Sandisk iXpand Flash Drive Go im Test: Ein Speicherstick für das iPhone

Jan Johannsen
Hamburg, am 09.01.2020

Ein USB-Stick für das iPhone? Ja, sowas gibt es. Ein Modell ist der iXpand Flash Drive Go von Sandisk. Was der Speicherstick kann, erfährst du hier.

Wenn du keine Cloud-Dienste nutzen kannst oder willst und drahtlosen Übertragungen misstraust, dann bietet sich ein Speicherstick wie der Sandisk iXpand Go für den lokalen Datentransfer sowie die Datensicherung an.

Es geht ohne App, aber mit ist besser

Der iXpand Go hat zwei Anschlüsse: Lightning für das iPhone und den klassischen USB Typ A für den Computer. Sobald du den Stick in dein iPhone steckst, meldet er sich und will, dass du eine App installierst. Der Aufforderung musst du nicht Folge leisten, solltest es aber. Über die «Dateien»-App von Apple kannst du zwar auf die Dateien auf dem iXpand Go zugreifen und sie ansehen oder abspielen. Die App «iXpand Drive» benötigst du, um Daten kopieren zu können und andere Aktionen auszuführen.

Die App von Sandisk verfügt im oberen Bereich über eine Art Bühne mit verschiedenen Flächen. Die meisten davon versuchen dir eine Funktion schmackhaft zu machen und führen dich zum entsprechenden Menüpunkt, den du auch über die Punkte unterhalb der Bühne erreichst. Das sinnvollste Feld in dieser Bühne ist die Anzeige der Speicher-Auslastung des Stick und des iPhones. Die anderen Dinge nerven, weil ich sie nicht ausblenden kann und sie mich immer wieder auffordern etwas einzurichten, das ich schon ignoriert habe und eventuell gar nicht will.

Zugriff über die Dateien-App von Apple.
Zugriff über die Dateien-App von Apple.
Der einzig sinnvolle Reiter in der Bühne.
Der einzig sinnvolle Reiter in der Bühne.

Mich stört das. Das mag zwar optisch etwas lockerer sein, ist aber schlechter zu bedienen als schnöde Menüpunkte untereinander. Davon gibt es drei im unteren Bereich und über diese erreiche ich alle wichtigen Funktionen der App.

Datensicherung und Geheimniskrämer-Fotos

Mit der App kopierst du Dateien vom Stick auf das iPhone und vom iPhone auf den Stick. Sicherungen deiner Kontakte, Kalender und Fotos legst du manuell auf den iXpand Go ab. Für Fotos kannst du zudem eine automatische Sicherung einrichten. Dann landen alle neuen Fotos immer direkt auf dem Stick, sobald du ihn einsteckst. In der App von Sandisk befindet sich zudem eine eigene Kamera-App. Die bietet zwar weniger Optionen als die Kamera-App des iPhones, speichert die Fotos aber direkt auf dem Stick ab – falls du mal Fotos machen willst, die nicht in die Camera Roll deines iPhones kommen sollen. Außerdem kannst du iXpand Drive Zugriff auf deine Konten bei Facebook Instagram oder Google Fotos geben. Die App sichert dann die Bilder und Videos dieser Accounts automatisch auf dem Speicherstick.

Musik-, Foto-, und Videodateien kannst du direkt in der iXpand-App anschauen, beziehungsweise anhören – sofern sie in herkömmlichen Dateitypen vorliegen. Das ganze klappt auch, wenn du über Apples Dateien-App auf den iXpand Go schaust. Um mit anderen Apps auf die Daten zugreifen zu können, musst du sie zuerst auf dein iPhone kopieren. iOS erlaubt ihnen keinen Zugriff auf den Stick.

Mit dem Tempo der Kopiervorgänge war ich zufrieden. 2532 Fotos in 80 Ordnern mit 10,7 Gigabyte haben am USB-3.0-Anschluss meines Laptops handgestoppte 6:24 Minuten gebraucht. Der Film mit 642 Megabyte brauchte 22 Sekunden. Der Lightning-Anschluss war etwas schneller. Vom Stick auf das iPhone brauchte der Film nur 18 Sekunden und die 2532 Fotos 5:02 Minuten. Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass du bei der Erstsicherung deiner Fotos einige Minuten einplanen musst, wenn du bereits Tausende Bilder auf deinem Smartphone gesammelt hast.

Der iXpand Go am Laptop.
Der iXpand Go am Laptop.

Was ein wenig nervt: Ich muss regelmäßig der iXpand-Drive-App erlauben mit dem Stick zu kommunizieren. Dieser Sicherheitsmechanismus von iOS scheint immer zu greifen, wenn das iPhone mindestens eine Minute gesperrt ist. Ohne diese Erlaubnis kannst du vom iPhone nicht auf den Stick zugreifen. Ich habe keine Möglichkeit gefunden, diese Erlaubnis dauerhaft zu erteilen.

Die ständigen Freigaben nerven.
Die ständigen Freigaben nerven.

Mit der Schutzabdeckung, die immer nur eine Seite des Sticks abdeckt, kannst du den iXpand Flash Drive Go an einem Schlüsselbund befestigen.

Fazit: Lokaler iCloud-Ersatz

Der iXpand Flash Drive Go steht aktuell mit 128 und 256 Gigabyte Speicherkapazität zur Auswahl. Da du auf ihm kein vollständiges Backup von iOS machen kannst, reicht es völlig aus, wenn der Stick so viel Speicherplatz hat wie dein iPhone.

iXpand Go (128 GB, USB A, Lightning, 3.0)
47,100,37/1GB
SanDisk iXpand Go (128 GB, USB A, Lightning, 3.0)
334

iXpand Go (256 GB, Lightning, USB A, 3.0)
68,430,27/1GB
SanDisk iXpand Go (256 GB, Lightning, USB A, 3.0)
334

Ich bin mit dem Design der iXpand-App nicht vollends zufrieden, ihre Aufgaben erledigt die App aber einwandfrei und bietet sich als lokaler Ersatz für die iCloud an. Der Stick ist aber nur ein halbwegs sicheres Backup, wenn du ihn räumlich getrennt vom iPhone aufbewahrst, also in einem anderen Gebäude. Da bietet die iCloud mit ihren verschiedenen Server-Standorten mehr Sicherheit.

Eine NAS gibt dir ähnlich viel Kontrolle über deine Daten inklusive weiterer Zugriffsoptionen, ist aber teurer und in der Einrichtung aufwändiger.

  • KaufratgeberComputing

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Jan Johannsen
Content Development Editor
jan.johannsen@galaxus.de

Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Galaxus.de. 


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