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Surface Laptop Studio im Test: So ergibt ein Notebook-Touchscreen Sinn

Jan Johannsen
18.03.2022

Das Surface Laptop Studio von Microsoft hat ein bewegliches Display, mächtig Power unter der Haube und ist eine sinnvolle Verbindung von Touchscreen und Business-Notebook.

Mein Arbeits-Notebook verfügt über einen Touchscreen. In den drei Jahren, seit ich das Teil habe, habe ich ihn selten benutzt. Die Investition hätte sich mein Arbeitgeber sparen können. Wäre sein Bildschirm so beweglich wie beim Surface Laptop Studio von Microsoft, sähe das bestimmt anders aus.

Die Eckdaten

Im Surface Laptop Studio steckt bei jeder Konfiguration eine Nvidia Geforce RTX 3050 Ti. Mit diesem dedizierten Grafikchip verfügt es über mehr Power als Notebooks mit auf dem System-on-a-Chip (SoC) integriertem Grafikchip. Mein Testgerät verfügt zudem über einen Intel Core i7-11370H, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 512 Gigabyte große SSD. Microsoft bietet darüber hinaus günstigere Konfigurationen mit einem Intel Core-i5-11300H oder teurere mit 32 Gigabyte Arbeitsspeicher und ein oder zwei Terabyte großen SSDs an.

CH-Tastatur

Microsoft Surface Laptop Studio (14.40 ", Intel Core i7-11370H, 16 GB, 512 GB, CH)

Microsoft Surface Laptop Studio

14.40 ", Intel Core i7-11370H, 16 GB, 512 GB, CH

14.40 ", Intel Core i7-11370H, 16 GB, 512 GB, CH

22

DE-Tastatur

Microsoft Surface Laptop Studio (14.40 ", Intel Core i7-11370H, 16 GB, 512 GB, DE)
2002,–

Microsoft Surface Laptop Studio

14.40 ", Intel Core i7-11370H, 16 GB, 512 GB, DE

14.40 ", Intel Core i7-11370H, 16 GB, 512 GB, DE

Weitere Versionen des Surface Laptop Studio findest du hier.

Der bewegliche Touchscreen

Der Bildschirm ist der Hauptgrund, sich das Surface Laptop Studio zuzulegen. Es handelt sich um einen 14,4 Zoll großen IPS-Touchscreen, der beweglicher als bei einem herkömmlichen Notebook ist. Dadurch ist es bequemer, den Rechner mit den Fingern zu bedienen, oder einen Eingabestift zu verwenden.

Der Bildschirm lässt sich meistens mit einer Hand bewegen, nur selten musst du beide benutzen.
Der Bildschirm lässt sich meistens mit einer Hand bewegen, nur selten musst du beide benutzen.

Du kannst den Touchscreen näher an dich heranholen. Dann verdeckt er die Tastatur, lässt das Touchpad aber noch zugänglich. Zur Arbeit mit einem Eingabestift kannst du ihn flach hinlegen, wobei er leicht schräg bleibt. Eine 180-Grad-Wende ist ebenfalls möglich, falls du einer gegenüber sitzenden Person etwas zeigen willst. Wenn ein Notebook mit Touchscreen Sinn ergeben soll, dann so.

Zwischen Touchpad und Tastatur.
Zwischen Touchpad und Tastatur.

Bei einem Seitenverhältnis von 3:2 kommt der Bildschirm auf eine Auflösung von 2400×1600 Pixeln. Die Bildwiederholrate erreicht maximal 120 Hertz. Weniger hätten mir auch gereicht, aber die nehme ich gerne mit. Farblich gefällt mir das Display ebenfalls.

Flach liegend.
Flach liegend.

Beweglichkeit ist allerdings nicht alles bei einem Bildschirm. Als Touchscreen zur Bedienung ist er super und reagiert unverzüglich und zuverlässig. Allerdings ist das Display nicht entspiegelt. Da hilft auch seine eigentlich gute Helligkeit von 500 Nits nicht. Mich stören die Reflexionen von Fenstern und Lampen beim Arbeiten sehr. Und das Surface Laptop Studio ist ein Arbeitsgerät und kein Spielzeug für die Freizeit.

Um 180 Grad gedreht.
Um 180 Grad gedreht.

Als Tablet ist das Surface Laptop Studio aber nur auf dem Schreibtisch geeignet. Mit 1811 Gramm ist es zu schwer, um es länger in der Hand zu halten. Das ist schade, denn sein Gehäuse aus Magnesium und Aluminium sieht nicht nur schick aus, sondern fühlt sich auch gut an.

Leistung

Falls du die Leistung des Testgeräts mit anderen Systemen vergleichen willst, habe ich Geekbench 5 und Cinebench R23 auf dem Surface Laptop Studio laufen lassen. Während Cinebench die Leistung des Prozessors anhand eines 10-minütigen Rendertests misst, geht das Testen mit Geekbench schneller. Dafür läuft Geekbench auf jeglichen Endgeräten, wodurch sogar ein Vergleich mit Smartphones möglich wird. Außerdem kann Geekbench auch die Grafikleistung beurteilen.

Geekbench 5

Single-Core1509 Punkte
Multi-Core6016 Punkte
OpenCL (GPU)60005 Punkte
Vulkan (GPU)46856 Punkte
CUDA (GPU)61242 Punkte

Cinebench R23

Single-Core 1482 Punkte
Multi-Core5767 Punkte

Insgesamt bestätigen die Benchmark-Ergebnisse dem Surface Laptop Studio eine gute Leistung. Beim Prozessor bewegen sich die Ergebnisse auf einem Niveau mit anderen Notebooks mit einem Core i7 der 11. Generation. Im Vergleich mit dem Surface Pro 8, LG Gram oder Acer Aspire Vero zeigen sich, aber deutliche Unterschiede bei der Grafikleistung. Die Geforce RTX 3050 Ti schneidet bei Geekbench bis zu viermal besser ab als die Iris Xe GPU der anderen Geräte.

Während die Hardware ihre Arbeit verrichtet, spüre ich die Abwärme, die durch die seitlichen Lüftungsschlitze herauskommt. Ich höre die Lüftung aber nicht. Das gefällt mir.

Akku

Microsoft gibt für den Surface Laptop Studio mit Core i7 eine Akkulaufzeit von 18 Stunden an – bei «typischer Gerätenutzung». Beim Modell mit Core i5 sollen es sogar 19 Stunden sein. Ich mache die Probe aufs Exempel – allerdings unter schlechten Bedingungen für die Laufzeit. Kein Stromsparmodus, Display auf volle Helligkeit und dann schauen, wie lange das Notebook Youtube streamen kann. Nach 7:28 Stunden geht das Surface aus.

Damit sortiert sich das Surface Laptop Studio im Mittelfeld ein. Zum Vergleich: Das Acer Aspire Vero kam auf 5:52 Stunden, das LG Gram 17 auf 9:12 Stunden. In Relation zur Größe des Akkus schneidet Microsofts Notebook sogar besser als die zwei genannten ab. Bei einer Akkukapazität von 58 Wattstunden ergibt sich eine Laufzeit von 7,7 Minuten pro Wattstunde. Das Acer und LG kommen nur auf 7,3 und 6,9 Minuten.

Touchpad und Tastatur

Die Tasten mit Hintergrundbeleuchtung weisen einen kurzen Tastenhub auf – bei Notebooks nichts Ungewöhnliches. Der Druckpunkt am Ende fällt in die Kategorie weich. Da habe ich gerne klareres Feedback. Das hindert mich aber nicht daran, meine Finger über die Tastatur fliegen zu lassen und zügig auf ihr zu schreiben.

Tastatur und Touchpad
Tastatur und Touchpad

Das Touchpad erkennt meine Finger zuverlässig und reagiert zügig auf Bewegungen und Berührungen. Geht es darum, etwas anzuklicken, bin ich nicht zufrieden. Es ist primär ein Touchpad zum Antippen und nicht zum Drücken. Der Hub beim Drücken ist minimal – ich fühle lediglich ein dezentes haptisches Feedback. Solange du einen oder mehrere Links-Klicks machen willst, ist das kein Problem. Die funktionieren auf dem gesamten Touchpad bereits durch Antippen. Willst du aber mit einem Rechts-Klick ein Menü aufrufen, funktioniert das nur durch Drücken im rechten unteren Bereich.

Anschlüsse

Benutzt du viel externe Peripherie mit Kabeln, ist das Surface Laptop Studio nicht das ideale Gerät. Das Notebook verfügt nur über zwei USB-C-Buchsen, einen Surface-Connect-Anschluss für das mitgelieferte Netzteil sowie einen 3,5-mm-Audioanschluss. Hast du dein Zubehör noch nicht komplett auf USB-C umgestellt, kommst du beim Laptop Studio nicht um einen Adapter oder eine Dockingstation herum. Für drahtlose Verbindungen ist der Rechner mit Bluetooth 5.1 und Wi-Fi 6 gut aufgestellt.

2× USB-C, auf der anderen Seite befinden sich der Surface-Connect-Anschluss und die 3,5-mm-Audiobuchse.
2× USB-C, auf der anderen Seite befinden sich der Surface-Connect-Anschluss und die 3,5-mm-Audiobuchse.

Fazit: Der beste Touchscreen bei einem Notebook

Das Surface Laptop Studio ist perfekt für dich, wenn du ein Notebook mit Touchscreen brauchst und diesen auch rege benutzt. Andernfalls lohnt sich der hohe Preis nicht. Die Leistung bekommst du ohne Touchscreen bei anderen Geräten günstiger. Allerdings meistens in Form klobiger Gaming-Notebooks.

Als Tablet zu schwer.
Als Tablet zu schwer.

Neben dem beweglichen Touchscreen und der Power überzeugt der Surface Laptop Studio mit einer ordentlichen Akkulaufzeit sowie einer Lüftung, die auch bei starker Belastung leise bleibt. Ohne zusätzliche Dockingstation könnten sich die wenigen Anschlüsse als Problem erweisen. Zudem wünsche ich mir ein besser klickendes Touchpad und eine Tastatur mit klaren Druckpunkten.

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Jan Johannsen
Content Development Editor
jan.johannsen@galaxus.de

Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Galaxus.de. 


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