Ohje: Die Halslautsprecher sind zurück

Ohje: Die Halslautsprecher sind zurück

Livia Gamper
Livia Gamper
Zürich, am 19.11.2019

Nach Bose und JBL steigt auch Sony ins Halslautsprecher-Business ein. Vorerst aber nur in den USA. Der SRS-WS1 hat kein Bluetooth, dafür einen klaren Verwendungszweck.

Vor kurzem hat Sony den «immersive Wearable Speaker» namens SRS-WS1 angekündigt. Er wird um den Hals getragen und soll in den USA 300 Dollar kosten. Ein Datum, wann die Dinger zu uns kommen sollen, hat Sony nicht genannt. In Japan gibt’s die Teiler schön länger.

Das gleiche Um-den-Hals-tragen-Konzept wie der SRS-WS1 hatte schon der Bose Soundwear Companion und der Soundgear von JBL. Besonders erfolgreich waren die beiden nicht.

Bose SoundWear Companion: Review eines *Hals-Lautsprechers**Bose SoundWear Companion: Review eines *Hals-Lautsprechers**
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Bose SoundWear Companion: Review eines Hals-Lautsprechers

Sonys Halslautsprecher ist etwas grösser als seine beiden Vorgänger und kommt ohne Bluetooth. Was zuerst völlig unsinnig klingt, macht Sinn, wenn man sich den Verwendungszweck ansieht. Denn der SRS-WS1 ist durchaus kabellos; er kommt mit einem mitgelieferten Sender, der an den Audioausgang des Fernsehers angeschlossen wird.

Warum?

Beim Bose SoundWear Companion musste ich den Verwendungszweck zuerst suchen. Der ist hier klarer: Laut Sony soll das Hals-Gedöns ideal fürs Fernsehen, Gamen und zum Hören von Live-Konzerten sein. Weil die Speaker nicht mit Bluetooth funktionieren, sollten sie eine bessere Soundqualität und weniger Latenzen haben. Die genaue Übertragungsart des Senders zum Halslautsprecher nennt Sony nicht, die Reichweite soll aber bei 30 Metern liegen.

Das Halsgedöns von nahem.
Das Halsgedöns von nahem.

Bei der Soundqualität spricht Sony immer wieder von «rundherum», Surround-Sound werden die Teiler aber kaum haben, die Angabe dazu fehlt. Dafür sollen die Hals-Dinger beim Gamen und bei Musik mit Bass vibrieren. Die Vibration kann sogar mit drei verschiedenen Stärken angepasst werden.

Weiter soll der Vorteil von freien Ohren sein, dass man noch immer die Kinder rufen oder den Pizzalieferanten klingeln hört. Und der Lautsprecher soll so designt sein, dass er auch bei längerem Tragen bequem ist – diese Kriterien erfüllt aber auch ein offener Kopfhörer.

Willst du die Halslautspecher mit einem Handy nutzen, musst du sie mit einem Kabel verbinden – sofern du denn ein Phone mit Kopfhörer-Jack hast. Das ist sicher nicht sehr praktisch, dafür gibt’s wohl auch weniger Latenzen, so wie es beim Bose SoundWear Companion der Fall war.

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Livia Gamper
Livia Gamper

Junior Editor, Zürich

Experimentieren und Neues entdecken gehört zu meinen Leidenschaften. Manchmal läuft dabei etwas nicht wie es soll und im schlimmsten Fall geht etwas kaputt. Ansonsten bin ich seriensüchtig und kann deshalb nicht mehr auf Netflix verzichten. Im Sommer findet man mich aber draussen an der Sonne – am See oder an einem Musikfestival.

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