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Anthropics Q3-Zahlen zeigen Verlangsamung des Wachstums

Das operative Ergebnis des KI-Anbieters rutschte im letzten Quartal vor dem Börsengang wieder in die Verlustzone. Bereits über die nächsten zwölf Monate fallen 70 Milliarden US-Dollar für Rechenleistung und Infrastruktur an.

Eine Woche nach dem ersten öffentlichen Einblick in Anthropics Finanzen hat der KI-Konzern sie um die Zahlen des dritten Quartals 2026 ergänzt. Die überarbeitete Version des S-1-Antrags zeigt das, was Leaks und Schätzungen vermuten liessen.

Das Wachstum von Quartal zu Quartal verlangsamte sich von 144 Prozent (Q2) auf 47 Prozent (Q3). In absoluten Zahlen ist das Umsatzwachstum dennoch weiterhin beträchtlich. Die operativen Einnahmen stiegen von 11,5 Milliarden US-Dollar (Q2) auf 17 Milliarden (Q3). Insgesamt erwirtschaftete Anthropic in den ersten drei Quartalen 33,2 Milliarden – 13 Mal so viel wie in der gleichen Periode im Vorjahr.

Allerdings stiegen die operativen Ausgaben im dritten Quartal noch schneller an als die Einnahmen. Sie beliefen sich auf 17,5 Milliarden US-Dollar. Daraus resultiert ein operativer Verlust von 0,6 Milliarden und eine operative Marge von -3 Prozent. Im Q2 lag diese noch bei 8 Prozent. Grund für die Verschlechterung sind deutlich höhere Compute-Kosten. Sprich: Der Betrieb von Anthropics LLMs war wieder weniger kosteneffizient. Vermutlich, weil temporäre Rabatte für Rechenleistung bei SpaceX ausgelaufen sind.

Die dritte wichtige Kennzahl, die nun nicht mehr geschwärzt ist, sind die kumulierten Verpflichtungen und geplanten Investitionen: 895 Milliarden US-Dollar. Davon werden 70 Milliarden in den nächsten zwölf Monaten fällig. Ein Grossteil davon sind nicht stornierbare Verträge für Rechenleistung.

Kreditwürdigkeit: «Junk»

Anthropic muss seinen Umsatz weiter nach oben skalieren, damit es die Rechnung aus dem Tagesgeschäft stemmen könnte. Die aktuellen 47 Prozent Wachstumsrate würden dafür ausreichen. Bliebe sie konstant, lägen die Einnahmen in den nächsten vier Quartalen bei insgesamt 200 Milliarden US-Dollar. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass sich das Wachstum weiter verlangsamt. Ab einem gewissen Punkt wäre es wohl auch durch die verfügbare eingekaufte Rechenleistung begrenzt – der Grat zwischen zu viel und zu wenig Compute-Verträgen ist schmal.

Auch ohne optimalen Geschäftsverlauf hat Anthropic eine Kriegskasse, um die nächsten Jahre zu stemmen. Die liquiden Mittel und kurzfristigen Anlagen beliefen sich am 30. September 2026 auf 132 Milliarden US-Dollar. Mit dem Börsengang dürften nochmals über 100 Milliarden dazukommen.

Danach wird es schwieriger. Investment-Gigant Blackstone rechnet damit, dass Anthropics Kreditwürdigkeit von den Ratingagenturen nur als BB+ («high junk») eingestuft wird. Damit wären Anleihen nicht «investment grade» und das Unternehmen müsste höhere Zinsen zahlen, sobald es Investitionen über Fremdkapital statt Eigenkapital finanzieren will.

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Mein Fingerabdruck verändert sich regelmässig so stark, dass mein MacBook mich nicht erkennt. Der Grund: Sitze ich nicht vor einem Bildschirm oder stehe hinter einer Kamera, hänge ich oft an den Fingerspitzen in einer Felswand.


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