Zwei Stabmixer im Vergleichstest

Simon Balissat
Zürich, am 06.01.2020

Wedelst du wie wild mit deinem Zauberstab, bist du entweder Harry Potter, Pornodarsteller oder stehst in der Küche. Letzteres ist bei mir der Fall. Ich teste zwei der Stabmixer für dich.

Hast du gewusst, dass der Pürierstab eine Schweizer Erfindung ist? Roger Perrinjaquet meldete das «tragbare Küchengerät» 1950 zum Patent an. Das Gerät hat sich seither weiterentwickelt. Heute kriegst du zum normalen Pürierstab Aufsätze mit Schwingbesen, Schneidern und Häckslern. Alles nett. Ich bleibe dem Urpatent treu und teste nur den wichtigsten Aufsatz: den Pürierer. Testdisziplinen sind Suppe und Smoothie.

Die zwei Kandidaten

Im Test sind zwei Geräte, die sich vor allem im Zubehör und der Wattzahl unterscheiden. Weil die Hersteller ihre Geräte mit kryptischen Zahlen und Buchstaben bezeichnen, verpasse ich ihnen neue Namen.

Bosch MSM88190: Der Durchschnittliche

Das ist der absolute Durchschnitt. Den Mixstab kannst du abnehmen, das Gerät hat 800 Watt, es gibt diverse Aufsätze und Geschwindigkeitsstufen und ein Spiralkabel. Auch im Preis macht der «Durchschnittliche» seinem Namen alle Ehre.

Braun MQ 9047X: Der Millenium Falcon

Der schwarz-grüne Pürierstab von Braun sieht aus wie ein Raumschiff, daher habe ich ihn (ganz dem Star-Wars-Hype verfallen) «Millenium Falcon» getauft. Mit 1000 Watt hat er die höchste Leistung aller Mixer im Test. Zudem lässt sich die Power stufenlos am Druckknopf verstellen, was wirklich intuitiv ist. Ob das aber auch für den Hyperlichtsprung im Suppen-Game reicht?

Die Suppe

Dreißig Sekunden lang vorgekochte Kürbisstücke und Suppengemüse pürieren. Damit kommt jeder Pürierstab klar. Hoffentlich auch. Das ist die Paradedisziplin und wenn der Stabmixer nicht einmal die schafft, dann brauchst du ihn gar nicht zu kaufen. Sowohl der Durchschnittliche als der Milenium Falcon zeigen hier aber keine Schwäche.

Mit der Suppe kommen alle klar
Mit der Suppe kommen alle klar

Schwieriger ist die nächste Disziplin.

Der Smoothie

Hier gilt es ernst. Gefrorene Früchte, Nüsse und etwas Wasser zu einem Smoothie verarbeiten geht sicher besser im Standmixer mit ordentlich Leistung.

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Tatsächlich hat der Durchschnittliche von Bosch sein liebe Mühe mit meinem Test. Nach einer Minute Mixen sind noch deutlich Stücke zu erkennen. Achtung, Erstickungsgefahr!

Der Millenium Falcon von Braun kommt viel besser mit den Knacknüssen und gefrorenen Beeren klar. Was auffällt, ist, dass der Millenium Falcon sehr ruhig mixt und dein Tisch bei einer falsche Bewegung nicht wie ein Tatort aussieht.

Links der Durchschnittliche, rechts der Millenium Falcon
Links der Durchschnittliche, rechts der Millenium Falcon

Fazit

Ich wiederhole mich für alle faulen «direkt zum Fazit»-Springer: Ich habe ausschließlich die Pürierfunktion der Mixer getestet. Über Häcksler, Schwingbesen und sonstige Aufsätze habe ich kein Urteil gefällt, da die so unterschiedlich sind.

Für mich gibt es einen Testsieger.

Der «Millenium Falcon» von Braun. Er überzeugt vor allem dank seiner Power beim Zerkleinern von Nüssen und gefrorenen Beeren. Bei ihm hat mir zudem gefallen, dass ich stufenlos mit mehr Druck am Schalter die Stärke verstellen kann. Er ist das teurere Gerät im Test. Qualität hat ihren Preis.

Der Durchschnittliche von Bosch ist wirklich… Durchschnitt. Mehr braucht es nicht zu sagen.

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Als ich vor über 15 Jahren das Hotel Mama verlassen habe, musste ich plötzlich selber für mich kochen. Aus der Not wurde eine Tugend und seither kann ich nicht mehr leben, ohne den Kochlöffel zu schwingen. Ich bin ein regelrechter Food-Junkie, der von Junk-Food bis Sterneküche alles einsaugt. Wortwörtlich: Ich esse nämlich viel zu schnell 


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