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Bosch eBike Systems / Ilona Jeckelmann
Meinung

Mit 120 Nm Drehmoment über den Uetliberg: Bosch Performance Line CX im Test

Bosch eBike Systems hat mit dem Upgrade für die Antriebseinheiten Performance Line CX und CX-R Anfang Mai mehr Unterstützung und Drehmoment auf den Trail gebracht. Auf der diesjährigen Cycle Week habe ich die Neuerungen ausprobiert. Mein Fazit: JA!

Vor einem Jahr lautete mein Fazit zum Upgrade der Performance Line CX von Bosch eBike Systems: «Purer MTB-Fahrspass». Nachdem ich mit der Beta-Version der Antriebseinheit für E-Mountainbikes unterwegs war, bekam ich das Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht. Wieso das so war, erfährst du hier:

Nun sind fast zwölf Monate ins Land und über die Trails gezogen und Bosch legt nach. Seit dem 4. Mai kommen die Nutzerinnen und Nutzer der Antriebseinheiten (Bosch nennt diese Drive Units) Performance Line CX und CX-R in den Genuss von mehr Leistung und einer intelligenten Kraftentfaltung. Ich habe darüber berichtet:

Intelligente Kraftentfaltung?

Bevor du jetzt los legst und mit rotem Kopf wutentbrannt in die Kommentarspalte hämmerst: «Intelligente Kraftentfaltung? Das ist doch bloss Marketing-Bullshit-Blabla!», warte noch einen Moment.

Was meint Bosch eBike Systems damit? Neben mehr maximaler Unterstützung (600 statt bisher 400 Prozent) und mehr Drehmoment (120 statt bisher 100 Nm) bringt das Unternehmen mit dem Upgrade zum Beispiel einen sogenannten Drivetrain Tensioner für mehr Kontrolle. Bosch schreibt dazu: «Durch eine Software-Optimierung schliesst sich der Freilauf zwischen Motor und Hinterrad. Dies reduziert den Leerweg am Pedal auf ein Minimum und eliminiert die sonst übliche Verzögerung beim Antreten.» Das Resultat ist eine bessere Kraftübertragung.

Trotz mehr Leistung und besserer Kraftübertragung: Technische Uphill-Abschnitte bleiben eine Herausforderung.
Trotz mehr Leistung und besserer Kraftübertragung: Technische Uphill-Abschnitte bleiben eine Herausforderung.
Quelle: Bosch eBike Systems / Ilona Jeckelmann

Einmal Uetliberg bitte

Im Rahmen der Cycle Week war ich auf dem Zürcher Hausberg, dem Uetliberg unterwegs. Und habe dabei in gut anderthalb Stunden rund 16 Kilometer mit insgesamt knapp 600 Höhenmetern zurückgelegt. Auf Strava sieht das so aus:

Zuerst Uphill, dann Downhill. Die flowigen Kilometer muss man sich irgendwie immer zuerst verdienen.
Zuerst Uphill, dann Downhill. Die flowigen Kilometer muss man sich irgendwie immer zuerst verdienen.
Quelle: Strava

Wofür ist das Upgrade?

Eine Spezialität der Bosch Drive Unit ist der eMTB- und der eMTB+-Modus. In diesen passt der Motor die Unterstützung über die Sensoren dynamisch an die Kombination aus meinem Fahrstil und dem jeweiligen Untergrund an. Darüber hinaus bietet der sogenannte Extended Boost in diesen Modi mit einem gezielten Druck aufs Pedal die Möglichkeit, über Hindernisse wie Wurzeln mit einem Kick hinwegzurollen.

In der Bosch eBike-Flow-App lassen sich die mit dem Upgrade Anfang Mai freigeschalteten Leistungsverbesserungen manuell verwalten. Speziell in verblockten, mit vielen Wurzeln durchzogenen Uphill-Passagen, ist mir das Mehr an Newtonmetern und der zusätzliche Boost mehr als willkommen. So kann ich auch technische Stellen meistern, an denen ich sonst nach dem Motto «Wer sein Bike liebt, schiebt» zu Fuss unterwegs bin. Das führt zu zusätzlichen Erfolgserlebnissen. Und die tun gut.

Vor längeren Downhill-Strecken würde ich empfehlen, die Power in der App wieder ein wenig herunter zu regulieren. Erstens braucht es die Kraft abwärts nicht und zweitens sind 120 Newtonmeter Drehmoment nicht immer mir nichts dir nichts zu bändigen.

It's all Downhill from here. Auch bergab macht das Fahren mit der Bosch Performance Line CX Spass.
It's all Downhill from here. Auch bergab macht das Fahren mit der Bosch Performance Line CX Spass.
Quelle: Bosch eBike Systems / Ilona Jeckelmann

Für wen ist das Upgrade?

Bosch adressiert mit dem neuen Upgrade gezielt eine Nische. Und richtet sich damit an Bikerinnen und Biker, die sich auf technisch anspruchsvollen Uphill-Strecken mit beispielsweise vielen Wurzelpassagen nicht nur explizit mehr, sondern auch intelligente Unterstützung wünschen. Dabei wird durchaus auch an die Eigenverantwortung appelliert, selbst zu entscheiden, ob und wo die maximalen Werte der Drive Unit tatsächlich Sinn machen. Und wo eben nicht. Abgesehen von Sicherheitsaspekten spielt hier auch das Thema Verschleiss eine Rolle, denn mehr Leistung führt stets zu höherer Materialabnutzung.

Ich für meinen Teil sass nach der Runde über den Uetliberg wieder mit einem breiten Grinsen im Gesicht und einem kühlen Eistee in der Hand auf der Cycle Week in der Brunau.

Unterwegs war's noch Wasser pur.
Unterwegs war's noch Wasser pur.
Quelle: Bosch eBike Systems / Ilona Jeckelmann
Titelbild: Bosch eBike Systems / Ilona Jeckelmann

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Vom Radiojournalisten zum Produkttester und Geschichtenerzähler. Vom Jogger zum Gravelbike-Novizen und Fitness-Enthusiasten mit Lang- und Kurzhantel. Bin gespannt, wohin die Reise noch führt.


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