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Patrick Bardelli
Hintergrund

Cycle Week 2026: jede Menge Velos, Zubehör & ganz viel Sonne

Das war sie, die Cycle Week 2026. Was bleibt? Viele Eindrücke und bei mir vor allem ein kleiner Muskelkater und ein zünftiger Sonnenbrand.

Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann es das letzte Mal während einer Cycle Week in Zürich nicht in Strömen gegossen hat. Es muss 2022 gewesen sein. Oder war's 2023? Egal, dieses Jahr schien bis auf ein heftiges Gewitter am Sonntag die Sonne.

Vom 28. bis 31. Mai hat das nationale Velofestival an der Europaallee und in der Brunau wieder für Spektakel auf zwei Rädern gesorgt. Mit über 130 Ausstellern, Hunderten von Testvelos und mehr als 100 Workshops versteht sich die Cycle Week als Plattform für alle Arten des Velofahrens und für alle Velo-Interessierten. Laut Festivalorganisation sei dabei «die ganze Fahrrad-Schweiz involviert – vom Spitzen- bis zum Breitensport, von der Infrastruktur bis zur Freizeitmobilität».

Ohne Sonnenbrille fast nicht zu bewältigen: die Cycle Week 2026 bei gleissendem Sonnenlicht hier am Stand der Schweizer MTB-Manufaktur Transalpes.
Ohne Sonnenbrille fast nicht zu bewältigen: die Cycle Week 2026 bei gleissendem Sonnenlicht hier am Stand der Schweizer MTB-Manufaktur Transalpes.

Probieren geht über Studieren

Die Cycle Week gilt aber in erster Linie als Velofestival zum Mitmachen. Speziell der Standort Brunau lädt mit den diversen Teststrecken rund um und über den Uetliberg zum Probefahren ein. Bekannte Brands wie Canyon, Scott oder Orbea haben neue Strassen-, Gravel- und Mountainbikes ebenso zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt wie eher nischige Hersteller à la Transalpes oder Bixs.

Das weitläufige Testgelände mit den diversen Strecken in der Brunau.
Das weitläufige Testgelände mit den diversen Strecken in der Brunau.
Quelle: Cycle Week

Auch ich habe mich auf den Sattel geschwungen und die neueste Version der Bosch Performance Line CX auf einem Testride über den Uetliberg ausprobiert. Meine Eindrücke dazu findest du hier:

Karbon, so weit das Auge reicht und ein wenig Polyethylen

Müsste ich die Cycle Week in Form eines Materials beschreiben, meine Wahl fiele vermutlich auf Karbon. Rahmen, Gabeln, Laufräder und Speichen, Lenker, Sattelstützen und Kurbeln: Alles besteht aus dem kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff. Natürlich entdeckt man hie und da auch einen Stahl- oder Titanrahmen und das ein oder andere Aluminiumlaufrad. An Karbon kommt man jedoch definitiv nicht vorbei.

Umso erstaunter bin ich, als ich an einem Stand Laufräder mit Speichen aus Polyethylen entdecke. Der spanische Hersteller Sislent aus Barcelona hat sich auf die Entwicklung und Produktion handgefertigter High-End-Laufräder spezialisiert, wie mir Stefan Hack vom Schweizer Importeur erklärt. Und verbaut bei den Terra LC-Modellen diesen thermoplastischen Kunststoff der Marke Berd. Diese Speichen bieten eine höhere Bruchfestigkeit, bessere Dämpfungseigenschaften und sind deutlich leichter als Stahl-, aber auch Karbonspeichen.

Auf der Cycle Week entdeckt: die Polyethylen-Speichen von Berd am Laufrad von Sislent.
Auf der Cycle Week entdeckt: die Polyethylen-Speichen von Berd am Laufrad von Sislent.

Züri Escape

Und dann war ich auch noch am Stand von Züri Escape, dem self-supported Bikepacking-Abenteuer fürs Gravelbike, eingebettet in die Cycle Week. Auf einer Strecke von 400 Kilometern legten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei sagenhafte 10 000 Höhenmeter zurück. Am Freitag um sechs Uhr morgens fiel der Startschuss, die letzten erreichten am Sonntagabend das Ziel.

Dominik von Züri Escape erklärte mir den aktuellen Stand anhand der Live-GPS-Daten. Woher der rote Balken auf dem Bildschirm kam ...? Vermutlich war auch der Technik zu heiss.
Dominik von Züri Escape erklärte mir den aktuellen Stand anhand der Live-GPS-Daten. Woher der rote Balken auf dem Bildschirm kam ...? Vermutlich war auch der Technik zu heiss.

Das war sie also, die Cycle Week 2026 mit einigen meiner ganz persönlichen Eindrücke. Was bleibt? Viele interessante Begegnungen, ein kleiner Muskelkater und ein mittlerer Sonnenbrand. Die Ausgabe 2027 kann kommen.

Titelbild: Patrick Bardelli

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Vom Radiojournalisten zum Produkttester und Geschichtenerzähler. Vom Jogger zum Gravelbike-Novizen und Fitness-Enthusiasten mit Lang- und Kurzhantel. Bin gespannt, wohin die Reise noch führt.


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