Samsung Portable T5 im Test: Super schnell und sehr kompakt
Review

Samsung Portable T5 im Test: Super schnell und sehr kompakt

Stefanie Enge
Hamburg, am 08.01.2020

Super schnell und sehr kompakt: das sind die externen SSDs von Samsung aus der Portable-T5-Reihe. Wofür der robuste und transportable Speicher gut ist, erfährst du im Test.

Wer viel unterwegs ist und einen großen, schnellen Speicher mitnehmen will, braucht vor allem etwas kompaktes. Neben dem Laptop habe ich keine Lust auch noch eine große, schwere, externe Festplatte mitzuschleppen. Festplatten machen außerdem beim Datenzugriff Krach. Für eine harmonische Zugfahrt nicht die beste Ausgangslage. Die externe, leichte SSD von Samsung kam mir für dieses Problem wie gerufen.

Design und Lieferumfang

Die kleine SSD passt mit ihren kompakten Maßen von 74 x 57,3 x 10,5 Millimetern in jede Hosentasche. Dazu ist sie mit gerade einmal 51 Gramm sehr leicht. Das Gehäuse besteht aus Aluminium. Das sorgt zum Einen für ein schickes Äußeres, schützt die SSD aber auch bei leichten Stürzen – laut Hersteller bis zu zwei Metern – und leitet die Abwärme gut nach außen. Auf der einen schmalen Seite befindet sich der USB-C-Port, über den du die externe SSD an deinen Computer anschliesst. Die andere Seite ist dicht. Hier findest du nur den Aufdruck des CE-Zeichens und der Seriennummer. Auf der Seite mit dem USB-Anschluss erscheint beim Betrieb und für die Zugriffskontrolle eine blaue LED. Da sich die LED unter der Abdeckung befindet, ist das ausgesendete Licht abgeschwächt und dadurch sehr angenehm. Selbst im Dunkeln stört das Blinken nicht.

Das schwarze Aluminium macht es nahezu unmöglich ein staubfreies Foto zu schießen, sieht in echt aber richtig gut aus
Das schwarze Aluminium macht es nahezu unmöglich ein staubfreies Foto zu schießen, sieht in echt aber richtig gut aus

Zum Lieferumfang gehören neben der SSD zwei USB-Kabel. Eins, das auf beiden Seiten USB-Typ-C-Stecker hat und eins, das von USB-Typ-C auf USB-Typ-A endet. Praktisch, da viele Geräte nicht über den noch recht neuen USB-C-Anschluss verfügen. Eine Tasche, in der Platte und Kabel aufbewahrt werden könnten, ist leider nicht mit dabei. Die SSDs gibt es mit einer Kapazität von 250 und 500 Gigabyte sowie einem oder zwei Terabyte. Farblich sind sie je nach Speichergröße in blau, schwarz, rot oder gold erhältlich.

Die Technik im Inneren

Ab Werk ist die Samsung Portable T5 mit dem Dateisystem exFAT formatiert. Die Betriebssysteme Windows, macOS und Android lesen dieses Format ohne Probleme. Die zum Einsatz kommende V-NAND Speichertechnologie und die USB-3.1-Schnittstelle ermöglichen Leseraten von bis zu 540 MByte/s und Schreibraten von bis zu 515 MByte/s, sofern das verwendete Gerät auch über einen USB 3.1 Generation 2-Anschluss verfügt und den UASP-Modus (USB Attached SCSI Protokoll) unterstützt. Verwendest du die SSD an älteren USB-Schnittstellen, sinkt die Performance. Schließt du den Speicher beispielsweise per USB 3.1 Generation 1 an, liegen die Lese- und Schreibraten bei maximal 450MByte/s. Der Überhitzungsschutz «Dynamic Thermal Guard» drosselt die externe SSD, wenn die Oberflächentemperatur seines Speicherchips 45 °C übersteigt. Beim Kopieren und Lesen von Daten, ist dieser aber beim gesamten Testprozess nicht angesprungen. Auch äußerlich wird die Platte im Betrieb nicht sonderlich heiß. Unter voller Belastung habe ich mit einem Infrarotsensor 28 Grad Celsius gemessen.

Die SSD schließt du per USB-Typ-C an. Dem Datenträger liegen zwei verschiedene Kabel bei
Die SSD schließt du per USB-Typ-C an. Dem Datenträger liegen zwei verschiedene Kabel bei

Die Benchmark-Ergebnisse sind sehr stark vom verwendeten System abhängig. Bei meinem Desktop PC mit dem AMD Ryzen 9 3900X Prozessor, dem AS Rock X570 Phantom Gaming 4 Mainboard, 16 Gigabyte RAM und Windows 10 schafft die SSD im PC Mark 8 Benchmark 4926 Punkte. Im ATTO-Benchmark bestätigt die SSD die theoretische Leistung ihrer Übertragungsgeschwindigkeit ab 64KByte großen Daten. Wer mit den Zahlen gerade nichts anzufangen weiß: Die SSD arbeitet verdammt schnell.

Möchtest du beispielsweise um die 1000 Fotos (22 Megapixel) kopieren, sind das etwa 8 Gigabyte Daten. Schließt du die SSD per USB 3.1 Gen 2 an, dauert der Kopiervorgang ungefähr 15 Sekunden. Per USB 3.1 Gen 1 sind es etwa 30 Sekunden. Das Kopieren von einem Blu-ray-Film, der etwa 25 Gigabyte groß ist, dauert per USB 3.1 Gen 2 knapp 50-60 Sekunden. Über USB 3.1 Gen 1 musst du doppelt so lange warten. Hier liegt die Übertragungszeit bei um die 1:40 Minuten.

Die externe Samsung SSD T5 im Größenvergleich mit einem Teelicht
Die externe Samsung SSD T5 im Größenvergleich mit einem Teelicht

Mit der Portable-SSD-Software von Samsung kannst du die Daten auf deiner externen SSD verschlüsseln. Hierbei musst du lediglich ein Passwort für die AES-Laufwerksverschlüsselung mit 256 Bit erstellen. Kompatibel ist die Software mit Geräten ab Windows 7, MacOS Maverick und Android KitKat. Laut Hersteller eignet sich die SSD auch für das Aufspielen eines Betriebssystems.

Fazit: Praktisches Hilfsmittel

Die externe SSD Samsung Portable T5 ist vor allem praktisch. Durch die schnellen Zugriffszeiten, die geringe Wärmeentwicklung und die kompakten Maße bleiben für den normalen Anwender eigentlich keine Wünsche mehr offen. Die Software für die Verschlüsselung ist zudem einfach und hilfreich.

Die Samsung Portable T5 gibt es mit 250 GB, 500 GB, 1 TB und 2 TB Speicherkapazität
Die Samsung Portable T5 gibt es mit 250 GB, 500 GB, 1 TB und 2 TB Speicherkapazität

Während meines Testzeitraums habe ich die SSD dafür verwendet unterwegs Full-HD-Videos zu schneiden. Sie hat jeden Tag zuverlässig gearbeitet und mir treue Dienste erwiesen. Wer schon einen Laptop mit dem USB 3.1 Gen 2 Anschluss besitzt und einen schnellen Speicher für unterwegs sucht, wird mit der Samsung Portable T5 nicht enttäuscht.

Portable T5 (2000 GB)
271,48135,74/1TB
Samsung Portable T5
2000 GB
1655

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Stefanie Enge
Stefanie Enge

Autorin, Hamburg

Meistens lebe ich irgendwo zwischen Bits und Bytes, probiere alternative Android-Betriebssysteme aus und versuche mein Leben mit Hilfe von Open Source Tech smarter zu machen - immer mit dem Fokus auf Datenschutz und Privacy. Wenn ich gerade mal keine coolen Gadgets teste, entwickle ich Videospiele, schreibe Geschichten und spiele Knopfakkordeon.

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