Zwölf bezahlbare Frontlichter im «Roadbike»-Test
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Zwölf bezahlbare Frontlichter im «Roadbike»-Test

Michael Restin
Michael Restin
Zürich, am 17.09.2021
Das Fachmagazin «Roadbike» hat zwölf Frontlichter im mittleren Preissegment getestet. Ein sehr guter Scheinwerfer muss mehr als nur hell sein – und nicht viel mehr als 40 Franken kosten.

Am Rennvelo stört jedes zusätzliche Gramm. Trotzdem sind Front- und Rücklicht wichtig und gehören ans Bike. Nicht nur, um gesehen zu werden. Auch der Weg muss so gut ausgeleuchtet sein, dass du jederzeit sicher unterwegs bist. In der aktuellen Ausgabe des «Roadbike» Magazin hat die Redaktion zwölf Frontlichter unter die Lupe genommen und nach folgenden Kriterien beurteilt:

  • Die Ausleuchtung geht mit 40 Prozent in die Wertung ein. Der Lichtkegel soll nicht nur punktuell hell, sondern homogen und breit genug sein, um alles im Blick zu haben.

  • Die Akku-Ausdauer wird bei der Bewertung mit 30 Prozent berücksichtigt.

  • Das Handling von Halterung und Lampe macht 20 Prozent der Beurteilung aus.

  • Das Gewicht wird bei der Bewertung zu 10 Prozent in die Waagschale geworfen.

Acht der zwölf getesteten Lichter findest du bei uns im Sortiment – und die anderen vier bleiben natürlich nicht unerwähnt.

«Sehr gute» Frontlichter

Sigma Aura 80

Den ersten Platz verdient sich die Sigma Aura 80 mit harmonischer Ausleuchtung, 4,5 bis 15 Stunden Leuchtdauer und einfachem Handling. Auch das Gewicht hält sich mit 121 Gramm im Rahmen.

CatEye GVOLT50

Ebenfalls «sehr gut» schneidet die CatEye GVOLT50 ab. Kritisiert wird lediglich, dass sie bei der Leuchtdauer schwächelt, die auf höchster Stufe 3,5 Stunden beträgt.

VDO Eco Light M60

Eco Light M60
Velolicht
VDO Eco Light M60

«Solide Leistungen» bescheinigt das Magazin der VDO Eco Light M60 in allen Kategorien. Da es keine Schwäche zeigt, reicht es bei diesem 103 Gramm leichten Licht ebenfalls noch für ein «sehr gut».

Die vierte «sehr gute» Lampe ist nach Meinung von «Roadbike» die Acid Pro 80 von Cube, die dank spezieller Halterung mittig am Vorbau montiert werden kann.

«Gute» Frontlichter

Lezyne LED Hecto Drive Pro 65

LED Hecto Drive Pro 65
Velolicht
Lezyne LED Hecto Drive Pro 65
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«Gut» könnte dir gut genug sein, wenn du vor allem Wert auf die Ausleuchtung legst. Da brilliert die Lezyne LED Hecto Drive Pro 65, die auch beim Handling punktet. Dafür hat sie mit 154 Gramm leichtes Übergewicht und hält nur 2,5 bis 7 Stunden durch.

Trelock LS 600 I-GO Vector 60

Die Trelock LS 600 I-GO Vector 60 hat nicht nur einen langen Namen, sondern hält mit 5 bis 15 Stunden auch sehr lange durch und hat eine digitale Restzeitanzeige. Dafür ist die Ausleuchtung eher schwach. Ein Kompromiss, der insgesamt noch mit «gut» bewertet wird.

Litecco Highlux.50 S

Highlux.50 S (60 lm)
Velolicht
Litecco Highlux.50 S (60 lm)

Die Litecco Highlux.50 S wirft einen schmalen Lichtkegel und liegt in allen Kategorien im Mittelfeld. Das reicht ebenfalls für ein «gut».

Die nicht bei Galaxus erhältliche Lunivo Vegas F40 RSL hat einen Namen wie ein Ferrari, ordentliches Licht und eine gute Leuchtdauer. Nur im Handling ist sie kompliziert wie ein alter Ferrari und die Halterung sitzt locker. Klarer Fall für ein «Gut».

Die Blackburn Central 50 ist gross, schwer und kompliziert in der Handhabung. Dank Übergewicht kann sie mit starker Leuchtdauer (bis zu 16 Stunden) punkten. Das findet «Roadbike» insgesamt gut.

Ausdauernd (bis zu 15 Stunden) ist auch die Busch & Müller Ixon Fyre. Da Ausleuchtung, Handling und Gewicht im Mittelfeld liegen, lautet das Urteil ebenfalls «gut».

«Befriedigende» Frontlichter

knog. Blinder MOB

Blinder MOB Frontlicht StVZO weiße LED (80 lm)
knog. Blinder MOB Frontlicht StVZO weiße LED (80 lm)

Eines der Schlusslichter im Test fällt insgesamt aus dem Rahmen: Die 43 Gramm leichte knog. Blinder MOB ist ein Winzling. Da das Gewicht nur mit 10 Prozent gewichtet wird, lautet das Gesamturteil «befriedigend».

AXA Greenline 50

Greenline 50
Velolicht
AXA Greenline 50

Die AXA Greenline 50 verspielt eine bessere Bewertung mit schwacher Ausleuchtung und mangelnder Ausdauer. Gewicht und Handhabung hieven sie auf ein versöhnliches «Befriedigend».

Blinder Fleck im Test

Einen Aspekt, auf den «Roadbike» nicht weiter eingeht, ist die seitliche Sichtbarkeit. Gesehen werden ist ebenfalls wichtig – und grosszügige beleuchtete Aussparungen wie beim Testsieger von Sigma helfen anderen Verkehrsteilnehmer:innen, dich zu erkennen. Der «Kassensturz» hat diesen Punkt vor zwei Jahren in den Fokus gerückt und zum Beispiel das Lezyne KTV Drive Pair gelobt.

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Blöderweise wird selbst ein ausgezeichnetes Licht zum Problem, wenn es falsch ausgerichtet ist und den Gegenverkehr blendet. Den Weg zur perfekten Einstellung beschreibt dir «Pro Velo» hier.

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Michael Restin
Michael Restin

Editor, Zürich

Sportwissenschaftler, Hochleistungspapi und Homeofficer im Dienste Ihrer Majestät der Schildkröte.

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