
Hintergrund
Von Koffermobil bis Hundemassage: IFA-Gadgets zum Schmunzeln
von Stefanie Lechthaler

Dreame ist bei uns vor allem für ihre Staubsaugerroboter bekannt. Am Hauptsitz nahe Shanghai gibt es aber weitaus mehr zu sehen: vom Geschirrspüler bis zum smarten Ring. Ich durfte einen Blick in die Fabriken und Testlabore werfen.
Seit der Gründung 2017 hat sich Dreame zu einem der grossen Player bei Staubsaugerrobotern entwickelt. Inzwischen will das Unternehmen auch in anderen Bereichen ganz vorne mitspielen und zeigt mir ihre neuen Geschirrspüler, Klimaanlagen und Waschmaschinen.
Noch spannender ist aber, wie der Herstellungsprozess ihrer Staubsauger aussieht und wie Dreame die Langlebigkeit ihrer Produkte testet.
Der erste Stopp meines Ausflugs mit Dreame: der Hauptstandort in Suzhou im Osten Chinas. Hier steht der Showroom des Herstellers und ich bin erstmal äusserst beeindruckt vom umfassenden Lineup. Neben Staubsaugern und Saugrobotern sehe ich Waschmaschinen, Backöfen, Klimaanlagen, Haartrockner – und sogar einen smarten Ring. Mitarbeitende erklären die Geräte und die jeweiligen Konzepte dahinter.



Was davon alles wann nach Europa kommen soll, bleibt noch offen. Dreame ist da aber zuversichtlich: Vom Geschirrspüler gibt es bereits eine europäische Version.


Weitaus spannender als der Showroom finde ich die beiden Fabrikationsgebäude, in denen ich jeweils eine sehr kurze Führung bekomme. Sie befinden sich ebenfalls in Suzhou.
Zunächst sehe ich die Montagelinie, von Dreame als «Assembly Line» betitelt, auf der die Saugroboter im Akkord zusammengebaut werden. Das Förderband bringt alle rund 45 Sekunden ein neues Gerät zur nächsten Station. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter ist für einen spezifischen Arbeitsschritt zuständig. Fotografieren ist hier nicht erlaubt. Deshalb habe ich die Szene später aus dem Gedächtnis skizziert.

Für den Zutritt muss ich Schutzkleidung tragen. Die Mitarbeitenden sind in Blau gekleidet, Besuchende erhalten auffällige orangefarbene Overalls. Bei mir sieht das so aus:

Die nächsten Räumlichkeiten, die ich besuchen darf, sind die Testlabore. Hier testet der Hersteller, wie lange die Staubsauger durchhalten: ob bei der Nutzung der Wassertanks, dem vielfachen Verwenden der Wischmopps oder der letztendlichen Abnutzung durch Menschenhand. Alles soll so genau wie möglich geprüft werden, damit die Geräte auch die versprochenen Garantiezeiträume durchhalten.



Die Staubsauger sollen möglichst jedes Szenario des Alltags meistern – und auch das wird simuliert. Egal welche Böden dein Haus hat, welche Flüssigkeit und welche Partikel weg müssen: Die Reinigungsleistung muss stimmen. Deshalb werden die Staubsauger allen möglichen Tests unterzogen.


Mein Highlight: Die Mitarbeitenden dürfen ihre pelzigen Begleiter von daheim in einem eigenen Raum unterbringen. Schliesslich sind auch Tierhaare ein gutes Testszenario für Saugroboter. Wie sich die Katzen hier wohl fühlen?

Zu guter Letzt müssen die Geräte heil bei der Kundschaft ankommen. Auch hierfür wird rege getestet. Ob permanentes Schütteln oder heftiges Zusammenpressen: Die Verpackung muss die Saugroboter möglichst gut und auf langen Strecken schützen.

Auch wenn Dreame mir nur einen flüchtigen Blick in die Welt der Staubsauger und Saugroboter gewährt hat, bin ich beeindruckt. Von den vielen Menschen, die dahinter stecken. Davon, wie viel getestet, gesaugt und gemessen wird. Und davon, wie viel Arbeit hinter einem einzelnen Saugroboter steckt: von der ersten Idee bis er dann tatsächlich in eine Schweizer Wohnung kommt.
Bei meinem nächsten Wohnungsputz werde ich mich jedenfalls nicht mehr beklagen, wie mühsam das Staubsaugen ist. Schliesslich machen die Mitarbeitenden von Dreame das dort beruflich den ganzen Tag – immerhin in einem cooleren Outfit.
Dreame hat mich für vier Tage nach Suzhou und Shanghai eingeladen. Alle Kosten wurden vollständig von Dreame übernommen.
Seit ich einen Stift halten kann, kritzel ich die Welt bunt. Dank iPad kommt auch die digitale Kunst nicht zu kurz. Daher teste ich am liebsten Tablets – für die Grafik und normale. Will ich meine Kreativität mit leichtem Gepäck ausleben, schnappe ich mir die neuesten Smartphones und knippse drauf los.
Interessantes aus der Welt der Produkte, Blicke hinter die Kulissen von Herstellern und Portraits von interessanten Menschen.
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