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Siri Schubert
Produkttest

Das Speed Race X von Hammer kurbelt meine Fitness an

Trotz Kälte und Nässe möchte ich meine Fitness im Herbst und Winter behalten. Ob das Speed Race X von Hammer mir dabei helfen kann? Spoiler: Ja, und es gibt sogar noch einen Zusatznutzen speziell für Läuferinnen und Läufer.

Für meine Ausdauer bringen die dunklen Monate besondere Herausforderungen: Die Tage sind kurz, nass und kalt. Das Training muss sich also gegen die harte Konkurrenz von gemütlichen Sofa-Abenden mit Serien und Snacks durchsetzen.

Damit meine Fitness nicht zu stark leidet, teste ich ein Speedbike für zu Hause: das Speed Race X von Hammer Fitness in der neuen 2026er Version. Seit rund sechs Wochen habe ich es in Betrieb und trete fast täglich zwischen 30 und 60 Minuten in die Pedale, am Wochenende auch länger.

Schnell noch ein bisschen Bewegung am Abend.
Schnell noch ein bisschen Bewegung am Abend.

Aufbau und erster Eindruck

Geliefert wird das 45 Kilo schwere Fitnessbike in einem sperrigen Karton. Um es zwei Stockwerke hoch an seinen designierten Platz zu tragen, sind zwei Personen nötig.

Der Aufbau ist dagegen kinderleicht und auch für eine Person innerhalb von 30 bis 45 Minuten machbar. Hammer Fitness hat eine Step-by-Step-Anleitung und die nötigen Werkzeuge – und selbst die mit Beschriftung – beigelegt.

Das Fitnessbike wird schon vormontiert geliefert und lässt sich leicht zusammenbauen.
Das Fitnessbike wird schon vormontiert geliefert und lässt sich leicht zusammenbauen.

Mit einer Länge von 110, einer Breite von 55 und einer Höhe von 120 Zentimetern braucht das Bike nur wenig Platz. Allerdings weist der Hersteller darauf hin, dass bei Gebrauch in jede Richtung mindestens 1,5 Meter Freiraum gelassen werden soll. Das Speedbike hat Rollen, sodass du es nach dem Training in eine freie Ecke schieben kannst. Da es feuchtigkeitsanfällig ist, ist es nicht für Badezimmer, Balkon oder Garten geeignet.

Einmal zusammengebaut steht das Bike sicher. Es macht einen soliden Eindruck, nichts lottert oder wackelt. Besonders praktisch: Lenker und Sattel sind mit einfachen Klemmhebeln höhenverstellbar. Zudem kannst du den Abstand von Lenker und Sattel auf deine Grösse und deinen Körperbau anpassen. So kannst du wählen, wie sportlich oder aufrecht du fahren möchtest und gleichzeitig Anpassungen vornehmen, solltest du Verspannungen spüren. Den Neigungswinkel des Sattels kannst du ebenfalls verändern. Das Speedbike ist gemäss Herstellerangaben für eine Belastung von maximal 130 Kilo geeignet.

Du kannst das Fitnessbike ziemlich genau auf deinen Körper einstellen.
Du kannst das Fitnessbike ziemlich genau auf deinen Körper einstellen.

Die Pedale haben ein 9/16-Zoll-Gewinde, wie es bei fast allen sportlichen Velos Standard ist. Ich habe die Wahl zwischen einem Klickmechanismus oder Körbchen auf der gegenüberliegenden Seite. Die Körbchen sind für meine Füsse (Schuhgrösse 39) etwas gross. Wäre es mein eigener Ergometer, würde ich die Pedale gegen magnetische von Magped tauschen und meine normalen Bike-Schuhe tragen.

So rund laufen die Trainings

Das erste, was mir auffällt: Das Fitnessbike steht stabil und sicher. Leise ist es zudem noch. Auch bei intensiven Workouts höre ich, ausser meinem eigenen Schnaufen, fast nichts. Für Wohnungen ist das ideal.

Das 20-Kilo-Schwungrad sorgt für einen runden Lauf ohne ruckartige Übergänge. Das Fahren fühlt sich dadurch realistisch an, wie draussen auf einem richtigen Velo. Gar kein Vergleich zu den günstigen Ergometern, auf denen ich mich früher mal gequält habe. Ein weiteres Plus: der ruhige Riemenantrieb, der wartungsarm sein soll.

Das runde, diskrete Display zeigt mir Zeit, Trittfrequenz, Wattzahl, Kalorien und Geschwindigkeit pro Kilometer an. Witziges Detail: Je nach Trittfrequenz leuchtet der Aussenring in Grün, Blau oder Rot – so siehst du auf einen Blick, ob du dich im angestrebten Bereich befindest und kannst deine Anstrengung entsprechend anpassen. Bei den Kalorien scheinen mir die Werte auf dem Display allerdings sehr hoch. Ich würde sie nur heranziehen, wenn ich unbedingt eine Ausrede für eine völlig übertriebene Schlemmerei suche. Und ansonsten ignorieren.

Ein kleiner Herzfrequenzmesser befindet sich auch am Lenker, aber hier würde ich mich ebenfalls nicht auf die Werte verlassen. Ich trage meist meinen Garmin-Brustgurt, der sich problemlos innerhalb von Sekunden mit dem Speedbike verbindet. Und schon stimmt auch die Herzfrequenzanzeige.

Die ersten Fahrten absolviere ich im Grundlagenausdauerbereich, also in Zone 2. Dazu höre ich Podcasts oder Hörbücher. Und hier zeigt sich schon der erste wirklich entscheidende Vorteil des Speedbikes: Gerade an Tagen, an denen ich wenig Zeit habe und es kalt und dunkel ist, absolviere ich dennoch ein Training in der für mich gerade passenden Trainingszone. Ich muss mich weder warm anziehen, noch hinterher das Velo putzen. Je weniger Hürden es gibt, desto eher lege ich eine Session ein. Die Gefahr, dass ich über den Winter zu viel an Fitness verliere, besteht also nicht.

Widerstand und Trainingsmodi

Über das Display kann ich den Widerstand von 0 bis 32 einstellen. Das reicht für mich. In der höchsten Stufe kann ich die Pedale nur noch stehend bewegen. Den Widerstand liefert eine Magnetbremse, die in Abhängigkeit der Stufe die Distanz zum Rad ändert. Das funktioniert verschleissfrei, weil sich Rad und Bremse nicht berühren.

Die physische Bremse ist ein Sicherheitsfeature.
Die physische Bremse ist ein Sicherheitsfeature.

Zusätzlich gibt es noch eine physische Bremse, die das Rad stoppt, wenn du fertig bist. Da das Fitnessvelo keinen Leerlauf hat und das Schwungrad noch eine Weile weiterdreht, verhindert sie, dass die Pedalen ungewollt deine Waden und Schienbeine attackieren.

Am Display lassen sich auch gewünschte Fahrzeit, Zielkilometer und andere Parameter durch Drehen und Drücken festlegen. Das geht einfach und intuitiv.

Neben dem manuellen Modus kannst du zwischen 16 verschiedenen Trainings wählen. Mal geht’s gefühlt bergauf und bergab, ein anderes Mal stehen zweiminütige Intervalle auf dem Programm. Der Widerstand wechselt automatisch. Mir gefallen diese Einheiten besonders, wenn ich mich aus der Zone 2 herauswage und mit Musik auf den Ohren und Energie in den Beinen in die Pedale trete.

Das ist nur eins von 16 Trainingsprogrammen.
Das ist nur eins von 16 Trainingsprogrammen.

Fahrten mit der Zwift-App

Das Speed Race X lässt sich über Bluetooth mit Indoor-Cycling-Apps wie Zwift und Kinomap verbinden. Ich habe mich für Zwift entschieden und ein kostenpflichtiges Abo gelöst. Die Verbindung zwischen dem Fitnessbike und meinem iPhone steht sofort. Dass es zwischen meinem iPad und dem Bike dagegen nicht klappt, liegt wohl daran, dass mein iPad schon älter ist.

Ein bisschen spielerisch gehe ich heute das Training an.
Ein bisschen spielerisch gehe ich heute das Training an.

Bei Gamification-Apps beim Sport habe ich gemischte Gefühle. Mal finde ich sie unterhaltsam und motivierend, mal habe ich mehr Lust auf ein selbstgesteuertes Training mit dem Podcast oder der Musik meiner Wahl. Deshalb gefällt es mir besonders, dass du für das Speed Race X keine App und noch nicht mal ein Smartphone brauchst. Wenn ich Lust habe, im Zimmer zu radeln, kann ich aufsteigen, auf dem Display «Quickstart» antippen und losfahren. Wenn ich eine virtuelle Gruppenausfahrt mit Punkten, Challenges und digitalen Daumenhochs machen will, ist auch das möglich.

Was mir das Training fürs Laufen bringt

Ich fahre gerne Mountainbike, deshalb wird mich das Training mit dem Speedbike gut aufs Frühjahr vorbereiten. Doch noch häufiger bin ich mit Laufschuhen unterwegs. Und hoffe, dass mir die Ausdauereinheiten auch fürs Joggen etwas bringen.

Tatsächlich soll das gut funktionieren. Eine 2026 Meta-Analyse verschiedener Studien zeigt, dass die VO2-max, also die maximale Sauerstoffaufnahme pro Kilo Körpergewicht, praktisch gleich bleibt, wenn du einige Laufeinheiten durch Radfahren ersetzt.

Vielleicht profitiere ich auch beim Laufen vom Indoor-Radfahren.
Vielleicht profitiere ich auch beim Laufen vom Indoor-Radfahren.

Und noch etwas habe ich bemerkt: Seitdem ich regelmässig mit dem Indoor-Bike trainiere, hat sich meine Schrittfrequenz beim Laufen erhöht. Eine schnellere Kadenz gilt allgemein als Zeichen für höhere Effizienz. Ob das Zufall ist? Offensichtlich nicht. Die Lauf-Website Lauf Campus und das Magazin Runners World berichten übereinstimmend, dass Radfahren die Schrittfrequenz erhöhen kann. Win-win würde ich sagen. Natürlich werde ich auch weiterhin draussen joggen, biken, paddeln und foilen. Doch ein paar der Trainings durch Indoor-Cycling zu ersetzen oder Einheiten zu absolvieren, die sonst gegen die Verlockungen von Sofa und Co. verloren hätten, und dabei sogar noch einen Fitness-Bonus zu erhalten, finde ich richtig gut.

Fazit

Das Speed Race X von Hammer überzeugt mich auf ganzer Linie

Bisher war ich kein grosser Fan von Indoor-Bikes. Langweilig, klapprig und zu wenig Widerstand, lauteten meine (Vor-)Urteile. Das hat sich jetzt so stark geändert, dass ich das Speed Race X nach der Testphase nur schweren Herzens zurückgebe und mir bereits privat ein Modell bestellt habe.

Mich überzeugt die solide Bauweise, die einfache Bedienung mit und ohne App, das dank des 20-Kilo-Schwungrads runde und ruckelfreie Fahren und die Tatsache, dass ich während der sechs Wochen fast täglich im Sattel sass.

Pro

  • einfacher Aufbau
  • solide Qualität
  • sehr leise
  • leicht auf eigene Körpergrösse anpassbar
  • unkomplizierte Bedienung am Display
  • Widerstand auf 32 Stufen verstellbar
  • 20-Kilo-Schwungrad für rundes Fahrgefühl
  • funktioniert mit und ohne App
Titelbild: Siri Schubert

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Forschungstaucherin, Outdoor-Guide und SUP-Instruktorin – Seen, Flüsse und Meere sind meine Spielplätze. Gern wechsel ich auch mal die Perspektive und schaue mir beim Trailrunning und Drohnenfliegen die Welt von oben an.


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