Bose Sport Earbuds: die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte
Bose Sport Earbuds: die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte
ReviewSport

Bose Sport Earbuds: die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte

Patrick Bardelli
Patrick Bardelli
Zürich, am 19.11.2020
Vor drei Jahren hat Bose mit den SoundSport Free seine ersten komplett kabellosen In-Ear Kopfhörer auf den Markt gebracht. Nun kommt das Nachfolgemodell. Die Sport Earbuds überzeugen im Test – mit einer Ausnahme.

Ich war happy, damals im Frühling 2018. Eben hatte ich mir die neuen, komplett kabellosen In-Ear Kopfhörer von Bose gekauft. Die SoundSport Free waren wie gemacht für meine Ohren. Seither testete ich für Galaxus diverse Sportkopfhörer. Aber egal, ob Sony, Beats oder Philips: Am Ende des Tages blieb ich den SoundSport Free treu. Wenn's passt, dann passt's.

*Kabellos glücklich** mit den «SoundSport Free» von BoseVideo
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Kabellos glücklich mit den «SoundSport Free» von Bose

Der einzige Nachteil der SoundSport Free ist die Optik: Mit den Dingern in den Ohren siehst du entweder aus wie Shrek oder Lt. Uhura aus Star Trek.

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Bose Sport Earbuds

Nun kommt von den Amerikanern die zweite Generation ihrer True-Wireless-Sportkopfhörer:

Hier fällt mir als Erstes die Grösse auf. Oder besser gesagt, dass die Earbuds kleiner sind als ihre Vorgänger. Gemäss Bose ist es rund ein Drittel. Das sieht man und das ist gut so. Im Lieferumfang sind Ohreinsätze in drei verschiedenen Grössen enthalten: small, medium und large. Alle Komponenten, die mit dem Ohr in Kontakt kommen, bestehen aus weichem Silikon – Bose verwendet keinen Hartkunststoff. Ich bin sehr zufrieden mit dem Tragekomfort. Kein Druckstellen und die Earbuds sitzen fest im Ohr.

Wenigstens die Kopfhörer erinnern nicht mehr an Shrek.
Wenigstens die Kopfhörer erinnern nicht mehr an Shrek.

Die Sport Earbuds haben zwar keine aktive Geräuschunterdrückung (ANC), trotzdem nehme ich die Umgebungsgeräusche nur sehr schwach war. Das liegt laut Bose an ihren leicht ovalen Eartips, die im Gehörgang einen luftdichten Abschluss bilden – also passives Noise Cancelling. Sehr nützlich, wenn im Gym der «Kollege» nebenan alle akustisch wissen lassen muss, dass er gerade wahnsinnig viel Gewicht stemmt.

Generell überzeugt mich der Sound. Der ist Geschmackssache. Meinen treffen die Sport Earbuds auf jeden Fall. Ich mag den satten Sound mit anständig Bass. Der Active-Equalizer verstärkt die Höhen und Bässe automatisch und sorgt für ein ausgewogenes Klangbild. Egal, wie laut ich Musik höre, die Höhen überschlagen sich nicht und der Bass ist präsent.

Lieferumfang der Bose Sport Earbuds.
Lieferumfang der Bose Sport Earbuds.

Specs: Akkulaufzeit

  • Akkulaufzeit: bis zu 5 Stunden, mit vollständig geladenem Etui weitere 10 Stunden
  • Akkuladedauer der Earbuds: 2 Stunden
  • Akkuladedauer des Transportetuis: 3 Stunden
  • Dauer der Schnellaufladung: 15 Minuten für 2 Stunden
  • Lademethode: USB-C
  • Akkutyp (Earbud): Lithium-Ionen-Akku (Knopfzelle in Metallgehäuse)
  • Akkutyp (Transportetui): Lithium-Ionen-Akku (Pouch-Zelle)
  • Automatisches Ein-/Ausschalten zur Schonung des Akkus

Die Bose Sport Earbuds verfügen über die Schutzklasse IPX4. Das heisst, die Elektronik im Inneren ist gegen Spritzwasser aus allen Richtungen geschützt. Anstelle von Tasten sind die Ohrhörer mit einer Touch-Sensor-Steuerung ausgestattet. Der rechte Earbud steuert die Musikwiedergabe und nimmt Anrufe entgegen. Am linken Earbud kannst du durch Doppeltippen individuelle Shortcut-Funktionen deiner Wahl nutzen, um zum Beispiel den Ladezustand zu überprüfen. Die jeweilige Funktion legst du mithilfe der Bose Music App fest. Die Sensoren funktionieren einwandfrei, was bei Konkurrenzprodukten nicht immer der Fall ist.

Specs: Abmessung/Gewicht

  • Earbuds: 1,87 cm x 2,66 cm x 2,1 cm (HxBxT) (jeweils 6,75 g)
  • Transportetui mit Ladefunktion:8,9 cm x 5,1 cm x 3,2 cm (LxBxT)
  • USB-Kabel: 30,5 cm

Der Dealbreaker?

Hier kommt die eingangs erwähnte Ausnahme, die zum Dealbreaker werden könnte. Weder über den linken noch den rechten Earbud kannst du die Lautstärke regulieren. Ohne Griff zum Smartphone geht diesbezüglich nichts. Das ist schwach, sackschwach sogar. Liebes Bose-Team, das könnt ihr doch bestimmt besser. Wir alle kleben schon genug an unseren Telefonen. Da will ich nicht auch noch beim Sport damit rumfummeln, wenn ich die Lautstärke verändern möchte. Bitte unbedingt beim nächsten Software-Update anpassen. Danke!

Aktualisierung vom 10.12.2020: Das Bose-Team kann's besser! Und hat hier nachgerüstet: siehe Video unten. Am rechten Earbud kannst du nun durch Wischen nach oben oder unten die Lautstärke regeln. Ausserdem weiterhin durch Doppeltippen die Musikwiedergabe starten oder anhalten und Anrufe annehmen. Na, geht doch.

Specs: Bluetooth/Material

  • Bluetooth-Reichweite: bis zu 9 Meter
  • Bluetooth-Version: 5.1
  • Codec: SBC und AAC
  • Earbuds: Kunststoff/Goldauflage/Polymerbeschichtung
  • Ohreinsätze: Silikon
  • Transportetui: Hartkunststoff
Wenn's mal wieder anstrengend ist: Musik motiviert mich beim Joggen.
Wenn's mal wieder anstrengend ist: Musik motiviert mich beim Joggen.

Fazit

Ja, ich bin ein Freund von Bose. Du auch, sonst wärst du vermutlich schon weiter oben aus dem Text ausgestiegen. Oder du bist ein Sony-Jünger und willst dich mal wieder so richtig über ein anderes Produkt ärgern. Dann lies noch rasch fertig. Wie auch immer: Die Sport Earbuds sind gut. Sie sitzen, sehen besser aus als ihre Vorgänger, der Sound ist top, die Bedienung mit der aktualisierten Lautstärkeregelung nun auch. Ich habe mir die neuen True-Wireless-Sportkopfhörer von Bose gekauft. Und bereue es nicht.

Weitere Informationen zu den neuen Sport Earbuds und den Quiet Comfort Earbuds von Bose gibt's hier:

Die ersten True-Wireless-Kopfhörer mit ANC von *Bose**
Neu im SortimentSport

Die ersten True-Wireless-Kopfhörer mit ANC von Bose

Und hier findest du alle weiteren Bose-Produkte in unserem Sortiment.

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Patrick Bardelli
Patrick Bardelli

Senior Editor, Zürich

Es zählt nicht, wie gut du bist, wenn du gut bist. Sondern wie gut du bist, wenn du schlecht bist.

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