Android: Google kündigt Einschränkung von Werbetracking an

Jan Johannsen
Hamburg, am 17.02.2022

Google will in den nächsten Jahren weniger private Daten für Werbung auf Android-Geräten sammeln. Dabei soll die «Privacy Sandbox» helfen.

Werbetracking unter Android soll in den kommenden Jahren mit der Privacy Sandbox eingeschränkt werden. Das kündigt Anthony Chavez, der Vice President des Product Management von Google für Android Security & Privacy, in einem Blogpost an. Ziel sei es, für die Ausspielung von Werbung weniger private Daten zu sammeln.

Werbung mit weniger privaten Daten

Die Privacy Sandbox ist der Versuch, die Privatsphäre der Nutzer*innen zu schützen und trotzdem eine gezielte Ausspielung von Werbung zu ermöglichen. Vereinfacht gesagt, sammeln Werbenetzwerke dann keine Daten mehr über verschiedene Apps und Webseiten hinweg. Stattdessen verbleiben diese in der Privacy Sandbox und ermöglichen Werbung nach Zielgruppen, ohne dass persönliche Daten herausgegeben werden.

Soweit die Theorie. Wie genau das technisch umgesetzt wird, klärt Google in den nächsten Monaten und Jahren mit Entwickler*innen und anderen Firmen.

«Die Privacy Sandbox für Android ist ein wichtiger Teil unserer Mission, die Privatsphäre von Nutzern zu schützen und gleichzeitig Entwicklern und Unternehmen die Werkzeuge an die Hand zu geben, die sie für den Erfolg im mobilen Bereich benötigen.»
Anthony Chavez, VP, Product Management, Android Security & Privacy, Übersetzung: JJ

Im Chrome-Browser lässt die Privacy Sandbox bereits Third-Party-Cookies verschwinden. Aus Googles Perspektive sind sie veraltet und der Konzern nutzt die Umstellung, um mit mehr Privatsphäre zu punkten. Auf das Werbegeschäft kann der Konzern jedoch nicht verzichten. Im vierten Quartal 2021 sorgte Werbung für 61,2 Milliarden Dollar von den 75,3 Milliarden Dollar des Konzernumsatzes.

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Apple geht dagegen rigoroser vor. Die mit iOS 14.5 eingeführten Anti-Tracking-Maßnahmen kosten andere Unternehmen Geld. Meta, der Mutterkonzern von Facebook, Instagram und Whatsapp, rechnet für 2022 damit, durch die Anti-Tracking-Maßnahmen von Apple auf iPhones und iPads zehn Milliarden Dollar weniger Umsatz zu machen.

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Jan Johannsen
Content Development Editor
jan.johannsen@galaxus.de

Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Galaxus.de. 


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