review zum letztjährigen «Call of Duty»-Ableger:

«Call of Duty: Modern Warfare 4» erscheint am 23. Oktober für PS5, Xbox Series X/S, Switch 2 und PC. Der Early Access zur Kampagne startet am 16. Oktober. Activision hat mich zum Preview-Termin in London eingeladen und die Reisekosten übernommen. Die Interviews wurden gekürzt und zur besseren Verständlichkeit redigiert.

Titelbild: Activision

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Meine Liebe zu Videospielen wurde im zarten Alter von fünf Jahren mit dem ersten Gameboy geweckt und ist im Laufe der Jahre sprunghaft gewachsen.


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